Die neue Freiheit - einfach sein
Bild/Illu/Video: Bruno Roeder

Die neue Freiheit - einfach sein

Warum lassen wir nicht einfach los und gehen neue Wege. Wer hat uns gesagt, wir dürfen das nicht oder das macht man nicht. Im Grunde kann ja jeder machen was er will. Es ist sein gutes Recht und jeder hat nur dieses eine Leben, warum soll er es mit Menschen oder Situationen vergeuden, die sich nicht mehr gut anfühlen.


Loslassen als Chance zu wachsen

Ich weiss das Loslassen das Wort der Worte ist. Es begleitet mich seit mehr als 15 Jahre als ich das erste Mal René Eglis Buch «Das LOLA – Prinzip» gelesen habe. Loslassen ist nicht sehr Gesellschaftskonform, beinhaltet es ja immerhin jemand anderen vermeintlich im Stich oder den Dingen ihren Lauf zu lassen, was nicht immer leicht ist. Und doch birgt es eine Chance, den Käfig für sich selbst zu öffnen, natürlich auch fürs Gegenüber, und ganz viel Freiheit zu schenken.


Loslassen ist eines meiner liebsten Hobbies. Es macht mich frei, das zu tun was mir entspricht und meinen einzigartigen Weg zu gehen. Sehr früh habe ich schon in der Begleitung meiner Kinder erkannt, dass loslassen ihnen ganz enorme Entfaltung und Selbstentwicklung schenkt. Sie bekommen dadurch von mir das Vertrauen ihren eigenen Weg zu gehen und ihre eigenen Erfahrungen zu machen. Natürlich stehe ich ihnen mit Rat und Tat zur Seite, falls sie das überhaupt möchten. Jedoch merkte ich schon sehr früh, sobald ich meine Jungs kontrolliere, bin ich sowas von im Kampf, den keiner gewinnt.


Ich ging in die Überzeugung, wenn sie meinen, dass sie die eine oder andere Situation so erleben wollen, sollen sie das tun. Ich erlaubte Fehler zu machen und daraus zu lernen. Denn ich bin keine Heilige und habe die Weisheit auch nicht mit Löffeln gefressen, sondern bin wie sie ein Mensch aus Fleisch und Blut und gehe auch jeden Tag einen neuen Weg, den ich bisher nicht kenne.


Freunde als Wegweiser

So richtig bewusst über meine Art so zu leben, bin ich mir erst geworden als ich Menschen begegnete, die genau dieselbe Art und Weise haben wie ich, frei sein zu lassen. Menschen, mit denen ich so sein kann wie ich bin und die keine Beschränkungen kennen. Wir leben miteinander in Co- Creation, die einfach erlaubt so zu sein und so zu leben wie es jeder Einzelne für richtig hält. Es gibt keine Beschränkungen, keine Verbote, keine Erwartungen und keine Bedingungen. Jeder geht seinen Weg auf seine Weise und ist so wie er ist. Sobald es kompliziert wird, gibt es eine kleine Verschnaufpause, man gibt sich den Raum seiner Intuition zu folgen und macht keinen Druck, sondern erlaubt dem Anderen seine Meinung und ein neues aufeinander zugehen ist möglich. Eine Freiheit, die ich bis dato so gar nicht kannte.


In der Vergangenheit gab es oft Urteile

Schon als Kind und Teenager gab ich mich dieser Freiheit hin, jedoch kam es nicht bei allen Menschen so richtig gut an. Beziehungen zu führen bedeutete: «Du musst für mich da sein. Ich brauche dich. Du musst bei mir sein.» Liebe oder Freundschaft bedeutete aneinander festzuhalten bis in alle Ewigkeit, bis das der Tod uns scheidet. «Das hast du mir versprochen!» Ich konnte dieses Versprechen sehr selten bis nie halten, da das Leben mich immer wieder an Orte und in Erfahrungen führte, die ich nicht verpassen wollte. Es war mein Leben, mich führen zu lassen um meinen Weg zu gehen. Ich konnte doch nicht für immer da bleiben wo ich jetzt bin, was für eine Eintönigkeit wäre in mir entstanden und wie langweilig hätte ich das Leben empfunden. Ich wäre heute noch in meiner Heimat Cottbus und wäre so vielen wunderbaren Menschen, Momenten nicht begegnet. Wie trostlos wäre meinem inneren Schützen dieses Hier auf der Erde sein vorgekommen. Also nahm ich es schon sehr jung in Kauf mich nicht wirklich einzulassen und meiner inneren Stimme zu folgen. Ich war nie wirklich daheim.


Ein neues Leben begann

Alles sollte sich ändern, nachdem ich das Kapitel Ehe einging und mich das erste Mal festlegte. Am Anfang war alles noch ganz ok, doch mit jedem Jahr wurde es für mich beschwerlicher das Gelübde der Ehe eingegangen zu sein. Ich wollte wieder frei sein, meinen Weg gehen. Ich wurde depressiv, wenn nicht sogar psychisch krank. Meine Seele schrie nach Freiheit, doch ich glaubte mein Versprechen halten zu müssen. Bis es nicht mehr ging und mein wunderbarer Ex-Mann, mir den Laufpass gab. Er verhalf mir in mein Leben zurück. Ein Leben, in dem ich wieder meinen Weg gehen durfte, mich wieder auf mich besann und ein neues Zuhause fand. An erster Stelle in mir, an zweiter Stelle an einem neuen Ort. Ich lernte sehr schnell neue Menschen kennen und war überrascht wie schnell mein Leben wieder an Fahrt gewann und zu einem wahren Abenteuer wurde. Ich konnte wieder machen was ich wollte, was ich mir in meiner Ehe nicht erlaubte. Es gab wieder Männerfreundschaften,  viele Gespräche, grossartige Events, Routine wurde zu einem Fremdwort und mein Leben wurde wieder aussergewöhnlich. Ich drehte mich nicht mehr im Kreis sondern durchbrach ihn und fand zu mir selbst zurück. Ich lebte wieder.


Heute umgebe ich mich mit Menschen, die mir gleich gesinnt sind. Menschen, die die Freiheit genauso schätzen wie ich. Menschen, die  mich machen lassen und so dankbar dafür sind, dass ich ihnen auch jeglichen Raum gebe. Ich bin angekommen in einer Welt, in der man einfach miteinander glücklich ist, anstatt aneinander zu klammern und Erwartungen zu stellen, für immer zu bleiben wo man ist. Ich habe mein eigenes Gefängnis wieder verlassen, was ich mir einst auf den Hintern gebunden hatte. Ich bin wie ich bin und das darfst auch du. Das ist unsere Devise.


In diesem Sinne wünsche ich dir im Monat November ein grossartiges LOSLASSEN und sollte es dir schwerfallen es zu tun, dann schau mal auf meiner Homepage vorbei.


Ich stehe dir gern mit Rat und Tat zur Seite und verhelfe dir in deine neue Freiheit, soweit du das überhaupt möchtest.

Alles Liebe, Deine JC

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