10 George 10 Lange Nacht der Museun 10 Maramber
«Fasching»
Bild/Illu/Video: zVg.

«Fasching»

Ich bin neu in der Stadt, habe für einen Job von Düsseldorf nach Nürnberg gewechselt, komme quasi aus einer Karnevalhochburg. Da ist der Fasching hier schon etwas gemächlicher, was mich überhaupt nicht stört. Egal ob Fasching oder Karneval mir sind diese Spektakel einfach zu laut und auch irgendwie zu dumm. Allein schon der Stuss im Fernsehen, jedesmal die gleichen Deppen. Zugegeben, es sind schon ein paar lustige und aktuelle Büttenreden dabei, wenn nicht alles so lang gezogen wäre. Es wird dazwischen immer wieder zum Schunkeln, Saufen und Grölen animiert.


Ich muss verrückt sein, jetzt hat mich meine neue Kollegin Tanja überredet, mit ihr auszugehen. Warum habe ich nicht Nein gesagt? Fasching und Verkleiden sind eigentlich nicht mein Ding. Aber was tut man nicht alles, um neue Freunde zu finden. Man muss sich unters Volk mischen, um sich einen neuen Bekanntenkreis zu erschließen, beim daheim Rumsitzen lernt man niemanden kennen. Warum habe ich überhaupt die Stelle hier in Nürnberg angenommen. Ja sicher, ist eine Superchance für mich, um weiterzukommen, und besser als in einem Kaufhaus für einen Hungerlohn zu arbeiten ist es ohnehin. Immerhin habe ich BWL studiert, das ist doch etwas, womit man was anfangen kann, dachte ich zumindest. Dass der Markt dermaßen überschwemmt ist, war mir lange nicht klar. Meine neuen Kollegen und Kolleginnen sind Sie ja alle sehr nett, aber warm werde ich nicht mit den Leuten. Allein schon der Dialekt ist für mich ziemlich ungewohnt. Zum Glück ist da meine Kollegin Tanja, eine aus Hamburg Zugezogene und schon fünf Jahre in Nürnberg. Wir waren uns auf Anhieb sympathisch, verstehen uns gut.


Tanja gab einfach keine Ruhe, bis ich zusagte. «Simons Freund Chris kommt auch mit», nuschelt sie mit einem verträumten Lächeln.

«Davon habe ich nichts, Tanja.»

«Chris ist ein richtiges Schnittchen», säuselt sie verträumt.

«Willst Du mich am Ende verkuppeln, Tanja?»

«Wieso? Nein. Ich sag ja nur, dass er spitzenmässig aussieht.»

«Aufs Aussehen kommt es nicht an, Tanja. Ich such mir meine Männer selbst aus», gebe ich ihr zu verstehen. Naja, zugegeben mit Supertypen habe ich einschlägige, schmerzhafte Erfahrungen gemacht. Eigentlich will ich keinen Mann, will lieber Single bleiben.


Kurz nach meinem Umzug lernte ich Til kennen. Es war einer der letzten sommerlichen Tage im September. Am Rothsee wollte ich noch einmal Sonne tanken, bevor der Herbst Einzug hält. Dem Typ, der sich neben mich legte, schien es genauso zu gehen. Wir kamen sofort ins Gespräch, er war total nett und sah zudem auch noch ganz passabel aus. Der Pfosten klotzte ganz schön ran, schien ihm ernst mit mir zu sein. Ich dachte wirklich, dass er so alleine ist, wie ich es war. Wir verabredeten uns für das nächste Wochenende, das Mannsbild war sehr charmant und liebenswert. Zunächst trafen wir uns in der Bar neben seiner Wohnung. Ich hatte nur zwei Drinks, allerdings wurde ich das Gefühl nicht los, dass es mehr gewesen wären. Eigentlich lasse ich mich nicht so schnell von einem Typen überreden. So blöd war ich wahrscheinlich nur, weil ich mich einsam fühlte und mir meine Freunde und die Familie fehlten. Klar, dass wir in seinem Bett landeten, wir verbrachten das ganze Wochenende zusammen. Dieser Macker war aber der größte Reinfall meines Lebens, denn am Sonntagabend kam die große Ernüchterung für mich. Til Forster, so war sein Name, servierte mich eiskalt ab. «Es war sehr schön mit dir Linda aber besser Du gehst jetzt. Du brauchst auch nicht wiederzukommen», grinste er mit einem fiesen, überheblichen Grinsen, wie es nur ein Mann zustande bringen kann.


Til öffnete die Wohnungstür und schob mich quasi in den Flur hinaus. Ich war so perplex, dass ich beinahe meine Handtasche mit all meinen Papieren und Schlüsseln vergessen hätte. Auf dem schnellsten Weg rannte ich die Treppe hinunter, eilte zu meinem Wagen und fuhr nach Hause. Aufgewühlt und stinksauer kam ich in meiner Wohnung an, setzte mich mit angezogenen Beinen auf mein Bett. Selbst Schuld, Linda, wieso hast Du dich auch gleich mit ihm eingelassen.


Dieses Wochenende blieb lange in meinem Gedächtnis haften. Ich weiß nicht, ob wir denselben Weg zur Arbeit hatten, aber wir begegneten uns beinahe täglich. Stets hatte er dieses arrogante Männergrinsen im Gesicht. Wenn ich nicht so ein friedlicher Mensch wäre, hätte ich es ihm aus der Fresse geschlagen. Ich zwang mich dazu, ihn zu übersehen, einfach durch ihn hindurchzublicken. Lieber sah ich mir die Auslagen der Läden an oder suchte etwas in meiner Handtasche. Einmal stand er im Supermarkt direkt hinter mir, ich spürte dieses aasige Grinsen auf meinem Rücken. Muss dieses arrogante Mannsbild unbedingt da einkaufen, wo ich bin.


Jetzt stehe ich hier und verwandle mich in eine Hexe. Hastig ziehe ich den braunen Stufenrock an, darüber trage ich ein braun-beige gestreiftes Oberteil. Da mein Chef noch dringend einige Unterlagen brauchte, bin ich spät dran. Ist bloß wieder Schikane, denn heute ist Freitag. Ich glaube nicht, dass er am Wochenende arbeitet. Über die zerrissene, mit Flicken aufgepeppte, grüne Leggings ziehe ich meine Schnürstiefel. Meine lockigen roten Haare toupiere ich zu einer wilden Mähne. Nun klebe ich mir eine Warze auf die Nase und einen schwarzen Leberfleck links auf die Wange. Soll ich den blöden Hexenhut nehmen? Irgendwie ist der ja so was von lästig. Es läutet sturm. Das muss Tanja sein, Sie holt mich ab, damit ich auch ja komme, meint Sie. Ich entschließe mich dazu den Hut aufzusetzen, nehme meinen Hexenbesen und eile nach unten. Tanja steht mit ihrem Verlobten und dessen Freund vor dem Haus.


«Hey, Linda.»

«Selber hey.»

«Siehst gut aus, hast die Hexe toll hinbekommen.»

«Danke. Du siehst irgendwie zum Fürchten aus, in deinem Gothic Outfit.» Tanja ist ganz in Schwarz, wie ein Grufti gekleidet. Das Gesicht weiß wie Quark geschminkt, die Augen schwarz umrandet.

