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Frautastisch: Francys Eberle
Bild/Illu/Video: zVg.

Frautastisch: Francys Eberle

Francys Eberle ist 32 und wohnt mit ihrem Sohn in Balzers. Die gelernte Pharmaassistentin hat vor einem Jahr den Herzkäfer Kinder Concept Store eröffnet.


Erinnerst du Dich noch an dein eigenes Kinderzimmer?

Ja, dieses habe ich am Anfang mit meiner Schwester geteilt. Wir hatten je ein Einzelbett und einen Schrank, alles in dunkelbraunem Holz ohne auffällige Dekoration. Gespielt haben wir vor allem in der Stube. Mein Lieblingsspielzeug waren Puppen und Barbies.


Ich nehme an, das Spielzimmer deines Sohnes sieht ganz anders aus!?

Genau, das Zimmer meines Sohnes ist sehr hell und freundlich eingerichtet. Es gibt eine hübsche Tapete, ein Hausbett, ein Bücherregal, ein Tipi, eine Spielküche und einen Tisch mit Stuhl. Auch gibt es eine Kleiderschrankwand mit viel Stauraum. Zusätzlich habe ich mit einer Bildergalerie, einem Hängeregal sowie weiteren kleinen Dekorationen ein paar verspielte Akzente geschaffen. Das Kinderzimmer hat heute einen viel grösseren Stellenwert als früher. Man hat erkannt, dass es nicht nur ein Schlafraum, sondern auch ein Rückzugsort für die Kinder ist. Immer mehr Eltern geben daher auch das grössere Zimmer ihren Kindern, damit sie ihr eigenes kleines Reich haben, in dem sie sich rundum wohl fühlen und ausleben können.


Wenn ich gewisse Kinderzimmer-Fotos auf Instagram sehe, beschleicht mich das Gefühl, dass die Mütter die Zimmer eher für sich als die Kinder einrichten. Kein Kind braucht - geschweige denn verlangt - in den ersten Jahren moderne Möbel und dekoratives Spielzeug. Was meinst du dazu?

Ich hoffe sehr, dass es den Müttern beim Gestalten des Kinderzimmers nicht nur darum geht, sich selbst zu verwirklichen. Der Fokus sollte definitiv auf dem Kind liegen. Ein Kinderzimmer sollte so eingerichtet sein, dass sich das Kind darin optimal entwickeln kann. Möbel, Spielzeug und Dekoration sollen auf keinen Fall nur stylisch und teuer sein, sondern einen Mehrwert haben, also qualitativ gut und langlebig sein. Das sind wichtige Attribute, die man so bestens an seine Kinder weitergeben kann.


Nach welchen Kriterien wählst du deine Produkte aus?

Für mich steht Nachhaltigkeit im Vordergrund. Viele Waren werden bekanntlich im Ausland, unter anderem in Indien produziert. Ich zähle darum auf Unternehmen, die im stetigen Kontakt zu den Arbeiterinnen und Arbeitern sind und kontrollieren, dass diese unter fairen Bedingungen arbeiten und die Menschen und ihre Rechte im Vordergrund stehen. Die Produkte in meinem Geschäft bestehen vorwiegend aus Holz, Biobaumwolle und recyceltem Material – alles in zertifizierter Qualität.


Wie bist du überhaupt auf die Idee gekommen, ein eigenes Geschäft für Baby- und Kinderartikel zu eröffnen?

Als ich das Zimmer meines Sohnes einrichten wollte, habe ich verschiedene Geschäfte besucht und war einfach nicht zufrieden mit dem Angebot und dem Service. Die Verkäufer gingen nicht auf meine Wünsche ein, sondern versuchten einfach ihre Produkte zu verkaufen und Geld zu machen. Es fehlte mir einfach die Liebe zur Sache und der Kundenservice. So habe ich mich entschlossen, meinen eigenen Laden zu eröffnen, der genau darauf Wert legt. In meinem Herzkäfer Concept Store kann man die Produkte nicht nur ansehen, sondern auch fühlen. Mit der Präsentation der Artikel will ich Emotionen wecken und Freude versprühen. Der Name Herzkäfer stammt übrigens von meiner Mama. Sie hat uns Kinder immer so genannt und so nenne ich heute auch meinen Sohn. Concept Store steht für das breite Sortiment. Bei mir gibt's alles - vom Spielzeug über Textilien bis hin zum Schmuck. Neu werde ich auch eine Kindermode-Kollektion von Grösse 56 bis 104 im Sortiment haben.


Du konntest bereits nach einem Jahr expandieren. Hast Du damit gerechnet?

Ich habe zwar immer an mich und mein Geschäft geglaubt, damit gerechnet habe ich aber so schnell trotzdem nicht. Es hat sich einfach so ergeben. Zuerst hatte ich ja diese kleine Präsentierfläche im Mühleholzmarkt gegenüber dem Coop. Diese war perfekt für meinen ersten Schritt in die Selbstständigkeit. Die Miete habe ich dann nach und nach verlängert. Als das Möbelgeschäft Koti im oberen Stock seine Fläche reduzieren wollte, ergriff ich die Chance und bin quasi zu ihnen gezogen. Nun habe ich fast doppelt so viel Platz als vorher und kann zusammen mit dem Koti-Café sogar eine Spielecke für die Kinder anbieten. So merken auch die Kleinsten, dass sie herzlich willkommen sind – und Mama und Papa können gemütlich einkaufen oder Kaffee trinken.

Mehr Infos zum Geschäft von Francys Eberle gibt’s auf ihrer Webseite.

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