Bild/Illu/Video: Sandra Peters

Ein Hauch Griechenland auf Hochrugg

Wo es wohl diese Woche hin gehen wird? ... Vielleicht nach Griechenland?


Nachdem wir wieder ein opulentes Frühstück genossen hatten und mit Lunchpaketen im Gepäck loszogen, rätselten die Kinder noch immer, wohin die heutige Reise geht. Wir fuhren in Richtung Walensee, den unsere Kids schon gut kennen. Doch dort endete unsere Reise noch lange nicht, denn ab hier wurde es richtig spannend, da wir immer weiter nach oben fuhren. Die Strasse wurde kurvenreicher und enger; für ein Kind mit Reisekrankheit, war bereits dies ein kleines Abenteuer. Als wir schliesslich bei der Klinik den kleinen Waldparkplatz erreichten, wanderten wir die letzten knapp 3 km steil bergauf und kamen an zwei kleinen Bergbeizen mit Kühen und sogar Lamas vorbei. Dieser Weg war bis kurz vor unserem endgültigen Ziel asphaltiert, was etwas bequemere Touristen wohl so attraktiv fanden, dass sie bis ganz nach oben auf vier Rädern fuhren. Wir entschieden uns ungefähr von der Mitte aus zu wandern, da wir mit einem Tragekind und einem Kindergartenkind unterwegs waren. Man kann jedoch auch direkt vom Walensee aus starten.


Auf unserer Wanderung spielten wir das Spiel: «Ich sehe was, was du nicht siehst» allerdings wandelten wir es so ab, dass immer nur etwas gesucht wurde, was direkt gerade aus vor uns lag. Derjenige, der es erraten hatte und als erster dort ankam, durfte die nächste Rätselaufgabe stellen. Wollten wir als Eltern etwas Ruhe geniessen, spielten wir «Tierstimmen lauschen und erraten.» Dazu mussten alle ganz leise sein, damit man die Tiere besser hören kann. Gewonnen hatte derjenige, der die meisten Tierstimmen erraten und zuordnen konnte. Er oder sie darf morgen das Wellnessprogramm bestimmen. So verging unsere Wanderung bis hoch über den Walensee ziemlich entspannt.


Oben angekommen gibt es einen Parkplatz mit Aussicht auf den Walensee und einer Wanderkarte. Das Campieren oder über Nacht parken ist dort allerdings leider verboten. Auch Gleitschirmflieger dürfen diesen Platz nicht als Abflugort auswählen. Dafür wird man mit einem super schönen Aussichts-Grillplatz über dem Walensee belohnt und es gibt auch eine mobile Dixi-Toilette bei der Grillstelle.


Doch für uns ging es nach dem Geniessen der tollen Aussicht immer noch weiter. Vorbei an einer kleinen Maiensäss-Siedlung und Kühen kamen wir endlich an unser heutiges Reiseziel. Wir erreichten das Paxmal, ein Friedensdenkmal von Karl Bickel, einem Schweizer Künstler, erbaut zwischen 1924-1949. Dieser Ort ist schon etwas Besonderes. Man hat das Gefühl, in einem griechischen Tempel zu sein und das mitten in den Schweizer Bergen. Unterhalb der Churfirsten, mit einem gigantischen Blick auf den Walensee und über das Sarganserland.


Wir haben uns in diesen Ort sofort verliebt, so dass wir gar nicht bemerkten, wie das Wetter langsam umschlug. Es wurde plötzlich windig und ungemütlich und wir entschlossen uns ziemlich zügig wieder zurück zum Auto zu laufen, bevor wir dann das sich anbahnende Gewitter in den Bergen erleben müssten. Was sicherlich auch ein eindrückliches Erlebnis gewesen wäre, uns aber mit zwei kleinen Kindern doch zu riskant war. Wir schafften es zwar nicht mehr ganz trockenen Fußes zum Auto, doch immerhin kam das Gewitter und der erste Donner erst, als wir das Auto schon in Sichtweite hatten. Wir hatten heute also wirklich einen spannenden und schönen Tag und einen wirklich beeindruckenden Ort kennengelernt.


Auf dem Heimweg kam dann der Hunger, denn das Grillen bevor wir uns auf den Rückweg machen wollten, fiel ja sprichwörtlich ins Wasser. Also gönnten wir uns einen Zwischenstopp in einem Burger Drive In... Immerhin haben wir ja Urlaub und wer möchte da schon, nach so einem Tag noch kochen?

Am nächsten Tag war das Wetter noch immer nicht sonderlich einladend für einen Ausflug. Daher entschieden wir uns für einen faulen Urlaubstag im Familien Resort. Es gab das Frühstück im Bett und die Kinder durften wieder das Kinderanimationsprogramm nutzen. Dort wurden ein paar freche Urwaldbewohner gebastelt.


