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Fünf Fragen an Marius Bear
Bild/Illu/Video: zVg.

Fünf Fragen an Marius Bear

Marius, in diesem Sommer spielst du wieder einige grosse Festivals. Gibt es einen Event, der noch ganz oben auf deiner Wunschliste steht, an den du bisher aber noch nicht rangekommen bist?

Das Festival, an dem ich in der Schweiz unbedingt noch auftreten möchte, ist das Openair Gampel. Im Wallis unten war ich noch nie und habe dementsprechend auch noch nicht dort gespielt, was das Festival sicher weit oben auf meine Wunschliste setzt. Während des Montreux Jazz Festivals habe ich vor drei/vier Jahren auf der Strasse musiziert und wirklich mal an diesem Festival aufzutreten, wäre natürlich der absolute Hammer für mich. Mein absolutes Traumfestival für einen Auftritt ist das Glastonbury Festival.


Zu welchem Zeitpunkt deiner Karriere hat sich dein Leben mehr verändert, nach dem Bandxost oder dem SMA?

Das ist mal eine gute Frage und gleichzeitig auch eine schwierige Frage. Ich glaube, wenn ich ehrlich darf sein, für meine Karriere hat sich’s nach dem bandXost fast am meisten verändert. Denn da wurde es mir auch bewusst: «Oh wow, da könnte sich wirklich was entwickeln.» Bis zu diesem Moment war ich nur als Strassenmusiker unterwegs und habe nie gross Feedback dazu erhalten. Es war auch mein Debüt auf einer Bühne vor Publikum aufzutreten am bandXost. Somit durfte ich dort auch Bühnenluft schnuppern und es hat mich seit dann nie mehr losgelassen. Also ich glaube für mich persönlich, war der bandXost sicher der grössere Schritt.  


Du spielst an diesem Wochenende in Vaduz. Wie gut kennst du dich aus im Fürstentum Liechtenstein?
Ja, am Wochenende spielen wir in Vaduz. Ich freue mich schon sehr drauf. Ich bin aktuell gerade noch in London und komme dann am Samstagmorgen mit dem Flieger zurück, ab ins Appenzell und nachher mit dem Bus direkt ans Festival.

Liechtenstein ist schön, mega nahe – was habe ich? – vielleicht 40 Minuten bis Vaduz. Ich war kürzlich in Liechtenstein in einem Studio, weil Kollegen von mir, das Saint City Orchestra, ein Album aufgenommen haben. Dort durfte ich einen Song beitragen.  

Es ist ein wunderschönes Ländli. Ich freue mich mega drauf, mehr davon zu sehen.

Ich habe ausserdem einen Kollegen in Liechtenstein, dessen Vater eine Firma hat, welche Blitzkästen produziert. (lacht)

Das sind so die Dinge, die mir bei Liechtenstein in den Sinn kommen. Doch ich freue mich sehr auf die Show.


Du hast auch schon in Mundart Lieder veröffentlicht. Sind deine zukünftige Lieder wieder hauptsächlich in Englisch?

Hui, das mit den Mundartlieder ist auch schon wieder ein paar Jahre her. Die ersten 100 Songs habe ich als Strassenmusiker geschrieben, weshalb es auch noch relativ viele Dialektlieder gibt, welche noch nicht veröffentlicht sind. Auf der Strasse habe ich aber auch schon damals englische Covers gespielt. Da ich den australischen Pass besitze, geht’s mit der englischen Sprache eigentlich auch recht gut.

Die Mundartsongs bedeuten mir schon was und sie werden definitiv in Mundart irgendwann veröffentlicht, aber vorläufig sind wir sehr auf’s Englische fokussiert, weil im Herbst steht eine Deutschlandtour an und ich bin viel in London am Schreiben, weshalb die Mundarttracks aktuell keine Priorität haben. Es wird von mir irgendwann sicher wieder einen Mundartsong zu hören geben, weil es ist meine Muttersprache und auch ein etwas anderer Weg sich auszudrücken.


Wann kann deine doch inzwischen recht gross angewachsene Fangemeinde mit deinem ersten Longplayer rechnen?

Am kommenden Freitag erscheint unsere neue Single «Blood of my Heartbeat» und die wird hoffentlich gut ankommen, denn es ist so ein «Sommermoodsong», welcher perfekt in die Festivalsaison passt. Demnächst veröffentlichen wir auch eine zweite EP mit sieben Songs. Parallel bin ich immer wieder am Schreiben. Erst gerade gestern habe ich einen super Song geschrieben und auch in 10 Minuten werde ich wieder am Schreiben sein. Also es läuft immer was.

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