Bild/Illu/Video: Rita Rohner

Grandioses Open Air Malans trotzt dem Regen

Die Ersten, die ich hörte, waren 11AM. Eine Band aus dem Bündnerland. Da wurde es richtig schön rockig. Leider waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht wirklich viele Personen auf dem Gelände. Das Konzert war spitzenmässig und hätte meiner Meinung nach mehr Leute anlocken können.


Der nächste Programmpunkt war Perkel. Die experimentelle Formation begeisterte vor allem durch ihre Eigenständigkeit. Ihre Musik ist noch schwierig einzuordnen, da sie zum Teil zu viele verschiedene Dinge versuchen miteinander zu verbinden. Sie wurden nicht so enthusiastisch begrüsst wie die nachfolgenden Bands, was wahrscheinlich an ihrer noch nicht so immensen Bekanntheit in der Region liegt.


Die Formation Stone Shaper aus dem Sarganserland hatte nicht nur den Heimvorteil auf ihrer Seite, auch das Zeitfenster um 20 Uhr war gut. Zu dieser Zeit waren viele Leute auf dem Platz, auch wenn das Wetter zu wünschen übrigliess.


Pünktlich zum Aufbau fiel der Regen nämlich schwer vom Himmel und innert einer einzigen Minute wurde ich klatschnass. Viele der Zuschauer huschten für ein kurzes Intermezzo zu den Verpflegungszelten, eilten aber wieder auf den Platz zurück, als das Konzert begann. Gegen die stimmungsvolle Rockmusik von Stone Shaper hatten auch die Regenwolken das Nachsehen und so zogen sie weiter.


Sie kommen aus Stuttgart ins Sarganserland und sorgen für eine gewaltige Stimmung. Die Rede ist von Kids of Adelaide, bei deren Verpflichtung das Open Air Malans wirklich ein goldenes Händchen bewiesen hat.


Bei den Berner Legenden von Bubi Eifach gab es wieder das Phänomen, dass es während des Umbaus, wie aus Kübeln regnete und beim Start der Band die Himmelsschleusen sich sofort schlossen.

Bubi Eifach ist eine Berner Formation, die doch recht rockig unterwegs ist. Irgendwie kam sie mir bekannt vor und doch nicht, bis ich mit Oli gespochen habe. Er war auch mal Bassist bei Konzerten von Amacher. Murten war das Zauberwörtchen.


Eigentlich ist wirklich alles Bubi Einfach, wenn man es mit den Augen von Kindern sieht. Die Musik ist genauso quirlig wie ein Kind mit Texten, die doch mehr Gehalt haben, als man es vielleicht denken könnte.

Mike O’Tool akaJungs die mit dem Auto zu einem Gig fahren!

Sie kommen von Bristol Grossbritannien und lieben die Schweiz, weil es hier Berge gibt. Sie haben wie viele andere Musiker auch einen normalen Job, um über die Runden zu kommen. Das Reisen liegt ihnen genauso im Blut wie die Musik. Der irische Einschlag ist unverkennbar und sie sorgen für eine super Stimmung. Sie kamen im Verlauf des frühen Nachmittags an, starteten gleich mit dem Party machen und sorgten für gute Stimmung im Backstagebereich. Sie hüpfen wie Gummibälle auf der Bühne hin und her und das auch noch spät nach Mitternacht.


Doch ihr Auftritt begann mit einem Knall.

Kein gewollter, den es knallte und alles war im Dunkeln…….

Die «Chrampfer» kamen ins Rotieren! Was um alles in der Welt ist passiert? Der ganze Strom war weg. Doch nach knapp 10 Minuten war alles wieder im Lot und die Show konnte beginnen. Ich habe mich bestens amüsiert und doch war ich müde und habe mir den Auftritt nicht bis ganz am Schluss angesehen.


Nicht nur bei dieser kleinen Anekdote, bei der sie sofort zur Stelle waren, auch sonst darf man dem Organisationskomitee mit all ihren fleissigen Mitarbeitern ein Kränzchen binden, denn sie haben gemeinsam einen tollen Job gemacht! Die liebevolle Dekoration, das feine Essen, die friedliche Stimmung, sowie viel Musik für jeden Geschmack steigern meine Vorfreude auf das 20. Jubiläum des Festivals im nächsten Jahr. Malans, ich komme wieder.

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