«Das hier ist übrigens Simon.»

«Hallo Simon, ich bin Linda. Hab schon viel von dir gehört.»

«Ach ja. Hoffentlich nur Gutes.»

«Klar.»

«Hallo ich bin Chris», meint Simons Freund.

«Chris für Christian?»

«Christoph, Christoph mit ph.»

«Freut mich Christoph.»

Simon, Tanjas zukünftiger Mann, war zu Merlin und Christoph, sein Freund, zum Vampir mutiert. Christoph ist ziemlich groß, also mindestens 1,80. Das Mannsbild trägt eine schwarze Lederhose, einen schwarzen Pullover und darüber den obligatorischen Vampir-Umhang. Seine Füße stecken in Biker-Stiefeln.

«Kann‘s losgehen, Leute?», plappert Simon. «Dann steigt mal ein. Wir fahren erstmal zum Parkhaus am Markt, da gibt es sicher genug freie Plätze.» Wir haben Glück, können direkt an der Ausfahrt parken.

«Gut, dass wir so früh dran sind. In einer Stunde sind sicher alle Parkplätze belegt,» meint Tanja.

«Merkt euch den Platz, damit ihr ihn wiederfindet, falls wir uns irgendwie verlieren sollten.»

«Ja, ja», meckert Chris. «Wozu haben wir unser Handy?» Zügig verlassen wir das Parkhaus, marschieren Richtung Hauptmarkt.

«Wohin sollen wir gehen?»

«Was haltet ihr davon, wenn wir zuerst bei den Katakomben vorbeischauen.»

«Sind die denn offen?», will Christoph wissen.

«Logisch“, äußert sich Tanja. «Ich habe einen Bekannten, der ist für die Öffnung zuständig. Die sollen extra für den heutigen Tag hergerichtet worden sein.»

«Na, dann nix wie hin.» Auf dem Weg dorthin albern und toben wir herum. Hin und wieder versuchen wir, ein paar nicht verkleidete Passanten zu ärgern. Der Eingang zu den unterirdischen Gängen ist mit riesengroßen, künstlichen Spinnen und Netzen dekoriert. Ein menschengroßer Vampir hängt neben der Pforte.

«Ich glaub, ich geh da nicht rein», nuschle ich.

«Angst?», fragt Chris.

«Ja. Ich hasse Spinnen», flüstere ich ihm zu. „Bei dem Anblick der Viecher bekomme ich sofort eine Gänsehaut.»

«Die sind nicht echt», grinst er.

«Weiss ich. Das nützt aber nichts.»

«Ich vertreibe Sie für dich», zwinkert er mir zu. Christoph ist sehr nett und gut aussehend noch dazu. Tanja hat nicht übertrieben, als Sie ihn als einen super Typ beschrieb.

«Na, gut. Aber wenn ich drinnen so ein Vieh sehe, gehe ich sofort wieder.» Tanja und Simon tuscheln.

«So ein Schisser wie Du ist mir noch nicht untergekommen», nörgelt Simon.

«Ihr habt gut reden, ich kann nichts dafür, dass ich Angst vor den achtbeinigen Monstern habe», versuche ich mich zu rechtfertigen.

Vorsichtig betrete ich mit meinen neuen Freunden den unterirdischen Gang. Mit eingezogenem Kopf sehe ich mich erstmal nach allen Seiten um. Keller, dunkle Räume und Gänge waren mir schon immer unheimlich. Ich bekomme jedes Mal ein mulmiges Gefühl, wenn ich solche Räume betrete. Es riecht nach Moder und nach Tod. In dem Kellergewölbe geht es bereits voll ab, scheinbar hat sich die ganze Stadt zum nächtlichen Treiben versammelt. Geister, Monster, ein Wooki und sogar Darth Vader treffen sich hier zum Unsinntreiben. Die Getränke sehen allesamt etwas merkwürdig aus, wie ihr Name schon sagt. Sie enthalten aber nichts anderes als Alkohol, Säfte und Eis, deren Zutaten mit einem Passierstab verquirlt werden.


Ein Gemisch aus gequirlter Sahne, Zitronensaft, Gin und Crasheis, sieht aus wie Pantherspucke und heißt auch so. Der Monsterschleim scheint ähnlich zu sein, nur etwas grünlicher. Wahrscheinlich ist es dasselbe Gemisch, nur mit Minze. Ich entscheide mich für eine Vampirambrosia, die ist nicht so ekelig. Es handelt sich um eine Mischung aus Campari, Tomatensaft und Erdbeersirup. Nach einer Weile des Herumtanzens und Schreiens haben wir erst mal genug. Die Luft in den Gängen ist dermaßen stickig geworden, dass man kaum atmen kann. Draußen angekommen tut uns die frische, kühle Nebelluft erst einmal gut. Wir entschließen uns in Richtung Innenstadt zu laufen, wollen wissen, was überall abgeht. Am Pegnitzufer ist der Nebel so dick, dass man alles nur noch schemenhaft wahrnehmen kann. Die Straßenlaternen tauchen die Umgebung in ein milchiges Licht. Irgendwie passt der Nebel zu unseren Kostümen. Wohin wir auch gehen, in jedem Lokal, welches wir betreten, geht es sehr ruhig und gesittet zu. Wir sind enttäuscht, dass nirgends so richtig die Post abgeht. Zumindest meine drei Begleiter hatten sich mehr Action erwartet. Mir ist das ganz recht, ich mag es nicht so laut und wild. Ich setze mich lieber an einen Tisch und unterhalte mich. Wir überlegen, wohin wir jetzt gehen sollen.

«Wie wäre es, wenn wir über den Friedhof bummeln?», schlägt Simon mit dämonischem Grinsen vor.


«Du immer mit deinen saublöden Ideen, Simon», nörgelt Chris.

«Wieso saublöd? Ist doch ne tolle Idee», meint Tanja.

«Nee, Simon da kannst Du alleine hin», mokiere ich mich.

«Du bist eine Spaßbremse, Linda.»

«Mag sein, Tanja. Mir fallen gerade die Horrorgeschichten über Friedhöfe wieder ein, die mir mein Bruder, der Kotzbrocken, immer vor dem Schlafengehen erzählt hat.»

«Mein Gott, Linda, das sind nur Geschichten», nörgelt sie verärgert.

«Trotzdem gehe ich da nicht mit. Mir reicht schon das Spinnennetz-Hologram aus den Katakomben. Mir läuft jetzt noch die Gänsehaut auf, wenn ich nur daran denke.»

«Ich gehe da auch nicht mit», erklärt Christoph ernst. «Friedhöfe sind mir schon am Tag unheimlich.»

«Einige Leute aus den Katakomben kommen auch hin. Wir sind nicht alleine dort», meint Tanja.

Wahrscheinlich glaubt Tanja, dass Sie uns zwei Langweiler dazu überreden kann.

«Das ändert nichts daran, ich gehe auf keinen Fall mit», knurre ich.

«Gut, dann gehen wir eben alleine», bestimmt Simon gut gelaunt und angeschickert.

«Wir gehen außen herum und warten am Ausgang auf euch», schlägt Christoph vor.

