Bild/Illu/Video: Alessandro Pippia

Die kleine Segwaywerft in Buchs

Es ist tatsächlich eine rare Sammlung, die ihresgleichen sucht. Hier bei mir in Buchs steht gar einer von den ersten produzierten «Ninebot ES1» – Kickscooter aus China. Dies ist sicher der Erste überhaupt, den es im Rheintal gibt. Zu meiner Sammlung gehören ausserdem drei der Sportversionen der «ES2» in Grau und die zwei der seltene «ES2» Modelle in Silber (Limited Edition), welche 2017 für Deutschland ohne Strassenzulassung nur in sehr kleinen Stückzahlen produziert wurden.


Bei Segway hat es sich ausgerollt
Dass meine Sammlung auch für lange Zeit einzigartig bleiben wird in der Region oder wahrscheinlich auch in der ganzen Schweiz, ist dem Umstand geschuldet, dass der Hersteller Segway seit Juli 2020, die Produktion eingestellt hat. Es werden künftig keine Fortbewegungsmittel in diesem Stil hergestellt, weil die Nachfrage ausgeblieben ist und sie auch ein gewisses Risiko im Strassenverkehr darstellen. Ich habe mich immer gefragt, ob die E-Scooter wirklich so gefährlich sind. Komplett ungefährlich sind die kleinen Flitzer natürlich nicht, den viele von ihnen sind ohne Strassenzulassung und können eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 25 km/h erreichen. Die Modelle, die auf den Schweizer Strassen zugelassen sind, dürfen maximal 20 Kilometer pro Stunde schnell fahren. Ninebot hat deswegen extra verschiedene Modelle auf den Markt gebracht, wie zum Beispiel den Ninebot «E22D», oder der «Max G30D-2». Beide wurden speziell entwickelt, um auf Schweizer Strassen fahren zu dürfen. Diese beiden Modelle sind wohl die meistgefahrenen E-Scooter von Segway. Ich denke, wenn man mit gesundem Menschenverstand und rücksichtsvoll auf den Strassen unterwegs ist, können Unfälle vermieden werden, egal ob jetzt ein Auto, ein Velo oder ein Segway im Spiel ist. Wichtig ist mir persönlich, dass ein solcher Roller mit Strom läuft und ich somit nur eine geringe Belastung für die Umwelt darstelle.


Die Segway Ninebot ES – Serie  

Zurück zum «nerdigen» meines Berichts. 2017 baute Ninebot Segway eine Serie den ES1, ES2 und ES4-mit Zusatzakkus. Der Unterschied zwischen dem ES1 und ES2. Während der ES1 «nur» maximal 20 Km/h schnell fahren kann, erreicht der ES2 25 Km/h. Das Modell ES4 fährt sogar bis 30 km/h schnell und erreicht eine Reichweite von bis 45 Km. Dagegen kommen die  beiden ES1 und ES2 mit ihren schlappen 25 km Reichweite nicht wirklich an. Trotz dieser Unterschiede bei der Geschwindigkeit und der Reichweite fahre ich unheimlich gerne mit dem ES1 in der Gegend rum.  Er erreicht zwar nur eine Höchstgeschwindigkeit von 23 km/h, besitzt aber eine intensivere Kraft als die anderen Modelle. Einen Eco-Modus gibt es bei diesem Gefährt im eigentlichen Sinne nicht mehr. Es funktioniert mit dem «gebremsten» Modus (maximal 15 km/h), welcher sich per App weiter herunterregeln lässt. Zusätzlich kann man auch mit dem «normalen» oder Sportmodus fahren. Letztgenannter kann aktiviert werden durch das Drücken auf das rot oder weiss umrandete «S», welches auf dem Display angezeigt wird. Der Sportmodus lässt sich bei beiden Geräten, wie bei den Vorgängern mit einem Doppelklick auf den An/Aus-Schalter deaktivieren.


Federung und «Fahrkomfort»

Bei beiden ES-Scootern hat der Herrsteller auf luftgefüllte Reifen verzichtet. Das hat den Vorteil, dass man keinen «Platten» mehr bekommen kann, aber leider auch den Nachteil der schlechteren Federung. Beide kleinen Mankos kompensieren die ES-Roller durch die verbaute Federungen. Allerdings hat nur der ES2 vorne und hinten eine Federung – der ES1 kommt mit nur einer Federung im vorderen Bereich aus. Beide Modelle sind vorne mit einer 1,4 LED in der Lenkstange ausgestattet. Der ES1 ist hinten mit zwei Reflektoren ausgestattet, hingegen besitzt die Sportversion der ES2 ein Brems- und Rücklicht hinten und eine fantastische Unterbodenbelichtung, welche mit 18 LED lichter ausgestattet ist. Die Farben lassen sich flexibel in der App nach Wunsch einstellen. Beide Roller lassen sich auch durch die Ninebot App mit einem Swipeup auf und abschliessen. So kann man seinen Scooter leicht vor möglichen Diebstahl schützen.


Silberne sind rar

In der Schweiz sind die schön eleganten ES2 in Silber kaum zu finden. Ich hatte Glück und fand ein Modell, doch die Suche danach, war wie die Nadel im Heuhaufen zu suchen. Wie viele davon wirklich produziert worden sind, ist nicht bekannt. Denn viele der Verkaufsstellen, wie Media Markt oder Inter Discount wissen von dieser Silber-Edition gar nichts. Häufig findet sich im Sortiment als Alternative der graue ES2. Daher findet man eher in Deutschland silbrige ES2 in Privatbesitz. Doch nicht alles was glänzt, ist Gold oder in diesem Fall eben Silber. Denn viele der feilgebotenen Gefährte sind Occasionen und häufig auch in einem schlechten Zustand. Ähnlich sieht die Situation übrigens auch bei den Ersatzteilen aus. Da Segway seit über einem Jahr nicht mehr Roller produziert, sind Ersatzteile nur schon bei den regulären Farben schwierig zu finden. Bei der silbrigen Edition ist das Finden von Ersatzteilen in etwa so realistisch wie der Sechser im Lotto.

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