Der Laden ist draussen
Bild/Illu/Video: Sandra Peters

Der Laden ist draussen

Ich glaube ja. Positives Denken erleichtert diesen Alltag ungemein. Unsere Natur hebt zu Beginn des Frühlings ihre Schätze aus der Erde. Was wir aus einem dieser Schätze machen können und wo wir ihn finden, verrate ich euch in diesem Artikel.


Es fühlt sich unheimlich toll an, wenn man sich zu einem Teil selbstversorgen kann. Mit Lebensmittel aus und von der Natur meine ich. Heute geht es um den allerliebsten Bärlauch. Er ist kein Grundnahrungsmittel. Dafür bringt er eine knallige Farbe mit sich, die nichts als Freude bereitet, einen Duft, der hungrig macht und ein Öl das Büchsenweise Tomatensugo ersetzen kann.

Bärlauch Öl lautet das Rezept:  


Dafür braucht ihr

• Bärlauch

• Olivenöl

• Salz

• Einen Mixer

• Ausgekochte Einmachgläser


Bärlauch lässt sich jetzt im Flachland finden. Genauer gesagt an Waldränder, zwischen Gehölze, unter Bäumen die ein bisschen Sonne zwischen ihre Äste lassen. Jetzt, Mitte März findet man sie bereits mittelgroß gewachsen im Bündner Rheintal. Natürlich variiert das von Ort zu Ort. Mittelgroße Blätter eignen sich am besten. Jetzt sind sie noch nicht bitter, was sie im ausgereiften Zustand sein werden. Die kleinsten Blättchen sind noch so jung, dass ihr typisch knoblauchiger Geschmack noch in der Wurzel steckt. Mit der Zeit wandert dieser Geschmack in die Blätter.


Für 30 Konfitüre Gläser haben wir zwei handelsübliche Papiereinkaufstüten voll Bärlauch gepflückt. Dazu brauchten wir ca. 4 Liter Olivenöl.


• Die Bärlauch Blätter werden gewaschen und anschließend blanchiert. Das heißt, sie werden im kochenden Wasser abgeschreckt. So behält der Bärlauch seine knallig grüne Farbe und wird nicht bitter.

• Anschließend die Blätter wie einen Waschlumpen auswinden- vom Wasser befreien und auseinanderzupfen, damit man ihn besser mixen kann.

• Ab damit in den Mixer. Halb Bärlauch, halb Olivenöl und ein bisschen Salz, je nach Geschmack.

• Gut mixen und in die ausgekochten Gläser abfüllen. (Die Gläser dürfen nicht mehr heiß sein und müssen trocken sein)

• Wichtig: Damit der Bärlauch im Glas nicht anfängt zu schimmeln, wird zusätzlich ein Schuss Olivenöl auf die Oberfläche gegeben, damit kein Kraut mehr rausguckt.

• Dunkel und kühl lagern, so hält es sich am längsten.


Tipp: Mit Pinienkernen wird das Bärlauch Öl zum typischen Pesto.

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