«Ja, ihr Spielverderber», murrt Tanja, die gewiss auch nicht mehr ganz nüchtern war. Zügig marschieren wir zum Johannisfriedhof. Natürlich ist das Tor in der Nacht verschlossen, der Zaun ist aber leicht zu überwinden. Tanja bleibt mit ihrem langen, schwarzen Kleid hängen. Ein Stück des Stoffes flattert am Zaun. Ich höre Sie fluchen, bevor die beiden Hirnis in der Dunkelheit verschwinden.

Christoph schlendert mit mir zur anderen Seite des Friedhofes.

«Die beiden ticken doch nicht richtig, Chris», versuche ich mich zu verteidigen. Ich bin nämlich ein wirklicher Angsthase. Ich habe mich schon oft gefragt, woran das wohl liegt. Wahrscheinlich kommt es daher, dass meine Eltern überaus ängstlich waren und ich vieles nicht durfte. Meine beiden Erzeuger hatten immer Angst, dass mir etwas Schlimmes zustoßen könnte. Ein Wunder, dass ich überhaupt alleine in eine andere Stadt gezogen bin.


«Ja, schon irgendwie. Ich bin für vieles zu haben, aber das geht zu weit. Ein Friedhof ist kein Platz für Spässe, da schlafen die Toten», pflichtet er mir bei.

«Kann es sein, dass die beiden angesäuselt sind und sich deshalb dazu überreden liessen.»

«Ich glaube schon, sonst sind sie nicht so doof.»

Am Tor auf der anderen Seite angekommen, warten wir auf unsere Freunde. Die beiden wollten sich in einer Stunde wieder mit uns treffen, so haben wir Zeit uns zu unterhalten und uns näher kennenzulernen.

«Was treibt dich eigentlich in unser schönes Frankenland, Linda?»

«Mein Job.»

«Gibt es bei dir zu Hause keinen?»

«Mich wollte niemand.»

«Ich hab gehört, Du hast studiert.»

«BWL, war aber ein Schuss in den Ofen, da hätte ich mich gleich arbeitslos melden können.»

«Ich habe Werkstoffkunde studiert.»

«Klingt interessant. Hast Du Geschwister, Chris?»

«Nein, leider.»

«Hättest Du gerne welche?»

«Ja. Eine Schwester hätte ich gern gehabt.»

«Warum? Ist doch schön alleine.»

«Ich teile nicht gern, bin ein kleiner Egoist und habe ein einnehmendes Wesen. Das wäre anders, wenn ich kein Einzelkind wäre.»

«Aha.»

«Du hast wenigstens einen Bruder.»
«Nicht nur den Chris. Ich habe insgesamt 3 Geschwister. Ich bin das dritte Kind von vieren. Meine beiden älteren Brüder sind aber von einem anderen Mann. Der erste Mann meiner Mutter ist tödlich verunglückt. Er stand im Stau auf der Autobahn am Ende einer Schlange. Ein LKW konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen, donnerte auf ihn drauf und hat ihn zerquetscht. Ich habe noch einen kleinen Bruder. Der ist 2 Jahre jünger als ich.»

«Wie alt ist er?»

«Dann hättest Du auch gleich fragen können, wie alt ich bin», antworte ich lachend. «Ich bin 27.»

«Danke. Ich bin 30. Du hattest es sicher nicht leicht als einziges Mädchen.»

«Ich bin es gewohnt zu kämpfen, wenn ich etwas haben will. Ich weiß, was es heisst, hart zu arbeiten.»

Die Zeit vergeht, Tanja und Simon tauchen nicht auf.

«Die sind längst überfällig, die wollten schon vor einer halben Stunde hier sein. Ich bin stinksauer auf die beiden.»

«Die werden die andere Gruppe getroffen haben, wahrscheinlich haben Sie die Zeit übersehen. Hoffentlich machen Sie keinen Blödsinn. Ich wette, die verarschen uns.»

«Ist aber ein schlechter Scherz», murre ich grantig.

«Ich hab keine Lust mehr zu warten», meckert Chris. «Ich ruf jetzt an.» Er drückt auf die Anruftaste, lässt es klingeln, bis sich die Box meldet. Mein Begleiter spricht aufs Band, an seinem Tonfall merke ich, dass er sauer ist. «Wo seid ihr? Das ist nicht mehr lustig. Wir gehen jetzt zum Frizz, ihr könnt ja nachkommen.»

Aber auch im Frizz warten wir vergebens. Wir machen uns zum Parkhaus auf, wollen sehen, ob Sie vielleicht unsere Nachricht nicht gehört hätten und wie verabredet im Auto warten. Fehlanzeige. Wir versuchen es noch einmal, die beiden über das Handy zu erwischen. Niemand meldet sich. Ratlos sehen wir uns an.


«Was mach ich jetzt? Ich wollte bei Simon übernachten, ich könnte mir ja ein Zimmer nehmen, aber mein Geldbeutel, mitsamt der Kreditkarte liegt bei Simon daheim. Ich habe nur ein paar Euro dabei. Für die Öffentlichen ist es auch schon zu spät.»

«Wohin musst du?», will ich wissen.

«Nach Kornburg. Ich kann ja trampen», meint Chris.

«Wenn Du mir versprichst, dich anständig zu benehmen, kannst Du auf meiner Couch schlafen.»

«Sehe ich so aus, als ob ich mich nicht benehmen könnte?», entrüstet er sich.

«Ich kenne dich erst seit ein paar Stunden. Wer weiß das schon.» Auf jeden Fall bist Du supernett und siehst rattenscharf aus. Von solchen Männern kann man einiges erwarten. Wir rufen uns ein Taxi und fahren zu mir. Es ist sowieso besser, dass Simon und Tanja nicht am Auto gewartet haben, sicher haben die schon reichlich Alkohol intus, da können die beiden ohnedies nicht mehr fahren. Zudem ist heute mit verstärkten Kontrollen zu rechnen.

Ich wohne am Marienbergpark. Dort habe ich eine schnuckelige 3-Zimmerwohnung gemietet. Hier sind die Preise noch moderat. Vorsichtig schiebe ich die Eingangstür zu, bis sie ins Schloss einrastet.


«Sei bitte leise, Chris», flüstere ich. «Der aus dem Erdgeschoss ist ein Choleriker. Der hört die Flöhe husten. Der regt sich tierisch auf, wenn jemand zu laut auf die Stufen tritt.» Leise und bedächtig gehen wir die Stufen hoch. Beinahe geräuschlos öffne ich die Wohnungstür. «Komm rein.» Christoph sieht sich um.

«Schön, wirklich schön, deine Wohnung. Unheimlich gemütlich.»

«Mein Gästezimmer ist noch nicht eingerichtet, sonst könnte ich es dir anbieten.»

«Mach dir keinen Kopf, Linda. Ich bin froh, dass Du mich hier schlafen lässt. Ich weiß nicht, wohin ich sonst hätte gehen sollen. Meine Eltern kann ich nicht wecken, die sind nämlich in Urlaub, unsere Nachbarn haben zwar einen Schlüssel, aber die werden auch schon schlafen. Ich glaub mit den beiden rede ich nie mehr ein Wort. Ist doch ne Sauerei uns so hängen zu lassen.»

«Find ich auch, Chris. Ich bin gespannt, was Sie dazu zu sagen haben. Magst Du noch irgendwas?»

«Nein danke. Ich könnte ja zum Frühstück bleiben», grinst er.

