Feuerwerk Vs. Tiere
Bild/Illu/Video: Franziska Müller

Feuerwerk Vs. Tiere

Es ist bald wieder so weit: Die Schweiz hat Geburtstag. In diesem Jahr feieren wir den 728., was für viele keine grosse Bedeutung hat. Hauptsache man hat frei, und bekommt die Möglichkeit Feuerwerke in den Himmel steigen zu lassen.


Hast du gewusst...

...dass Feuerwerke die Umwelt mit gesundheitsschädlichem Feinstaub belasten.

...dass in der Schweiz Jährlich rund 1700 Tonnen Feuerwerkskörper gezündet werden.

...dass davon rund 80 Prozent – also 1360 Tonnen – am Nationalfeiertag gezündet werden.

...dass um 20 Uhr während einer ganzen Viertelstunde in der gesamten Schweiz die Kirchenglocken läuten.

...dass die Wunderkerze bis zu 400 Grad Celsius heiss wird.

...dass jährlich circa 250 Feuerwerksunfälle in der Schweiz passieren


Unsere Tiere und die Angst

Die meisten Tiere hören viel besser als der Mensch. Sie nehmen auch Erschütterungen intensiver wahr als wir. Durch den Knall vom Feuerwerkskörper gibt es nämlich auch solche. Die Erschütterungen in Kombination mit dem lauten Knall können Tiere absolut nicht einschätzen und werden so stark verängstigt.


Die Wildtiere werden an diesem Tag Panik haben und sich verkriechen. Auch werden sehr viele Kleintiere bei lebendigem Leib verbrannt. Da die Igel, Blindschleichen, Mäuse und Co. im aufgeschichteten Holzhaufen Schutz suchen werden. Dieser entpuppt sich dann aber leider als eine Falle, wenn er als August – Feuer angezündet wird.


Viele Kühe, Schweine und Pferde in den Ställen werden auch sehr grosse Mühe haben. Jährlich gibt es immer wieder Unfälle, bei denen sich die Tiere vor lauter Panik selber verletzen.


Die Pettrailer (Hundeführer, die mit ihrem ausgebildetem Hund, vermisste Tiere suchen) sind am Tag nach dem Nationalfeiertag jeweils komplett ausgebucht.


Was kannst du machen, um es diesen Tag deinem Tier möglichst stressfrei zu gestalten?

Am wichtigsten ist einmal ruhig und gelassen zu bleiben. Indem du Ruhe ausstrahlst, kann sich dein Tier gut an dir orientieren. Du darfst nie deinen Hund versuchen zu trösten. So bestärkst du seine Angst und es wird nur noch schlimmer. Gib ihm Schutz, wenn er ihn sucht, aber versuch ihn so gut es geht zu ignorieren.


Ein enges Shirt kann auch helfen. Der leichte Druck kann eine beruhigende Wirkung auf den Hund haben. Schaue, dass du einen Beruhigungstee zu Hause hast. Am besten holst du den Tee aus der Apotheke oder der Drogerie. Hier ist zu beachten, dass es eine Sorte ist, bei der die Pflanzen gut wirken. Falls der Tee gemacht wird, dürfen nur kleine Mengen auf einmal (im Idealfall mit einem Kaffeelöffel) dem Hund verabreicht werden. In akuten Fällen dürfen alle fünf Minuten ein paar Tropfen ins Maul getröpfelt werden. Das funktioniert gut mit kleinen Einwegspritzen. Gleichzeitig kannst du ebenfalls alle fünf Minuten Notfalltopfen dem Hund direkt ins Maul geben, bis er sich langsam beruhigt.


Falls du einen Diffuser (Kaltvernebler) zu Hause hast, kannst du damit ätherische Öle diffusen. Lavendel wirkt auf Tiere beruhigend. Dabei ist ganz wichtig zu beachten, dass es therapeutische Öle sein sollten, welche zu 100% rein sind. Am besten lässt du dich in einer Naturdrogerie gut beraten.


Wie behandle ich als Tierheilpraktikerin Angstfälle

Ich mache eine Bachblüten Mischung, die individuell auf das Tier abgestimmt ist, um das Tier auf den Tag vorzubereiten. Durch diese Mischung sollte das Tier weniger reagieren. Für den Tag selber empfehle ich zusätzlich den Tee und die Notfalltropfen zu Hause zu haben.


Gleichzeitig arbeite ich sehr viel mit den ätherischen Ölen der Marke doTERRA, da sie zu 100% rein sind. Da empfehle ich das Lavendel oder die beruhigende Mischung Serenity zu diffusen.

Für weitere Tipps und Tricks zur Beruhigung bin ich gerne für euch da.


Bildlegende: Lubaya und Clayo wünschen sich einen ruhigen und entspannten ersten August.

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