Bild/Illu/Video: Markus Schädler

Für jeden was dabei in Wartau

Fünfzehn Gehminuten oder gerade mal fünf Autominuten: das Thema kurze Distanz zieht sich durch den Vergleich dieser zwei Häuser durch. Denn jedes von ihnen ist ein Besuch wert.


Die beiden Speise-Restaurants, die ich heute empfehlen möchte,  liegen unweit meiner Heimat Liechtenstein, in einem Gebiet, das mir lange relativ fremd war. Ja natürlich, die Bündner Herrschaft bis Chur oder dann am Walensee, wir waren familiär schon ab und zu in der Schweiz. Wartau jedoch lag abseits der Autobahn. Azmoos, Trübbach, Weite, Oberschan, Malans SG, Gretschins und Fontnas, dazu die Weiler Plattis, Murris und Matug waren für mich «weit entfernt». Während meinen Jahren in Triesenberg führte die tägliche herrliche Aussicht nach Wartau, zur Burg und zu Gonzen und Alvier dazu, mal genauer hinzuschauen.


Die gemütlichen Dorfmärkte in Azmoos sorgten dafür, dass meine Frau und ich öfters mal «über den Rhein» gefahren sind. Und irgendwann übernahm «Herr Lett» das neben der Gemeindeverwaltung/Post liegende «Speise-Restaurant Traube». Am 22. Juli 2017 durften wir erstmals bei Markus und seinem überaus freundlichen Team in der «Traube» geniessen. Folgende Zeilen habe ich dann in «Tripadvisor» hinterlassen.

«Markus Foser ist in Liechtenstein seit «letztem Jahrtausend» als «Herr Lett» in der Gastronomie eine feste Grösse. Grosse Freude herrschte heute (22. Juli 2017) bei vielen Liechtensteinern, die via Zeitung erfahren haben, dass Markus Foser die Azmooser Traube in der bekannt hohen Qualität der Vorgänger weiterführt. Willkommen sind aber nicht nur «gehobene Gäste». Genau so herzlich werden Wanderer und Radler in der Traube begrüsst. Denn die Karte bietet vieles - von der Salatplatte bis zu den Riesen-Crevetten vom Grill. Sanft renoviert, mit neuer Karte, aber altbekannten Elementen wie dem herrlichen Garten und dem Stübli im 1. Stock, war es völlig normal, dass viele FL-Autos diesen Tag die Parkplätze belegten. Wer den «Herrn Lett» kennenlernen möchte: Platzreservation ist sehr sinnvoll!»

An diesem Eindruck hat sich glücklicherweise nichts geändert – die «Traube» muss man zwar bewusst «ansteuern», aber es lohnt sich, bestimmt auch an manchem schönen Herbsttag, wenn der Garten zum Verweilen einlädt. Mittwoch und Donnerstag ist übrigens Ruhetag.


Doch nun zum zweiten Speise-Restaurant, über welches ich schon im April 2016 geschrieben hatte: «Ein von aussen unscheinbares Restaurant, entpuppt sich der Gastgeber als Künstler mit dem Kochlöffel. Keine Aussergewöhnlichkeiten, aber schon zu Saisonbeginn einheimische Spargeln in bester Qualität, zu angenehmen Preisen. Der gemischte Salat meiner Frau reich in der Auswahl, alles frisch und dennoch nichts zu kalt - was auf Salattellern anderswo immer wieder mal zu bemängeln ist. Hier im Selva hat es einwandfrei gepasst. Wir kommen wieder!»

Zwei Jahre später, April 2018, der Wechsel im Selva: Saif Ahmed Khan übernimmt federführend Küche und Lokal. Die üblichen Bedenken: kann er die schöne Qualität halten, werden künftig wieder viele Stammgäste gerne dort geniessen?


Das «Selva» also ist es, dieses auf den ersten Blick unscheinbare Restaurant an der Hauptstrasse in Trübbach, welches sich vom Gebäude her wesentlich anders präsentiert als die «Traube». Und doch besteht aus meiner ganz persönlichen Sicht die eingangs erwähnte Nähe zwischen den beiden Speise-Restaurants: sehr nette und kompetente Bedienung, der Chef persönlich kümmert sich um Küche, Team und Gäste. Beide Lokale sind beliebt bei Menschen, die gerne in ruhiger Gesellschaft geniessen. Aus der Küche kommen im Selva wie in der «Traube» unterschiedlichste kulinarische Ideen, die wiederum eines gemeinsam haben: Nicht nur ich liebe diese Speisen und Getränke. Denn beide Häuser sind permanent gut besucht, Platzreservation wirklich sinnvoll. Keine Überraschung, denn auch die Preise sind in Azmoos wie Trübbach moderat zur gebotenen hohen Qualität. Wenn wir schon einen Unterschied erwähnen müssen: dem Gebäude angepasst ist die «Traube» richtig für jemanden, der das Edle und Gediegene sucht, aber auch das «Selva» hat alles, was ein gutes Lokal ausmacht. Und es ist täglich geöffnet.

Abschliessend. Wo liegt der Unterschied zwischen 4+ und 4++?
Manchmal entscheidet die Laune, wohin wir gehen. Denn beide beschriebenen Speise-Restaurants in Wartau sind Teil des «Luxus-Problems», welches Geniesser wie ich haben: Wer gerne gut isst, findet zwischen Sargans und Sennwald, zwischen Malbun CH und Malbun FL eine unglaubliche Auswahl von Angeboten. Wer einmal pro Woche auswärts isst, hat das «schöne Problem», dass er es in die tollsten Lokale der Region nur einmal im Jahr schafft, will er möglichst viele Häuser berücksichtigen.

Sie glauben mir nicht? Dann lassen Sie sich überraschen von den nächsten Regio-Tipps! Besuchen Sie die Empfehlungen, schreiben Sie Qultur Ihre Erlebnisse! Und: An guata allersiits!

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