«Ich glaube, dir bleibt nichts anderes übrig», lache ich zurück.

«Wir beide würden ganz entzückende Kinder machen, Linda.»

«Ganz schön dreist, mein Lieber. Machst Du immer solche Sprüche?» Linda ist recht niedlich, mal sehen, ob sich da was ergibt.

«Nur bei ganz besonders hübschen Damen.»

«Charmant also auch noch. Hast Du was dagegen, wenn ich zuerst ins Bad gehe, ich bin ziemlich müde.»

«Es ist deine Wohnung und dein Bad. Ich warte, bis Du fertig bist.» Schnell entferne ich die Hexenschmierereien und wische das Make-up aus meinem Gesicht. Bürste mein lockiges Haar und putze die Zähne. Für ihn stelle ich eine frische Zahnbürste hin und lege ein Badetuch bereit.

«So, Du kannst jetzt, hab alles für dich bereitgelegt. Ich lege dir noch Bettzeug hin.»

«Danke.»

«Gute Nacht Christoph.» Mein Gast betrachtet mich. Die ist ja ohne ihr Make-up noch hübscher als ich dachte.

«Schlaf schön, Linda. Träum was Schönes.»

«Ich bemühe mich.» Ich verschwinde in meinem Schlafzimmer, überlege, ob ich die Tür abschliessen soll. Ach nein, das wird nicht notwendig sein. Chris ist ein anständiger Mann. Mir fällt wieder der Reinfall mit diesem blöden, arroganten Affen namens Til ein. Wie immer ärgert es mich, dass ich mich damals so schnell hingegeben habe. Bin immer noch der Meinung, dass er mir etwas in den Drink gekippt hatte. Ich höre, dass Chris duscht, lausche, bis seine sich entfernenden Schritte im Flur zu hören sind. Ich Rücke mein Kopfkissen zurecht und kuschle mich in meine Decke. Mir ist kalt, mich fröstelte es bereits, seit wir vor dem Friedhof auf unsere Freunde gewartet haben. Christoph wäre jetzt eine wunderbare Wärmflasche. Das Mannsbild wäre sicher nicht abgeneigt, aber so schnell geht das nicht. Eigentlich bin ich hundemüde, kann aber nicht einschlafen. Ich bin viel zu aufgewühlt und ärgere mich über Tanja und Simon. Wie muss man draufsein, erst sich zu verabreden, um sich dann heimlich vom Acker zu machen. Als ich am nächsten Morgen wach werde, plagen mich tierische Kopfschmerzen. Ein stechender Schmerz zieht sich vom Nacken bis zu den Schläfen hin. Wenn man keinen Alkohol verträgt, soll man keinen trinken. Eine heiße Dusche wird helfen. Ich setze mich auf die Bettkante massiere mit leichtem Druck, meinen Nacken und die Schläfen. Ich habe ja einen Gast, fällt mir urplötzlich ein. Vorsichtig und leise schaue ich um die Ecke. Chris schläft noch. Ich dusche heiß und ausgiebig, fühle mich halbwegs fit für den Tag. Ein kritischer Blick in den Spiegel verrät mir, ob die letzte Nacht Spuren hinterlassen hat. Na ja. Geht gerade mal so. Ein wenig Make-up wird helfen. Als ich das Badezimmer verlasse, rieche ich den verlockenden Duft von frisch gebrühtem Kaffee. Mmh, Kaffee. Hat er doch tatsächlich Kaffee gemacht. Chris steht gerade vor dem geöffneten Fenster, schlüpft in sein Shirt. Ich kann gerade noch einen Blick auf seinen braunen, durchtrainierten, schlanken Körper erhaschen. Er trägt die schwarze Lederhose von gestern mit einem weißen, eng anliegenden Shirt und ist barfuß. Was soll er auch sonst anziehen, er hat ja nichts dabei, liegt alles bei Simon in der Wohnung. Lässig sitzt die Hose auf seinen Hüften. Der hat ja eine Superfigur. Ist mir gestern gar nicht aufgefallen. Chris trägt sein dunkles Haar etwa auf Kinnlänge, was ihm ganz besonders gut steht. Wo der wohl arbeitet, bei uns in der Firma trägt kein Mann das Haar so lang.


«Guten Morgen, Chris.»

«Wunderschönen für dich, Linda. Ich hoffe es stört dich nicht, dass ich ein Frühstück für uns gemacht habe. Ich hab nen Bärenhunger. Dachte, so als kleine Bezahlung fürs kostenlose Übernachten.» Ich sehe in sein unrasiertes Männergesicht, blicke in zwei haselnussbraune Augen. Sein verliebter, durchdringender Blick trifft mich mit der Härte eines vorbeirasenden Intercity, mein Unterleib zieht sich zusammen, die Knie werden weich. Ich merke, wie mein Slip feucht wird. Ist mir gestern gar nicht aufgefallen, kein Wunder war ja auch dunkel. Seine Augen versenken sich in die meinen. Eine leichte Gänsehaut breitet sich auf meinem Nacken aus. Mein Mund wird trocken wie die Wüste Gobi.

«Kaffee ist genau das, was ich jetzt brauche», bringe ich mit einem Kratzen im Hals, kaum heraus.

«Ich habe Eier gemacht. Hast Du irgendwo Brot?»

«Natürlich habe ich Brot. Ich hab immer etwas eingefroren, ich brauch ja nicht soviel. „Hast Du gut geschlafen, Chris. Ich meine so bequem ist die Couch nicht. Ich hätte dir mein Bett anbieten sollen.»

«So weit kommt es noch. Wenn überhaupt hätten wir uns das Bett geteilt», grinst er mit verträumtem Blick.

«Ja, ja. Könnte dir so passen, Chris.»

«Ich kann überall schlafen.» Wäre nicht abgeneigt, mit dir das Bett zu teilen. «Und du? Wie war deine Nacht?»

«Ich konnte zuerst nicht einschlafen. Ich war total aufgekratzt und mir war kalt.»

«Siehst Du. Ich hätte dich gerne gewärmt.» Ich lache ihn an. Schön wäre es schon mit dir. Chris sieht wirklich super aus und er scheint nett zu sein. Aber so schnell geht das nicht. Ich muss erst mal wissen, wie ernst es ihm mit mir ist.

«Ich habe mich fürchterlich über die beiden geärgert», erkläre ich ihm.

«Ich denke, wir vergessen die ganze Sache. Es bringt nichts, sich darüber aufzuregen. Die beiden haben doch einen an der Waffel.»

«Eine Erklärung hätte ich doch ganz gerne. Möchte schon wissen, was Sie sich dabei gedacht haben.»

«Wahrscheinlich gar nichts. Der Simon hatte schon immer so blöde Ideen, der handelt oft, ohne nachzudenken, der hat wirklich manchmal einen Schlag.» «Pling» die Mikrowelle meldet sich. Die Brotscheiben sind aufgetaut. Wir setzen uns, lassen uns das Frühstück schmecken.

«Deine Eier sind gut.»

«Woher weisst Du das?», grinst er verschmitzt.

«Woran der schon wieder denkt? Haben Männer eigentlich nur ihre Nüsse im Kopf? Ich bleibe gelassen, Lasse mir nicht anmerken, wie erregt ich bin. Alles in meinem Unterleib zieht sich zusammen, erzeugt ein Verlangen in mir. Chris zieht sein Smartphone aus der Tasche.

