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In der Welt der Selbstversorgung
Bild/Illu/Video: Milena Rominger

In der Welt der Selbstversorgung

Für mich ist der Reiz des Selbstversorgens, immer mehr übers Gärtnern, Einmachen und die Kräuterheilkunde zu lernen. Diesen Frühling beginne ich erstmals mit ausgesäten Tomatensamen. Was ein paar Tage nach der Aussaat passiert, könnt ihr euch denken. Aber was dann? Dann kommt das Pikieren.


Was bedeutet Pikieren?

Pikieren bedeutet Vereinzeln. Nachdem ich die Tomatensamen vor ca. 10 Tagen in grössere Töpfe gesät habe, sind daraus bereits winzige Pflänzchen mit zwei Blätter entstanden. Ein Wunder. Der perfekte Zeitpunkt zum Vereinzeln. Das macht man, damit die Jungpflanzen genügend Platz haben zu wachsen. Die Profigärtner reden jetzt von einem Pikierstab. Den solle man benutzen, um die Wurzeln um das zarte Pflänzchen herum zu lockern, damit man im Anschluss die Pflanze in ein separates Gefäss einpflanzen kann. Ein stumpfer Bleistift kann einen Pikierstab wunderbar ersetzen. Jetzt ist es wichtig, das Pflänzlein beim Ausgraben nicht zu verletzen.


Achtung, für die jungen Tomatenpflanzen braucht man Platz, denn sie wachsen zahlreich. Und nun sollen alle einen eigenen Topf bekommen? So viele Töpfe hat kaum jemand daheim. Auch ich nicht. Und weil die Gärtnereien in der Coronakrise zu haben, muss man manchmal etwas erfinderisch sein. Im Keller fand ich einen Stapel alter Plastikbecher. Der stammt wohl noch aus Zeiten vor dem Klimawandel…


Kurzum befülle ich all diese Becherlein mit Erde aus dem Garten und setzte die Pflänzchen einzeln ein. Dabei sollte man beachten, dass sie etwas tiefer in der Erde liegen, als sie es bis jetzt waren. So haben sie mehr Halt. Nicht zu viel Erde in die Becher/Töpfe füllen, damit man der Pflanze im späteren Stadium mit noch mehr Erde wieder Halt geben kann.


Das wars mit dem Pikieren. Was jetzt?

Abwarten und giessen. Dabei giesse ich nicht jeden Tag, nur jeden zweiten.


Was ist sonst noch zu beachten?

Die Jungpflanzen brauchen jetzt Licht. Damit sie nicht zu schnell ausschiessen, eignet sich ein helles Zimmer mit rund 20 Grad. Meine Fensterbänke sind mit Plastikbecher bestückt, dort werden sie von der Sonne verwöhnt.


Jetzt bin ich gespannt, was aus den zahlreichen Pflänzchen wird und wie es in ein paar Wochen mit meiner Tomatenselbstversorgung aussieht, wohin die Pflänzchen gebracht werden, und was sie für Pflege brauchen, erzähle ich euch in einem zukünftigen Artikel.

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