Der Zauber von Kinderbüchern
Bild/Illu/Video: Karin Hobi - Pertl

Der Zauber von Kinderbüchern

Es waren einmal die dumme Augustine, der kleine Wassermann, die kleine Hexe, das kleine Gespenst. Und um mich war‘s geschehen. Als Kind gelesen. Als Mutter gefühlte tausend Mal erzählt. Ja, meine Kinder sind ebenfalls befallen. Vom Bücherzauber. Bis jetzt. Und unsere Alltagshighlights sind der Gang zur Stadtbibliothek und zum Buchhandel oder das Geschichtenerzählen vor dem Schlafengehen.


Erstes Entdecken
Meine beiden Kinder mögen ihre Welt ebenso kunterbunt wie ihre Mama. Zu Beginn sammelten sie die «Wieso-Weshalb-Warum»-Bücher, die jeweils in einfacher Sprache Themen behandeln und für die Kinder auch spannend sind, um sie ohne Mama und Papa durchzusehen. Aber auch das Entdecken in all den schönen Wimmelbüchern war und ist Kult. Oder die kurzen, absolut niedlichen Geschichten vom Esel «Trotro». Bald kamen dann die grossen Bilderbücher zum Einsatz. «Sonnenblumen für Mama»von Angela McAllister sowie «Opas geheimnisvoller Garten»von Luc Foccroulle gefielen uns besonders gut. Und wenn die Kinder nicht einschlafen konnten, wirkte «Gute Nacht Gorilla»von Peggy Rathmann Wunder.

Bären, Clowns und Hockeyspiele
Natürlich habe ich meine Kinder gefragt, welche Bücher sie momentan empfehlen können. Die Liste ist lang. Aber einen Ausschnitt daraus möchte ich euch nicht vorenthalten: Meine viereinhalbjährige Tochter liebt Paddington. Weil er ein Bär ist, der bei und mit den Menschen leben kann. Und unser dreijähriger Sportliebhaber hat sich «Ixi und die coolen Huskys»bis zum Umfallen erzählen lassen. Ein Hockeyspiel zwischen Huskys und Bären, das Fairness, Teamgeist und Freundschaft fokussiert. Klassiker wie «Die dumme Augustine», «Mein kleiner Esel Benjamin»oder «Jim Knopf»sind auch heute noch ständig wiederkehrende Hits. Was mein Bücherherz besonders erfreut. Oder meine aufbewahrte BASKI-Serie, bei dem das kleine Holzmännchen in roten Hosen und mit schwarzer Mähne Abenteuer auf dem Floss, im Urwald, im Zirkus und auf dem Bauernhof erlebt und die Geschichten mit grossen, bunten Fotos illustriert sind.

Der Wert des Buches
Auch Kinderbücher der heutigen Zeit stehen im Fokus. Nicht zuletzt «Schlaui und Klaui», die Kirschen im Winter suchen (Linard Bardill) oder der «Sternschnuppenberg»mit den charmanten Steinböcken Gian und Giachen. Neu entdeckt haben unsere Kinder die Abenteuergeschichten von «Teddy Eddy»und seiner Freundin Kim. Ingrid Hofer hat diese Geschichten mit Liedern und dazugehörigen Tanzvideos kreiert. Und eines ihrer absoluten Lieblingsbücher ist «Der allergrösste Bücherberg». Lukas, der unbedingt das Fliegen lernen möchte, entdeckt den Zauber der Bücher und dass er in diesen Geschichten einfach alles erleben kann. Rocio Bonilla gibt mit dieser Geschichte den Büchern genau den Wert, den sie verdienen.

Kästner, Lindgren, Ende, Blyton
Ich bin gespannt, ob das Feuer meiner Kinder auch im Lesealter noch für Bücher brennt. Ich begann damals, richtig dicke Bücher zu lesen. «Karlsson vom Dach»(Astrid Lindgren) oder «Mein Name ist Eugen»(Klaus Schädelin) und natürlich die Geschichten von Jim Knopf und Lukas, dem Lokomotivführer (Michael Ende). Besonders zum Zug kamen bei mir die Bücher von Erich Kästner. «Das doppelte Lottchen», «Pünktchen und Anton», «Das fliegende Klassenzimmer», «Emil und die Detektive», «Till Eulenspiegel». Und all die klassischen Mädchenbücher von Enid Blyton: «Hanni und Nanni», «Tina und Tini»sowie «Dolly». Wer kennt sie noch? Also mich hat Enid Blyton vom Internatsleben überzeugt. Ich verschlang auch alle ihre Abenteuerbände, die ganze Serie von «Fünf Freunde»und «Geheimnis um…». Bald folgten Charles Dickens und Mark Twain mit «Oliver Twist»und «Huckleberry Finn». Ja! Ich habe sie alle gelesen. Und ein Teil davon bleibt in unserer Familie erst mal unsterblich, denn einige Exemplare warten im Bücherregel darauf, immer und immer wieder neu entdeckt, gelesen und geliebt zu werden.

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