Beziehungen - Das missverstandene Geschenk
Bild/Illu/Video: Bruno Roeder

Beziehungen - Das missverstandene Geschenk

Jede Beziehung, die ich bis heute eingegangen bin zu Menschen oder Situationen und ja auch mit meinem Staubsauger (den Gedankengang möchte ich jetzt nicht nachvollziehen) oder dem Nachbars Hund hatte eine mehr oder minder starke Bedeutung für mich. Es gab einen Moment in meinem Hausfrauenleben, ich muss mich einfach zu meinem Hausgerät erklären, sonst bekomme ich eigenartige Zuschriften, da war ich nicht nur ein wenig wütend auf ihn (den Staubsauger), sondern ganz dolle wütend. Ehrlich gesagt war ich total angefickt. Warum?! Weil ich mir so unendlich minderwertig vorkam in diesem Hausfrauengedingse. Verdammte Scheisse! Ich hatte Abitur, ein Studium hinter mir und jetzt durfte ich einen Staubsauger fast täglich, kleine Kinder können echt Schweinchen sein, benutzen und alles immer schön ordentlich putzen, dass auch immer alle schön zufrieden sind. Ich hätte ausrasten können – ok, ich bin ausgerastet. Was`n scheiss Job. Unbezahlt. Immer auf Pike. Nie frei. Lago mio! War ich unzufrieden mit meiner Situation.


Spieglein, Spieglein an der Wand
Tja und dann waren da auch noch diese kleinen Gangster. Man nennt sie Kinder, die einen zur Weissglut bringen können, mit Momenten, die sich anfühlen wie Jahrzehnte. Chinesische Folter kommt dem gleich. Sie sind so niedlich wenn sie schlafen. In diesen Momenten vergisst man tatsächlich, dass man ganz kurz davor war, sie an die Wand zu klatschen, und möchte sie am liebsten herzen und knuddeln und lieb haben. Erinnert sich aber sofort, Nein! Schlafen lassen, sonst böse Gedanken und Umsetzungen!


Warum sie einen so emotionalisieren?! Sie sind unsere genialsten Spiegel! Kein Mensch auf diesem Planeten hat es jemals geschafft, mir dermassen zu zeigen, wo ich im Clinch mit mir selbst bin und es hat Momente gegeben, da hätte ich am liebsten meine Koffer gepackt und wäre abgehauen. Wahnsinn! Meine Kinder waren zu jeder Zeit meine Mentoren auf die ich mich einzulassen hatte. Kleine Menschen mit grossen Seelen durften mir bewusst machen, wo ich an mir zweifelte, nicht zu meinem Wert stand, mich versteckte, mich scheisse fand, mir selbst nicht gerecht wurde. Wo ich meinen Mund nicht aufbekam, nicht nein sagte,… eine unendliche Liste, die ich die letzten 10 Jahre abzuarbeiten hatte. Und als hätte das nicht gereicht, gab es auch noch weitere Menschen in meinem Umfeld, die mir abgespaltene Anteile meines Selbstes zeigten, die ich mir auch in mein Leben rief um mich selbst zu erkennen und selbst lieben zu lernen. Was für eine Farce! Denn ich verstand zu diesem Zeitpunkt gar nichts. Ich wollte nur noch meine Ruhe! Die bekam ich dann wieder beim Haushalt machen, aber auch da war wieder diese schon von mir erwähnte Ohnmacht. Ich konnte mir einfach selbst nicht ausweichen- es war zum Heulen!


Glücklich sein mit dem was ist
Oh, was hätte ich diesen super mentalen Satz in die Tonne kloppen können. Ich war im Widerstand mit mir und meinem Leben. Wie um Himmels Willen sollte ich auch nur ansatzweise «Glücklich sein mit dem was ist». Wer schreibt eigentlich so verkackte schlaue Sprüche?! In dem Moment willst du einfach nur die scheiss Situation verlassen und weit, weit weg.


Das Universum hatte für mich einen anderen Plan. Du bleibst wo du bist und schaust hin!


Ich nahm mich der Challenge an und schaute hin. Es war die Hölle! Ich sah Verletzungen, Enttäuschungen, Beschränkungen. Urteile und Kritik. Unendliche Tiefen meines Selbstes, die sich alle darum drehten, nicht liebenswert ja sogar gar nichts wert zu sein, wenn ich nichts bin und habe.


Tiefe unendliche Traurigkeit verspürte ich damals bei dem Gedanken, so gar nichts zu sein. Obwohl da doch ein so kluges Köpfchen in mir schlummerte und ich doch so viele tolle Zertifikate hatte. Es nutze alles nichts – ohne oder mit all dem fühlte ich mich menschlich total wertlos.


Als ich das für mich erkannte, begann ich mich aufzurichten, meine Schultern zu straffen, meinen Bauch einzuziehen (auch das muss als selbstbewusste Frau manchmal sein) und mutig vorwärts zu gehen. (Ich habe grad Bridget Jones in meinem Kopf ;)) Ich wusste es war Zeit zu heilen, meine Wunden zu sehen, zu desinfizieren und mich emotional auf ein einziges Gefühl einzulassen – die Liebe.