«Mal sehen, wann heute ein Bus fährt.»

«Ich bring dich.»

«Lieb von dir. Dafür musst Du mit mir essen gehen.»

«Ich geh gern mit, aber Du musst es nicht aus Dankbarkeit fürs Übernachten machen.»

«Tu ich nicht. Ich find dich einfach toll. Du bist eine Klassefrau.» Mit einem schüchternen Lächeln sehe ich auf meinen Teller, widme mich wieder dem Frühstück. Sieh ihn nicht dauernd an, das ermutigt ihn noch mehr. Wir haben unser Frühstück beinahe beendet, als es läutet.

«Das sind sicher Tanja und Simon», knurre ich. «Na, die können was erleben.»

«Lass Sie doch einfach draussen stehen. Das haben Sie verdient.»

«Ich schau mal durchs Fenster. Vom Bad aus kann ich sehen, wer vor der Tür steht.» Ich eile ins Bad, steige auf einen Schemel und schaue hinunter. Zwei Männer stehen vor der Eingangstür. Was wollen die von mir? Sind das schon wieder die Jehovas oder sonstige religiöse Gutmenschen, die mir was von Gott erzählen wollen? So sehen die eigentlich nicht aus, könnten irgendwelche Vertreter sein. Ich bekomme gerade noch mit, dass ihnen die Tür von innen geöffnet wird. Der Choleriker vom Erdgeschoss verlässt gerade das Haus. Die beiden Männer gehen hinein. Kurz darauf stehen Sie vor meiner Tür. Ich öffne die Wohnungstür einen Spalt.


«Ja bitte.» Die beiden Männer halten mir einen Ausweis unter die Nase.

«Kommissare Haas und Fischer. Wir möchten zu Frau Linda Hellweg.»

«Ich bin Linda Hellweg. Was kann ich für Sie tun.»

«Dürfen wir reinkommen?», bittet Kommissar Haas. «Hier auf dem Flur ist nicht der richtige Platz.»

«Ja, bitte kommen Sie weiter.» Mittlerweile steht Christoph hinter mir.

«Und wer sind Sie?», erkundigt sich Kommissar Haas.

«Christoph Reinhardt.»

«Das trifft sich gut, da können wir gleich mit ihnen beiden sprechen.»

«Um was geht es eigentlich?»

«Kennen Sie Tanja Schermer und Simon Kraft?»

«Ja.» Wir sehen uns an, ahnen, dass ihnen etwas zugestossen sein muss. Umsonst kommt die Polizei nicht. «Bitte nehmen Sie doch Platz.» Ich zeige auf die beiden Stühle am Tisch. «Möchten Sie einen Kaffee?»

«Ja bitte, sehr gerne.» Ich nehme zwei Tassen aus dem Schrank, giesse Kaffee ein, stelle Sie den beiden Beamten hin.

«Bitte sehr. Nun sagen Sie uns doch, was mit den beiden ist», bohre ich. Da stimmt doch was nicht. Ich werde das Gefühl eines drohenden Unheils nicht los, mein Magen zieht sich zusammen. Den beiden muss irgendwas Schlimmes zugestossen sein.

«Die beiden wurden heute Früh vom Friedhofswärter tot in einem gestern ausgehobenen Grab aufgefunden», versucht Kommissar Fischer uns schonend beizubringen.

«Tot?», schreie ich. «Sie sind tot?»

«Ja, leider. Wir haben die Handys der beiden Opfer gefunden, so konnten wir ihre Adressen ermitteln», klärt er uns auf.

«Oh, mein Gott, was ist passiert», jammere ich.

«Tanja und Simon wurden ermordet.»

«Was?», schreie ich wieder. Wer soll denn was gegen die beiden gehabt haben, um so etwas zu tun?“

«Ich hoffe, dass wir die Tat mit ihrer Hilfe aufklären können. Sind Sie dazu bereit, uns ein paar Fragen zu beantworten?»

«Ja, natürlich.» Wir verstehen die Welt nicht mehr, verzweifelt sehen wir uns an, nicken zustimmend.

«Wo haben Sie die beiden zuletzt gesehen? Wir haben die Handys abgehört, wissen, dass Sie nach ihnen gesucht und auf Sie gewartet haben.»

«Ja, ehm», druckst Chris. Er will niemanden in die Pfanne hauen. Will nicht, dass man seinem Freund etwas Schlimmes nachsagen kann. Es ist schon tragisch genug für die armen Eltern.

«Sie müssen uns die Wahrheit sagen, Herr Reinhardt. Schildern Sie uns doch den Ablauf des gestrigen Abends», bittet Kommissar Haas.

«Wir haben uns zum Fasching verabredet. Tanja kennt jemanden der für die Öffnung der Katakomben zuständig ist, Sie wusste, dass dort die Post abgeht. Als wir keine Lust mehr hatten, sind wir durch die Strassen gezogen», berichtet Chris aufgeregt.

«Wie spät war es, als Sie die Katakomben verliessen.»

«So ungefähr Mitternacht.»

«Ja und, wie ging‘s weiter?», erkundigt sich der Hauptkommissar.

«Wie gesagt, sind wir durch die Strassen gezogen. Simon hatte plötzlich die bescheuerte Idee, über den Friedhof zu streifen», nuschelt Chris.

«Wir wollten da nicht mit, uns ging das zu weit. Wir vereinbarten, dass wir am anderen Ausgang auf sie warten würden,» melde ich mich kleinlaut.

«Sie beide sind also drum herum gegangen», konstatiert Kommissar Fischer.

«Ja, genau. Wir haben über eine Stunde auf das Paar gewartet. Ich habe bei Simon angerufen, als Sie nicht aufgetaucht sind. War der Meinung, die wollten uns veräppeln.»

«Das Gespräch haben wir, Herr Reinhardt», nickt der Kriminalbeamte.

«Seitdem haben wir nichts mehr von den beiden gehört», vermelde ich.

«Waren die beiden allein auf dem Friedhof?»

«Soviel wir wissen, hatten sie vor, sich mit einigen Leuten aus den Katakomben zu treffen. Wir haben aber niemanden gesehen. Es ist möglich, dass die Gruppe schon vor uns am Friedhof angekommen ist.»

«Ist ihnen jemand in der Nähe der beiden aufgefallen? Ist ihnen jemand gefolgt?»

«Nein, eigentlich nicht. In den Katakomben war es sehr voll», berichtet Chris.

«Mir ist aufgefallen, dass jemand mit einer Scream-Maske ständig um Tanja rumschwirrte. Tanja hat ihn einmal angeschrien, weil er ihren Drink umgekippt hat. Habe mir aber nichts dabei gedacht», bemerke ich.

«Können Sie sich vorstellen, wer den beiden etwas antun könnte?» will Kommissar Fischer wissen.

«Ich kenne nur Tanja. Ich bin vor 6 Monaten nach Nürnberg gezogen, ich kann da nichts dazu sagen.»

«Ich kenne die beiden schon länger. Ich habe mit Simon studiert, durch ihn habe ich Tanja kennengelernt. Ich weiß, dass Tanja vor ihm mit einem anderen Mann zusammen war. Der Typ muss ziemlich eifersüchtig gewesen sein, ich glaube der hat sie gestalkt. Ich weiss das, weil Simon mal darüber gesprochen hat. Sie wollten schon eine Verfügung erwirken, weil er ihr ständig auflauerte.»

