Arcas wird zum zweiten Mal gerockt
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Arcas wird zum zweiten Mal gerockt

Wie schwierig ist es in Chur ein Open Air zu organisieren?


Seit der Neubesetzung des Stadtrates war es eigentlich nicht mehr schwierig, das Festival zu organisieren. Die Zusammenarbeit mit der Stadt und der Polizei ist äusserst angenehm. Auch seitens der Anwohnerschaft gabe es im letzten Jahr nur eine Lärmklage. Aber natürlich, wir mussten uns zehn Jahre für die Bewilligung bemühen, damit wir heute das Festival so durchführen können.


Angefangen habt ihr mit einem Crowdfounding. Wie wichtig war dieser Schritt für euch?

Für uns ist wichtig, dass die Finanzierung des Festivals auf mehreren Säulen basiert: Partner, Kulturförderung, Stiftungen und Ticket- und Getränkeeinnahmen. Wir wollten aber auch, dass das Festival von 100 Festivalgönner getragen wird, die jeweils mindestens 100 Franken für ein Ticket bezahlen, ohne zu wissen, wie das Programm wird. Dafür erhalten sie ein Gönnerabzeichen, einen Apéro und beste Sicht im Gönnerbereich. Es freut uns, auch in diesem Jahr die 100 Gönner/innen wieder gefunden zu haben. Das zeigt, dass unsere Arbeit geschätzt wird.


Was habt ihr aus der Premiere gelernt und macht ihr dieses Jahr
besser?


Wir waren bei der Nachbesprechung überrascht, wie gut die erste Ausgabe organisatorisch geklappt hat. Kleine Dinge haben wir angepasst, beispielsweise in der Mitte gibt es keine Bar mehr, ein Zelt steht neu auch hinter der Bühne, in welchem die Bands ihre Instrumente lagern können und eine neue Homepage wurde auch geschaffen. Aber ansonsten ist eigentlich alles gleich geblieben.


Wie wichtig ist der Verein für die Zukunft des Events?

Das Festival kann sicher auch durch einen anderen Verein durchgeführt werden. Unser Vorteil ist sicher das Wissen und die Erfahrung, das wir uns in den letzten 16 Jahren angeeignet haben. Das ist sicher auch ein Grund, warum das Festival im letzten Jahr so gut über die Bühne ging.


Was unterscheidet euch von anderen Openairs?


Auf Graubünden bezogen gibt es sicher zwei Merkmale. Einerseits sind wir ein Stadtopenair mit einer unglaublich schönen Kulisse mit dem Arcas und dem Martinskirchturm im Hintergrund. Andererseits ist bei uns bei der Programmierung nur die Qualität der Künstler/innen entscheidend, Charts, Youtube-Views und Downloadquoten interessieren uns dabei wenig. Das führt dazu, dass unsere Acts vielleicht nicht so bekannt sind wie bei anderen Veranstaltungen. Dafür darf das Publikum neue Künstler/innen und neuen Sound entdecken. Im letzten Jahr ist dies Strategie voll aufgegangen und die Besucher/innen waren vor allem vom Auftritt von Lola Marsh hin und weg. Das wird sicher auch bei Jacob Banks so sein, ein unglaublicher Soulmusiker mit herausragender Band.



Das Musikfestival Arcas Rock geht am kommenden Samstag in die zweite Runde. Auf dem Arcasplatz spielen Jacob Banks, La Pascal Gamboni Combo Crassira, Veroncia Fusaro und 11AM. Zudem findet bereits heute auf der gleichen Bühne das Format 8x15 von RTR und RSI statt. Reinschauen!


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