Ausflugstipp: Eine Fahrradtour nach Betlis
Bild/Illu/Video: Milena Rominger

Ausflugstipp: Eine Fahrradtour nach Betlis

Mit einem E-Bike geht das ganz einfach und entspannt. Betlis liegt auf der anderen Seite des Walensees und ist das letzte Dorf vor Quinten. Die Strecke ist sehr einfach befahrbar, weil praktisch alles geradeaus geht. Ausser an einem Punkt, kurz vor der «Geisterraststätte» in Obstalden, da geht’s für einen kurzen Moment mächtig bergauf. Und wieder runter, in einen von vier Tunnels. Darin ist es angenehm kühl, die perfekte Durchschnaufpause für zwischendurch. Zu fahren ist die Strecke in ca. einer Stunde. Der Walensee wartet nur so darauf, dass man ihn beschwimmt. Das ist das tolle daran; an jeder X-beliebigen Stelle kann man kurz reinhüpfen, sich abkühlen und weiterfahren.


Der Radweg selbst ist gut mit roten Täfeli beschildert, man kann sich nicht verfahren. Die Räder fahren auf Asphalt und kurze Strecken auf Kies.


Dann die Sensation selbst: Betlis! Oder besser gesagt, kurz vor Betlis. Da liegt eingebettet zwischen gefährlich steiler Felswand und See eine Strandbar mit lecker Essen. Grosse Portionen Fish und Chips, Quinoa Burger oder Salate, einfache Karte, dafür sehr gut zubereitet. Unterhalb der Strandbar dann eine Art Amphitheater, wobei die Bühne einzig allein der Walensee ist. Eine rund angelegte Steinformation, die stufenweise zum kühlen Nass einlädt. Danach kommt nur noch Strandwiese, Tunnel, etliche kleine, einladende Spots zum Baden gehen, Tunnel und ein schier endloser Weg der Felswand entlang. Man kann die Seerenbachfälle ansehen gehen, oder die Burgruine Stralegg. Dafür hatte ich leider keine Zeit mehr, denn mit Kleinkind fährt sich der Weg hin und zurück etwa doppelt so lange. Stichpunkt Kinder: Kein Problem für Radlbegeisterte Kleinkids. Es bleibt auf dem ganzen Radweg genügend Platz zum Ausweichen.


Ganz hinten, noch kürzer vor Betlis, man glaubt es kaum wenn man da ist, gibt es eine Anlegestelle für Passagierschiffe. Der Ort ist so winzig, dass man nie auf die Idee käme, hier fahre offiziell ein Schiff davon. Diese Stelle war besonders hübsch, sie erinnert mich ein bisschen ans Verzasca Tal. Unterwasserfelsen ragen weit an die Oberfläche, bevor es dahinter tiefer wird. So entstand eine Art Badewanne mit glitschigen Steinen, die als Rutschbahn benutzt werden können.


Also; für einen heissen Sommertag, ab um den Walensee!

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