«Kennen Sie seinen Namen, Herr Reinhardt? Das wäre wichtig für uns.»

«Ich weiß nur, dass sein Vorname Daniel ist. Wissen die Eltern schon Bescheid?», murmelt Christoph.

«Unsere Kollegen sind auf dem Weg zu ihnen.»

«Die Ärmsten tun mir leid, Chris.»

«Was hat man ihnen angetan, Herr Kommissar?» Die beiden Beamten sehen sich an und nicken.

«Ich glaube, ich darf ihnen das sagen», meint der Ältere der beiden. «Die beiden Opfer hatten Bissmale wie von Vampir-Zähnen am Hals, der Täter muss die Halsschlagader durchtrennt haben, das Blut ist nur so herausgeschossen. Zuvor muss man das Pärchen irgendwie betäubt haben. Die Obduktion wird das noch feststellen. Die Frau lag mit ausgebreiteten Armen und Beinen, die man auf ein paar Holzlatten gebunden hatte, über einem frisch ausgehobenen Grab. Der Mann saß unten im Loch, sah Sie Frau mit weit geöffneten Augen an. Der Friedhofswärter hat Sie gefunden, als er das Grab für die heutige Beerdigung herrichten wollte.»

«Oh mein Gott», jammere ich. «Das ist ja furchtbar.»

«Mehr als das», stimmt Chris mir zu. «Wir hätten nach ihnen suchen sollen.»

«Sie hätten es wahrscheinlich nicht verhindern können», tröstet uns Kommissar Haas.

«Oder Sie wären auch getötet worden», mutmasst Kommissar Fischer. «Das wars auch schon für den Moment. Vielen Dank für ihre Geduld.»

«Das ist doch selbstverständlich.»

«Hoffentlich finden Sie diejenigen, die den beiden das angetan haben», meint Chris traurig.

«Das will ich hoffen. Falls wir noch Fragen haben, melden wir uns noch einmal bei ihnen.»

«Ja gut. Wir leben aber nicht zusammen. Es war so abgemacht, dass ich bei Tanja und Simon übernachte. Meine Papiere, Geldbeutel und Hausschlüssel liegen in deren Wohnung. Ich wohne in Kornburg. Gut, dass es so liebe Menschen wie Linda gibt, die einem eine Couch anbieten.»

«Wir wissen, dass Sie in Kornburg leben. Das wäre unser nächster Weg gewesen. Haben Sie kein Auto, Herr Reinhardt?», erkundigt sich der Kommissar.

«Doch schon. Aber wenn ich vorhabe etwas zu trinken, lasse ich es zu Hause stehen.»


«Kluge Entscheidung.»

Die beiden Kommissare verabschieden sich. Wieder sehen wir uns verzweifelt an, sprechen kein Wort. Ich muss weinen.

«Das haben Sie nicht verdient Chris.»

«Keiner hat das.» Chris kommt auf mich zu, umarmt mich, streicht über meinen Rücken. «Wenn Du gerne alleine sein möchtest, sag es mir, ich verstehe das.»

«Nein, es ist mir lieber, wenn ich jemanden um mich habe. Bleib noch ein wenig oder wirst Du erwartet?»

«Ich bleibe, solange Du willst.»

Wir reden und reden, kommen zu keinem Ergebnis, waren irgendwie total überfordert. Als ich mich endlich beruhigt habe, will ich Chris nach Hause fahren. Jetzt möchte ich doch lieber alleine sein. Wir steigen in meinen leuchtend-roten Mustang.

«Schickes Auto», meint Chris anerkennend. Ich sehe ihm grinsend ins Gesicht, habe mich wieder gefangen.

«Man gönnt sich ja sonst nichts.»

«Was fährst Du für ein Auto?»

«Ein Schwarzes.»

«Echt jetzt? Die Automarke «Schwarzes» kenne ich nicht.»

«Ich fahre einen Maserati GT.»

«Oh, ein noch schöneres Auto.»

Christoph dirigiert mich bis vors Haus. Ich betrachte das Anwesen. Ursprünglich handelte es sich um einen freistehenden Bungalow, auf den im Nachhinein ein Stockwerk aufgesetzt wurde.

«Hier wohnst Du Chris?»

«Yes. Was ist damit?»

«Sieht teuer aus.»

«Es gehört meinen Eltern.»

«Du lebst noch bei deinen Eltern?» Wieso lebt er noch bei seinen Eltern? Arbeitet der nicht.

«Wieso nicht?»

«Was arbeitest Du, Chris?»

«Ich bin bei meinem Vater angestellt.»

«Was macht der?»

«Ihm gehört die Firma Reinhardt-Kunststoff.» Seinem Vater gehört also eine Fabrik. Ich lasse besser die Finger von ihm. Am Ende ist das auch so ein Weiberheld, dem nichts ernst ist im Leben.

«Komm doch auf einen Sprung mit rein, Linda.»

«Ich weiss nicht.»

«Was weisst Du nicht? Traust Du mir etwa nicht?», entrüstet er sich beleidigt.

«Doch, natürlich.» Sei bloss auf der Hut, Linda. Vergiss nicht, was der Til mit dir gemacht hat. Das willst Du nicht noch einmal durchmachen. Ich bin keine Frau für eine Nacht.


«Ich hole schnell den Schlüssel von den Nachbarn.» Chris sprintet auf das Nachbargrundstück, um kurz darauf mit dem Schlüssel zurückzukommen. «Bitte komm rein.»

Chris führt mich durch das geschmackvoll eingerichtete Haus. Sein Zimmer im oberen Stock ist riesig, verläuft über die komplette obere Etage. Ein grosses Bad gehört ebenfalls zu seinem Reich. Chris hat plötzlich großes Verlangen nach seiner Auserwählten, hält sich aber zurück. Lass ihr Zeit, Chris. Ich bleibe den ganzen Tag bei ihm. Wir haben wundervolle Gespräche, versuchen nicht immer an Tanja und Simon zu denken. Am Abend verabschiede ich mich von ihm. Ich bin total unsicher. Soll ich oder soll ich nicht. Chris ist wirklich supernett und gut aussehend noch dazu. Aber er ist auch der Sohn und Juniorchef der Reinhardt Werke. Ich weiß nicht, ob das gut geht. Am Ende hat sein Vater andere Pläne, der sucht sicher eine standesgemäße Frau für seinen Sohn. In seiner Nähe knistert es ganz gewaltig. Chris erzeugt Gefühle in mir, wie kein anderer Mann zuvor. Mir ist heiß und kalt in seiner Gegenwart. Ich will den Schock mit Tanja und Simon erst einmal verarbeiten und es mit ihm langsam angehen lassen. Chris will sich unbedingt gleich am nächsten Tag mit mir verabreden. Nachdem ich ihm erklärt habe, dass ich in der kommenden Woche eine Mega-Tagung vorbereiten muss und viel Arbeit vor mir liegt, gibt er sich murrend geschlagen. Mein Verehrer ruft mich jeden Abend an, um sich nach meinem Befinden zu erkundigen. Meistens reden wir den halben Abend über Tanja und Simon. Waren der Meinung, dass wir es vielleicht hätten verhindern können. Er will sich unbedingt mit mir treffen, ich will ja auch, getraue mich aber nicht. Er muss es wohl gemerkt haben, denn «Wir hätten uns auch in einem Lokal treffen können», meint er dann immer.

