Bild/Illu/Video: Karin Hobi-Pertl

Die Vorbereitung auf ein Wunder

Yvonne und Marwin Zander sowie Janine Hosang: Alle drei gaben vergangenen Montag einen Einblick in ihre Arbeit im Zusammenhang mit der Schwangerschafts- und Geburtsbegleitung. Wie sie den Eltern ein möglichst positives Geburtserlebnis und dem Baby zu einem möglichst guten Start ins Leben verhelfen.


Der Schwangerschaft bewusst Zeit schenken

Wie so manche werdende Mutter fühlte auch Yvonne Zander Ängste und Unsicherheiten während ihrer ersten Schwangerschaft. Auch sie und ihr Partner hatten ihre Themen und nicht alles lief immer rund. Aber sie haben es geschafft, mit den Geburten ihrer beiden Kinder im Frieden zu sein und sie in guter Erinnerung zu haben. Und nun hilft Yvonne Zander mit dem Wissen, dass eine Geburt auch positiv verlaufen kann, werdenden Müttern dabei, die Verbindung zu ihrem Baby zu stärken, ihrer weiblichen Intuition zu vertrauen und sich ihrer Schöpferkraft bewusst zu sein. «Damit sie sich dem Geburtserlebnis voll hingeben können», sagte sie, «und dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine spontane Geburt oder einen Kaiserschnitt handelt.» Yvonne bietet Gruppenkurse und Einzelcoachings an. Dabei vermittelt sie alle nötigen Informationen rund um das Geburtsgeschehen und die körperlichen Vorgänge. Aber auch Ängste dürfen angeschaut und Vertrauen in sich und seinen Körper aufgebaut werden. Unter anderem mit Tiefenentspannung, Atemtechniken und Visualisierungsübungen. Der mentale Geburtskurs bei Yvonne Zander bietet die ideale Gelegenheit dazu, der Schwangerschaft bewusst Zeit zu schenken. Bestenfalls auch gleich mit dem Partner, um dabei auch seinen wichtigen Part während der Geburt miteinander zu definieren.


Eine Doula – beratend, unterstützend und aufklärend

Mit den Worten «Die Geburt ist eine Teamleistung» machte Yvonne Zander die ideale Überleitung zur Vorstellung von Janine Hosang, Doula und Geburtsbegleiterin. Janine Hosang trug schon lange den Wunsch in sich, Teil dieses Teams zu sein und werdende Mütter und Väter auf ihrem Weg zu begleiten. «Als Doula bin ich eine Vertrauensperson auf Zeit, die unterstützend, beratend und aufklärend zur Seite steht», erklärt sie. Und als dreifache Mutter bringt sie die notwendige Erfahrung mit, einfühlsam auf die Wünsche der Frauen mit Babybauch einzugehen. Sie betont aber auch klar, dass das Paar ihren eigenen Weg finden darf und sie als Doula keine Entscheidungen für jemanden fällt. Sie baut ein Vertrauensverhältnis auf und lernt so während der Schwangerschaft deren Bedürfnisse, Wünsche und Ängste kennen. Und genau darauf geht sie ein und unterstützt sie in ihren Wünschen. Auch während der Geburt. Was sich gerade für den Partner, der sich neben seiner gebärenden Frau oft hilflos vorkommt, sehr entlastend auswirken kann. «Eine Frau gebärt in ihrem Leben ja nicht so oft. Es lohnt sich, sich für die ganze Vorbereitung Zeit zu nehmen», sagte Janine Hosang.


Homöopathie rund um die Schwangerschaft

Sich diese Zeit zu nehmen, empfiehlt auch Marwin Zander, diplomierter Homöopath, dessen Begleitung während und nach der Geburt sich schon oft bewährt hat. Bei der Mitbehandlung von Themen wie Schwangerschaftsdiabetes über Lösen von Blockaden als Vorbereitung für die Geburt bis hin zur interdisziplinären Begleitung einer Schwangerschaftsvergiftung. Rund um den Geburtstermin steht Marwin Zander, sofern das gewünscht wird, telefonisch auf Pikett zur Verfügung und bereits mehrere Male wurde diese Hilfe von der Hebamme in Anspruch genommen. Beispielsweise bei nicht eintretenden Wehen nach dem Blasensprung oder wenn die Geburt nicht mehr vorwärts ging. «Das vorherige Kennenlernen spielt für die spontane Hilfe eine wichtige Rolle», erklärt Marwin Zander. Darum empfiehlt er mindestens ein Gespräch während der Schwangerschaft und noch eines kurz vor der Geburt. Und wie sieht die Hilfe des Homöopathen nach der Geburt aus? Dann geht es oft um die Unterstützung der Rückbildung oder um die Mitbehandlung von Verletzungen (Risswunden, Kaiserschnitt usw.) in Zusammenarbeit mit einer kompetenten medizinischen Betreuung. Aber auch Brustentzündungen oder andere Nachgeburtsbeschwerden können ohne Medikamente, die dem Baby über die Milch übertragen werden können, ganzheitlich behandelt werden.


Vorbereitung ab wann?

Yvonne Zander empfiehlt, sich ab der 20. Schwangerschaftswoche mit der Vorbereitung auseinanderzusetzen, sodass bereits in der Schwangerschaft das Wissen und die Werkzeuge aus den Kursen in den Alltag integriert werden können. «Aber jeder Zeitpunkt ist möglich», sagte sie, «die Menschen funktionieren unterschiedlich und einige brauchen den Druck der letzten Schwangerschaftswochen, um sich dafür umso intensiver damit zu befassen.» Die Frage wurde in die Runde gestellt, ob die Krankenkasse den Geburtsvorbereitungskurs übernimmt. «Dies ist je nach Krankenkasse und Zusatzversicherung sehr unterschiedlich und am besten direkt mit der eigenen Versicherung abzuklären.», erklärte Yvonne Zander.

Daten, Kosten, Kontaktdaten und weitere Informationen sind hier zu finden:Yvonne Zander, Janine Hosang, Marwin Zander.

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