Bild/Illu/Video: Christian Imhof

Der Natur etwas zurückgeben

Auf dem Weidriethof von Georg Frick fand am Sonntag ein grosses Fest für die ganze Familie statt, denn im Fokus stand der sorgsame Umgang mit der Natur und der Anbau von unterschiedlichsten Dingen wie Karotten, Zwiebeln, Silomais und vielem weiteren, ohne dabei auf chemische Hilfsmittel zu setzten. Während die Erwachsenen mit Kind und Kegel das warme Wetter und die familiäre Atmosphäre auf dem grossen Hof genossen, hing die politische Prominenz mit Innenministerin Dominique Hasler, den Landtagsabgeordneten Christoph Wenaweser und Herbert Elkuch, sowie dem Gamprin-Vorsteher Johannes Hasler und Vaduz-Bürgermeister Manfred Bischof an den Lippen vom Agrarfachmann Frick.

Eine bewusste Entscheidung für Bio

Als er vor rund zehn Jahren den Weidriethof zwischen Schaan und Gamprin übernommen habe, sei es eine bewusste Entscheidung gewesen komplett auf Bio zu setzten. Mit viel Freude zählte der Landwirt Früchte-, Getreide- und Gemüsesorten auf, die alle aus seinen fruchtbaren Böden wachsen. Er habe die Bio-Entscheidung nie bereut und freue sich neben dem Anbau von Hanf, Raps und Sonnenblumen zum Gewinn von Ölen bald mit Lein, Leindotter und Mohn vor neue Herausforderungen gestellt zu werden. Diese drei Ölkulturen anzupflanzen ohne sie mit chemischen Mitteln vor Schädlingen schützen zu können, sei kein Zuckerschlecken und doch freue er sich in den nächsten paar Jahren erstmals Mohn-, Lein- und Leindotteröl der Öffentlichkeit anbieten zu können. Die Handarbeit im aktuell kleinen Rahmen in Zusammenarbeit mit der HPZ lohne sich auf jeden Fall, auch wenn sie mit den Preisen von ausländischen Produkten noch nicht wirklich und vielleicht auch gar nie komplett mithalten könnten. Dass das Fördern von Bio für Georg Frick eine Herzensangelegenheit ist und er aus Überzeugung weiter dabeibleibt, zeigte neben den angebotenen Produkten im Hofladen auch die Solarpanels, die auf dem Dach verschraubt sind, welche das Bild stimmig gestalten und aktiv auch etwas für den Umweltschutz tun.

Einen Mehrwert für die Region

Auch mit ganzem Herzen hinter der Sache stehen kann, Florian Bernardi von der Bio-Beratung Liechtenstein. Er hatte die Ehre, den Gästen aus nah und fern das Bioland Liechtenstein näher zu bringen und Hintergründe zu den nächsten Zielen des Vereins zu lüften. Neben dem grossem Fest auf dem Weidriethof zur Mittagszeit, brachte er den Zuschauern auch das Imkern gemeinsam mit Marco Jehle-Radkohl näher und schnupperte zusätzlich in Samuel Schierscher's Auhof und den Riedhof von Martin Kaiser rein. Trotz des 20-jährigen Jubiläums gibt es noch weitere Ziele des Vereinsm, denn neben dem bereits erwähnten Anbau von neuen Ölkulturen sei vor allem die Bioviehfütterung eine weitere Baustelle, bei der sie in Zukunft einiges in Bewegung setzten würden. Aktuell sei es so, dass ein Grossteil des Kraftfutters aus dem Ausland importiert werden müsse, was einen enormen ökologischen Fussabdruck hinterlasse. In Zukunft sollen Biotiere im Fürstentum regionales Futter vorgesetzt erhalten. Das bedeute, sie werden durch den Anbau von Ackerbohnen und Lupinen alternative Eiweissquellen erschaffen, welche den Import von Soja zum Beispiel stark reduzieren sollen.

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