«Hast recht, Chris. Nächste Woche ist es besser, ich denke, dass es dann ruhiger sein wird.»

«Versprochen?»

«Ja?»

«Ich freu mich schon drauf.»

Wir müssen noch einmal bei der Polizei vorbeischauen. Unsere Aussagen werden zu Protokoll gegeben. Chris erhält seine Papiere und die Reisetasche zurück. Nachdem wir die Aussagen unterschrieben haben, dürfen wir gehen. Die Ermittlungen waren allerdings noch nicht abgeschlossen.


Chris lädt seine Auserkorene für den nächsten Freitag zum Abendessen ein. Er hatte eine Überraschung für seine Liebste geplant. Wenn es ihm gelingt, wird er seine Schöne nach dem Candle-Light-Dinner nicht nur kulinarisch verwöhnen. Nein er will sie endlich in seinem Bett haben, will ihren Körper ganz nah an seinem spüren. Linda ist so, wie er sich seine zukünftige Frau immer erträumt hatte. Mit ihr kann er sich den Rest seines Lebens ganz gut vorstellen. Am liebsten hätte er Sie gleich in ihrer eigenen Wohnung flachgelegt, seinen Ständer, den er auf ihrer Couch bekam, als er sie sich in Unterwäsche oder gar im Evaskostüm vorstellte, bis zum Anschlag in ihren Unterleib gerammt. Ganz langsam würde er sie nehmen, sie so lange es geht genießen. Aber irgendwie ging sie nicht so ganz auf ihn ein, obwohl er den Eindruck hatte, dass auch sie ihn mochte.

Pünktlich um sieben läute ich an der Tür. Chris öffnet mir mit einer Verbeugung.

«Bitte einzutreten, Gnädigste.»

Nervös begebe ich mich in die Höhle des Löwen. Ich habe mich für den heutigen Abend besonders hübsch gemacht, ich weiß, dass es heute passieren wird. Ich habe schon die ganze Woche Schmetterlinge im Bauch, bin total hibbelig.

«Wow, ich bin überwältigt», gibt er von sich. Das hochgesteckte rote Haar steht ihr ausgezeichnet, mit dem schwarzen, taillierten Kleid sieht sie wie eine Diva aus.

«Ich dachte für ein Abendessen muss es was Hübsches sein.»

«Wir essen aber hier.»

«Auch gut.»

Er bittet Linda am Esstisch Platz zu nehmen, zündet die Kerzen an.

Chris hatte einen Vorspeisenteller zubereitet. Geräucherter Lachs auf einem Feldsalatbett mit einem Dressing aus Salz, Pfeffer, Essig, Öl und ein wenig Rettich. Als Hauptgericht serviert er Schweinelendchen mit Pfifferlingen und Kroketten, dazu gibt es einen kräftigen Rotwein.

«Ich hoffe Du magst was ich gekocht habe.»

«Sieht sehr lecker aus.»

«Wir haben ja die ganze Woche nur über Tanja und Simon geredet. Wollen wir das Thema heute mal weglassen?»

«Ja, darüber haben wir ausführlich gesprochen.» Linda probiert die Lendchen mit den Pilzen.

«Mmh, köstlich. Wusste nicht, dass Du kochen kannst.»

«Ist mein Hobby. Wenn Paps die Firma nicht hätte, wäre ich Koch geworden.»


Genüsslich verzehren wir unser Mahl. Hin und wieder vertiefen sich unsere Blicke ineinander. Ich schiebe mir gerade den letzten Bissen in den Mund, als mein Handy klingelt.

«Tut mir leid, aber ich sollte wenigstens nachsehen, wer das ist. Hoffentlich nicht mein Chef.»

«Kein Problem.» Linda steht auf, verlässt kurz den Raum, um in Ruhe zu telefonieren. Chris löscht die Kerzen, schaltet das Licht an. Zum Glück war es nichts Wichtiges. War nur meine Mutter, die sich nach meinem Befinden erkundigt hat.

«Ruft dein Boss immer so spät noch an?»

«War nur meine Mutter.»

«Schalt dein Handy aus, wenn Du Feierabend hast. Du musst nicht immer präsent sein, Linda.»

«Mein Boss findet manchmal was nicht.»

«Dann soll er richtig suchen.»

«Ich bin noch in der Probezeit, Chris.»

«Kannst bei uns anfangen, wenn er dir kündigt.»

«Das sagst Du so einfach. Kannst Du das entscheiden.»

«Na klar.» Wir räumen zusammen das Geschirr auf.

«Du verstehst dich also gut mit deinen Eltern.»

«Würde ich sonst hier wohnen? Ich bleibe aber nicht immer hier, ich such nur die richtige Frau.»

«Es gibt doch genug Mädels auf der Welt.»

«Ja, ich hab da auch eine im Auge. Die steht gerade vor mir.» Mit meinen blauen Augen sehe ich ihn ungläubig an. Er kommt ganz nah, umarmt mich, drückt mich an die Wand. Küsst mich sanft. Ich erwidere seinen Kuss. Chris schiebt sein Knie zwischen meine Beine, küsst nun wild und hungrig. Mein Liebling fingert nach den Haarnadeln, zieht Sie heraus. Das lange Haar verteilt sich auf meinen Schultern. Der Verliebte versenkt seine gespreizten Finger in meinem Haar.

«Wie wärs mit einem besonderen Nachtisch, Linda?»

«Hast Du an was Bestimmtes gedacht, Chris.» Zu mehr als einem Flüstern bin ich nicht mehr in der Lage. Mein Mund ist trocken, die Kehle rau.

«Ja, an etwas mit zwei Nüssen.»

«Ich bin keine Frau für eine Nacht Chris.»

«Ich will Dich ja auch für immer, meine schöne, begehrenswerte Linda.»

«Wann kommen deine Eltern zurück? Ich will ihnen auf keinen Fall spärlich bekleidet oder bei ihrem Frühstück über den Weg laufen.»

