Bild/Illu/Video: Rita Rohner

Ferien am Bodensee

Von Egnach nach Romanshorn gab es einen schönen Spaziergang dem See entlang. Ausser einem Kaffee hatten wir nichts im Bauch. Dies reichte jedoch, um uns schwitzen zu lassen bis zur Ankunft im Hafen.


In der Annahme das wir so 10 Minuten vor der Abfahrt aufs Schiff könnten, waren wir gegen 9:05 am Steg. Viele Leute dachten wohl dasselbe und der Zug von Zürich her hat auch noch ordentlich Leute ausgespuckt. Das Schiff jedoch blieb verschlossen, so dass sich eine lange Schlange bildete. Als die Turmuhr dann Viertel nach schlug, wurden die Anstehenden immer ungeduldiger. Doch für mich war folgendes klar: Das hier ist ein Kursschiff und nicht ein Luxusliner auf dem Meer, hier herrschen eigene Gesetze!

Frühstück auf dem Wasser
Im Endeffekt wurde um 9:24 das Schiffstor geöffnet! Dass eine Minute nicht reichte, kann man sich ja vorstellen! Nix mit pünktlicher Abfahrt. Für uns war ein reichhaltiges «ZMorge» gedeckt, so dass wir gleich Platz nehmen konnten und die Ausfahrt aus dem Hafen mit einem Kaffee in der Hand geniessen konnten. Gemächlich schipperten wir entlang des Ufers von Romanshorn bis Kreuzlingen. In dieser Stunde genossen wir das herzhafte Frühstück. Spannend war dann definitiv auch die Hafeneinfahrt nach Kreuzlingen, da Enten und andere Vögel nur darauf warteten, was von den Gästen da alles ins Wasser fällt.


Auf Kollisionskurs auf dem Bodensee

Die Weiterfahrt zur Mainau barg dann doch noch einen spannenden Moment, der so nicht vorgesehen war. Unser Kursschiff die «Zürich» rammte ein Segelschiff! Fasziniert sahen wir zu, wie sich die Kollission anbahnte. Der Kapitän betätigte das «Signalhorn» nicht, der Segler war anderweitig beschäftigt und sah das Kursschiff nicht auf sich zu kommen. Im letzten Moment versuchte der Skipper des Segelboots den Motor zu starten und dem grossen Schiff zu entkommen! Doch da machte es schon «knirsch» und man spürte es sofort auf dem Schiff. Das Segelboot war tatsächlich gerammt worden! Zum Glück gab es nur Schaden an den Schiffen und niemand wurde verletzt. Ja, so was aber auch, nicht nur bei Autos gibt es Crashs auch bei den Schiffen. Nach der Aufnahme der Personalien konnten wir dann im gemässigten Tempo zur Insel Mainau weiterfahren.

Ein erinnerungswürdiger Bootsausflug

Der Tag war wunderschön und lockte viele Leute auf die Insel. Die Blumen blühten in allen Farben und doch gab es bereits erste Herbst-Vorboten zu sehen, da viele Dahlien bereits jetzt schon blühten. Für mich als begeisterte Fotografin war es eine wahre Sinnesfreude. Doch so viele Leute auf einem Haufen war uns dann doch zu viel, weshalb wir dann um 14:10 die «St. Gallen» bestiegen, um gemächlich nach Romanshorn zurück zu gleiten. So kurzweilig und doch auch actionreich war unser Tag, dass ich mit gutem Gewissen sagen kann, Ferien zu Hause sind einfach eine schöne Angelegenheit.

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