Der Weg ist das Ziel

Warum hat  mir eigentlich niemand gesagt, was das für ein abgefuckter Weg ist. Oh Jesses! Bin ich vielen Ich- Selbstes begegnet. Und nicht alles hat mir an ihnen gefallen. Wirklich nicht! Doch egal wie gruselig ich es empfand (und das hatte wirklich immer nur was mit mir zu tun) oder wie stark es mich auch triggerte, ich akzeptierte es. Ich wusste bei allen Schritten, die ich ging und bei jedem Mysterium, mit dem ich in Beziehung ging, das bin ich. Ich wurde zum Laufenden -  Ich – akzeptiere – Atmer! Ich atmete (gelernt im Yoga) jeden Grashalm, der in mir Widerstand auslöste um zu erkennen, dass mir nicht der Grashalm im Weg steht oder meine Kinder oder mein Mann oder sonst wer oder was, sondern ICH. ICH ganz allein. Könnt ihr euch vorstellen wie viel Überwindung das braucht?! Verrückt! Und doch tat ich es! Jeden Tag!


Falls ihr euch fragt, ob ich keine anderen Hobbies hatte?! Nein! Mir war anscheinend zu langweilig einfach nur mit den Kids zu spielen oder mir Zeit für sie zu nehmen oder einfach NUR Hausfrau zu sein. Oder was weiss ich!


Vielleicht steckte aber auch der Sinn dahinter, dennoch präsent für die Jungs zu sein, sie sich selbst beschäftigen zu lernen. Den kleinen Rackern, Raum zu schenken, um sich selbst zu erfahren und nebenbei mich nicht ganz zu verlieren in meinem Job als multifunktionierende Familienmanagerin.


Die Antwort weiss nur der Geier!

Für mich war es eine innere Reise zu mir selbst und zu meinem inneren Kind. Heute hat es wieder seinen Raum eingenommen und liebt das Leben. Es versteht meine Jungs auf seine ganz sensitive Art und Weise, setzt aber auch Grenzen, wenn ihm was zu viel wird. Es handelt frei aus seiner Intuition heraus und weiss was es braucht. Vor allem, mit wem es zusammen sein möchte und mit wem nicht. Kinder sind sehr sensibel, wenn es darum geht in welchem Umfeld sie sich aufhalten. Ist es vergiftet durch Unwahrheiten, Kritik und Urteil oder erlebt es Freiraum, sein lassen, Geradlinigkeit und Wahrheit. Mein inneres Kind hat sich entschieden und darf (Ich bin ja so happy schon gross zu sein!) sich jederzeit abgrenzen und nein! sagen, wo es selbstbestimmt hinsteht und sich den Raum nimmt. Meine Kinder dürfen das im Übrigen auch. Sind wir doch auf Augenhöhe!

In diesem Sinne wünsche ich euch eine wunderbare innere Reise zu eurem Kind, falls ihr überhaupt danach sucht. Wenn ja, sagt ihm einen lieben Gruss von mir mit Augenzwinkern! Es weiss um deren Bedeutung! Eure JC


Falls ihr euch fragt, wer meine Kolumnen als Story visualisiert und mir zur Verfügung stellt, Bruno Roeder ist sein Name.

Hier erfahrt ihr mehr über sein Wirken:


«Trägst du die Freude in deinem Herzen? Bringst du sie nach Hause, ja? Wie kommt die Freude zu dir, in dein Zuhause? Wie kommt die Freude zu dir, in deine Familie, zu deinen Freunden, zu deiner Arbeitsstelle?» Die Freude, die ihr alle erfahrt ist nämlich nichts Oberflächliches! Kommt nicht von den Dingen, den günstigen Umständen…


«Die wahre Freude entsteht aus einer tiefen Harmonie zwischen den Menschen, die wir in unseren Herzen empfinden, und die uns die Schönheit der Zusammengehörigkeit, der gegenseitigen Unterstützung auf dem Weg des Lebens spüren lässt. Diese Freude visualisiere ich für die Kunst, Medien, Industrie, jedoch vor allem für Menschen!»


Ganz nach dem Motto «Höre doch zu, denn deine eigene Geschichte kennst du ja bereits!» lass ich mir Geschichten erzählen und kreiere Ihnen Ihr ganz persönliches Kunstwerk (Digital, oder auf Leinwand). Kontaktieren Sie mich doch im ersten Schritt ganz unverbindlich...

In guten Gedanken an Sie, herzlich

Bruno Roeder


Steckbrief in eigener Sache: Bruno Roeder Zürich und Berlin:

Ich sorge durch ein wissenschaftlich fundiertes System (Online-Identitäten, Situations- und Stimmungsmanagement) für die präzisere Erreichbarkeit von Kunden im Netz. Mein Themenschwerpunkt in der Digital-Kommunikation aufgrund meiner wissenschaftlicher Erkenntnisse: Kognitive Informationsverarbeitung und Identity-Listening - Die Veränderung menschlichen Verhaltens im Netz versus analoger Welt. Co-Dozent HWZ (Business Digital-Leadership): «Identity-Listening und kognitive Informationsverarbeitung» Hohe Expertise in der Bildsprache / Visual Storytelling / Identitiy-Listening

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