«Keine Sorge, die kommen erst am Mittwoch. Bitte komm.» Küssend tapsen wir die Treppe zu seinem Zimmer hoch. Vorsichtig öffnet Chris den Reißverschluss meines Kleides, schiebt es ganz langsam von den Schultern. «Da hab ich mich schon die ganze Woche drauf gefreut. Eigentlich wollte ich dir dein Kleid vom Körper reissen, wär aber schade um das schöne Stück.» Schnell entledigt er sich seiner Kleidung, drückt mich sanft auf sein Bett. Ich spüre seine Erregung auf meinem Oberschenkel, er fährt mit seinen Küssen fort, neckt meine Zunge mit der seinen. Chris kann gut küssen. Sanft fährt er an meinem Hals längs, die Schultern lässt er auch nicht aus. Mittlerweile war er an meinem Busen angelangt. Sanft neckt er meine kleinen Nippel, knetet Sie sanft. Ich bin so erregt, dass ich laut stöhne. Im halbdunkel des Zimmers betrachtet Chris meinen Körper. Seine Auserwählte hat eine wunderbare Figur, nicht so dünn wie die Models, nein, gerade richtig, dazu hat sie eine sexy Stimme. Nicht so schrill und nervig, wie die von den Werbe-Ikonen, die bei jeder Gelegenheit ihr Gesicht in die Kamera halten und etwas Dummes preisgeben. Mein Liebling fährt mit seinen Zärtlichkeiten so lange fort, bis ich nur noch hechle, dann endlich nimmt er mich. Chris stöhnt, als er in mich eindringt, hält kurz inne, um den Moment zu genießen. Dann bewegt er sich in mir, zuerst langsam, dann immer schneller werdend. Mein Geliebter kostet es aus, zögert es hinaus so lange es geht, solange bis die glühende Hitze sich in einer Explosion entlädt. Lange Zeit hält er mich fest an sich gedrückt. Lauscht meinem schweren Atem. Mein Romeo streicht mir die Haare aus dem verschwitzen Gesicht. Es fühlt sich bombastisch an, mit ihm zusammenzusein. Ganz anders als mit dem arroganten Affen vor ein paar Monaten. Ich bin glücklich, ich glaube das wird was mit uns.

«Bereust Du es?»

«Was? Das hier? Nein, wie könnte ich etwas bereuen, was ich auch wollte.»

«Dann magst Du mich auch?»

«Vom ersten Moment an.» Sein bestes Stück war bereits wieder geschwollen. Ich spüre die harte Stelle, sehe ihn an. «Wie jetzt?» Im Halbdunkel sehe das breite Grinsen auf seinem Gesicht.

«Denkst Du, einmal reicht mir? Von Dir bekomm ich nie genug», flüstert er mir ins Ohr. Am nächsten Tag fahren wir zu mir, ich will was Frisches anziehen.

«Das Kleid ist nichts für jeden Tag.»

«Geh doch ohne.»

«Könnte Dir so passen.»


Chris bleibt das ganze Wochenende bei mir, was mir auch viel lieber ist. Irgendwie ist es mir in seinem Haus nicht recht. Ich habe Bedenken, dass seine Eltern plötzlich in der Tür stehen, obwohl sie in Afrika auf einer Safari sind. Wir Verliebten verbringen eine wunderbare, leidenschaftliche Zeit. Ich erzähle ihm von Til, will ehrlich zu ihm sein. Dass dieser Til ein Arsch gewesen sein muss, war sein Kommentar dazu und «mein Glück. Eine Frau wie dich stößt man nicht weg.» Er erzählt ihr von Mira. «Ich war ein Jahr mit ihr zusammen, angeblich studierte sie, hatte kein Geld. Ständig brauchte Sie welches, entweder für Bücher oder sonstiges Material. Ich habe ihr vertraut und immer wieder etwas gegeben, ich hab sie eingekleidet, fuhr mit ihr in den Urlaub. Mira lebte in einer Wohngemeinschaft, das war billiger für sie.» Wenn sie ihr Diplom hätte, würde sie mich heiraten, versprach Sie. Dass ich sie auch vorher heiraten würde, habe ich ihr angeboten. Sie wolle einen Abschluss, sonst würde es so aussehen, als ob Sie mich nur des Geldes wegen heiraten würde, sagte Sie. Es war ihr Wunsch, dass ich Sie immer anrufe, bevor ich zu ihr komme. Falls Sie gerade lernen würde, würde ich Sie stören, meinte Sie. Einmal besuchte ich Mira, ohne vorher anzurufen, ich wollte Sie überraschen, hatte Sehnsucht nach ihr. Wir hatten uns zwei Wochen nicht gesehen, angeblich musste Sie für eine wichtige Klausur büffeln. Ich fand Mira mit einem anderen Mann im Bett. Ich habe sofort mit ihr schlussgemacht. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass Sie überhaupt nicht studierte, Sie hat mich nur ausgenutzt. Seitdem erzähle ich nicht mehr so schnell, wer ich bin. Zwei Wochen später stand Mira vor meiner Tür, erklärte, Sie sei von mir schwanger. Ich versprach ihr, dass ich für das Kind aufkomme, wenn es wirklich meins sein sollte. Allerdings verlangte ich einen Vaterschaftstest. Ich hab Sie nie wieder gesehen, Sie wollte also nur mein Geld.»

«Ich verstehe solche Frauen nicht, Chris. Wie kann man so sein?»

«Die Frage kann ich dir auch nicht beantworten. Ich glaube, dass es bei manchen in den Genen liegt.»

Jeden Tag nach der Arbeit treffen wir uns bei mir. Ich mag nicht gleich seine Eltern kennenlernen. «Warten wir noch ein paar Wochen, Chris», bitte ich.


Drei Wochen später ist der Mordfall aufgeklärt. Es stellte sich heraus, dass der Ex von Tanja, Daniel Schwarz, etwas mit der Sache zu tun hatte. Er war auch der mit der Scream-Maske. Daniel war in schlechte Gesellschaft geraten, hatte mit seinen alkohol- und drogensüchtigen Freunden einen teuflischen Plan ausgeheckt. Eigentlich wollten Sie den beiden nur einen Denkzettel verpassen. Sie hatten Fusel auf den Friedhof mitgebracht, den Sie mit KO-Tropfen präpariert hatten. Die beiden seien sofort eingeschlafen. Dann habe Hannes in seinem Marihuana-Rausch der Frau mit den beiden spitzen Kunststoffzähnen seiner Kette in den Hals gestochen. Der Trottel muss aus Versehen die Schlagader getroffen haben. Das Blut sei nur so herausgeschossen, Sie hätten versucht es zu stoppen, hätten zwar auf die Ader gedrückt, aber es half nicht. Es war überall Blut, es spritzte nur so heraus. Sie hätten Angst bekommen und den Mann dann auch getötet. Gewollt hätten Sie das nicht.


Das Vertrauen ist wie eine zarte Pflanze.

Ist es zerstört, so kommt es sobald nicht wieder.


Von Bridget Nash

Ausgabe März 2021

Texte: © Copyright by Bridget Nash, nash_bridget@yahoo.de

Bildmaterialien: © Copyright by Bridget Nash

Alle Rechte vorbehalten.




















Mehr zur Autorin:

Mein Name ist Brigitte Bisail, ich schreibe unter dem Pseudonym Bridget Nash. 1954 in einer Kleinstadt in NRW geboren, wurde dort zum Industriekaufmann ausgebildet. Ziemlich bald nach meiner Ausbildung bin ich nach Mittelfranken in Bayern umgezogen. Bin verheiratet habe 2 Kinder bekommen und bin mittlerweile in Rente. Mein aktueller Wohnort ist Nürnberg, wo ich ehrenamtlich als Schöffin am Landgericht Nürnberg tätig bin. Meine Hobbys sind Wandern und Schwimmen außerdem reise ich gern nach nah und fern. Dabei fallen mir immer wieder neue Geschichten ein.

Überwiegend schreibe ich über Liebe Sex und Crime. Die Orte der Handlung liegen in unterschiedlichen Gegenden.

Meine bisherigen Romane und Krimis sind:

Wo ist Steven

Codename Eligo

Der Marionettenmörder

Der Schrei der Krähen

Der Todesbringen

Entscheidung um Boston

Ein Kurgeschichten Band

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