Da unsere Tochter gestern die meisten Tierstimmen gehört und zugeordnet hat, durfte sie heute das Wellnessprogramm bestimmen. Sie wünschte sich eine Handmassage (Massage Verse sind bei ihr gerade der totale Hit – sehr zur Freude von mir) und Maniküre. Also haben wir uns gegenseitig die Hände massiert und die Fingernägel angemalt. Beim Nägel lackieren war sogar unser Sohn dabei. So durfte die große Schwester ihm auch die Nägel lackieren. Was für ein Spass.


So ließen wir den Urlaubstag ganz relaxt im Pyjama und mit wunderschönen Fingernägeln ausklingen.

Wer die frechen Urwaldbewohner nach Basteln möchte oder das Gedicht für die Handmassage möchte, habe ich hier die Anleitungen dazu


Freche Urwald – Bewohner

Dazu brauchst du für das Äffchen:

- 1 längliche Erdnuss

- 4 Holzperlen klein (Füsse und Hände)

- 1 Holzperle gross (Kopf) ca. 8mm Durchmesser

- Papierdraht (wir hatten nur Pfeifenputzer)

- Acrylfarbe dunkelbraun (sowie Rot für die Nase)

- Tonpapierreste

- Bastelfilz

Die Erdnuss malst du braun an. Die Holzkugel für den Kopf malst du dein Äffchengesicht drauf. Die Ohren schneidest du aus Tonpapier auf und klebst sie mit Heisskleber an den Kopf.

Dann bohrst du mit ‘nem Zahnstocher 4 kleine Löcher für die Arme und Beine, wo du dann deine mit Holzperlen versehenen Arme und Beine aus Papierdraht oder Pfeifenputzer reinsteckst. Wir haben es noch mit Heisskleber verstärkt. Den Schwanz klebst du nun am Rücken deines Äffchens fest und nun kannst du noch aus Bastelfilz ein Schal für dein Äffchen ausschneiden und die Erdnuss mit Heisskleber am Kopf fest machen. Dann noch einmal den Schal drum rum und fertig ist dein Äffchen.

Zebra/Giraffe

- Je 2 Erdnüsse (1 kleine rund für den Kopf und 1 längliche für den Körper)

- Je 5 Zahnstocher

- Acrylfarbe (weiss und schwarz für Zebra, Gelb, hellbraun für die Giraffe)

- Bastelfilz schwarz für’s Zebra

- Bastelfilz gelb für die Giraffe

- Je 4 Holzperlen für die Füsse

- Je 2 Wackelaugen

- Für die Giraffe braucht es noch 2 gelbe Wattekügelchen auf Zahnstocher

Nun malst du deine Erdnüsschen, sowie die Zahnstocher in dem gewünschten Tier Design an und klebst die Wackelaugen auf den Erdnusskopf und fixierst die Ohren deines Tieres. Ich habe auch wieder Heisskleber verwendet.

Mit einem Zahnstocher bohrst du vorsichtig 4 kleine Löcher für die Beine in die längliche Erdnuss und eines für den Hals.


Dann fixierst du wieder mit Heisskleber die Füsschen an den Zahnstochern. Dann kannst du die Beine und Füsschen am Körper festkleben. Achte darauf, dass dein Tierchen darauf gut und stabil stehen kann. Nun verbindest du den Körper mit dem Kopf. Ebenfalls mit dem Zahnstocher. Achte dabei darauf, dass das Grössenverhältnis einigermassen passt.

Viel Spass beim Nachbasteln!


Mama Hand Massage

Jede Zeile 2 Mal sagen..einmal sag ich sie vor, dann wiederholt sie mein Kind...so kann ich länger die Massage geniessen…


Liebs Mami gib mer dini Hand.

Mer gönd jetzt is Massageland.


Ich massiere zerscht de Duuma

und danke der fürs viiel Rumme.


Jetzt chunt de Zeigefinger drah,

wo mängisch scho chli schimpfe cha.


De in de Mitte chunt jetzt au no drah

de muesch du fers Putza ha.


De Ringfinger hät au a Massage z guat,

will er bim Choche hälfe duet.


De chlini Stumpe ja ned vergässe.

De duet mit dir doch d Wösch au wäsche.


Jetzt schüttle ich dini Hand ganz fiin.

Denn chunt d Creme wie en Liim.


Die schmöckt fein, die duet guet...

mhhhh

Themenverwandte Artikel

Der gefundene Schatz!
Bild/Illu/Video: Milena Rominger

Der gefundene Schatz!

Ausflug in die Nähe
Bild/Illu/Video: Rita Rohner

Ausflug in die Nähe

Stay Home Holiday Check
Bild/Illu/Video: Sandra Peters

Stay Home Holiday Check

Ein Erfahrungsbericht zur Schatzalp
Bild/Illu/Video: Milena Rominger

Ein Erfahrungsbericht zur Schatzalp

Ein Hauch Peru in Triesenberg
Bild/Illu/Video: Sandra Peters

Ein Hauch Peru in Triesenberg

Botanisieren mit der Kamera
Bild/Illu/Video: Rita Rohner

Botanisieren mit der Kamera

Empfohlene Artikel