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Bild/Illu/Video: Michael Zanghellini

Jeitziner sorgt für strahlende Kinderaugen

Vom grossen, nie schlafenden Zürich, zog es Jeitziner in seiner Jugend ins schöne beschauliche Emmental. «Von der Stadt ging es Richtung Westschweiz. Die Sprache habe ich aber nie gelernt und das trotz meiner Muttersprache, dem Walliser Deutsch», gesteht Jeitziner schmunzelnd. Auch wenn es mit der Sprache nicht klappte, bei der Suche nach einer neuen Freizeitsbeschäftigung stiess er auf das Tanzen. Bei diesem Hobby traf er auch seine heutige Ehefrau, eine Liechtensteinerin. «Meine Frau und ich zogen zusammen vom Emmental nach Basel und bald darauf folgte der Nachwuchs. Da wir nicht mehr so weit weg von der Familie sein wollten, «zügelten» wir dann nach Liechtenstein», erzählt Jeitziner.


Schreiben als Leidenschaft

Jeitziner schrieb schon immer viel und gerne. Beim Lesen seiner Geschichten merkte er aber, dass das Geschriebene häufig etwas holprig daherkam: «Eigentlich bin ich ein Techniker. Wenn man meine Geschichten las, konnte der Leser am Anfang nicht wirklich folgen. Eines Tages hörte ich im Radio, dass Lehrer gesucht werden. Ich habe mich auf diese Ausschreibung vorbereitet und deswegen viel gelesen und geschrieben. Dadurch wurde ich besser. Schreibfehler kann man ausbessern, aber seien Schreibstil muss man finden mit der Zeit.» Auch wenn der Start mit dem Schreiben holprig war, seine Leidenschaft liess ihn nicht mehr los. Eines Tages traf er eine ältere Dame in Basel, die ihm den Elfervers zeigte. Von da an war es um ihn geschehen. Für Jeitziner war sofort klar, dass er Kindergeschichten schreiben wollte: «Ich schrieb mein erstes Buch «Zu viel Schnee für Felix». Darin geht es um einen Jungen aus dem Wallis und ich widerspiegele darin klar Geschichten und Erlebnisse aus meiner Kindheit.» Rolf Jeitziner erinnert sich gerne daran zurück und konnte viele magische Momente in seinem ersten Kinderbuch festhalten: «Früher gab es im Wallis immer sehr viel Schnee. Unser Hauswart hat den Pausenplatz abgespritzt, damit wir eine Eisfläche zum Hockeyspielen hatten.»


Kein Ende in Sicht

Dann folgte das zweite Buch, «Der goldene Knopf». Dieses Buch schrieb er in einem Kurs in Liechtenstein. Im dritten Buch «Mundergold», reist der Leser wieder zurück zu den Wurzeln des Autors in den Kanton Wallis. «Mund ist ein Dorf auf zirka 1900 Meter Höhe. Die Leute hatten nur eine Seilbahn, um ins Tal zu kommen. Das «Bähnli » gibt es heute aber nicht mehr. Das Buch erzählt die Reise von einem Jungen und seiner Mutter, der von seiner Grosstante eingeladen wird und Mundergold bekommt. Mundergold ist übrigens Safran», fügt Jeitziner an. Die Bücher hat Jeitziner alle selbst finanziert. Er habe aber definitiv noch mehrere Geschichten im Petto, da er mit ein paar Quellen der Inspiration zusammenlebt. «Manchmal bringen mich meine Kinder auf Ideen, die ich dann gut in den Büchern umsetzen kann». Aber auch der Alltag bringe viele Ideen mit sich. Diese schreibt Jeitziner auf Notizblättern nieder und kann sie dann individuell in seine Geschichten einbauen. Oftmals komme ihm auch beim Spazieren durch den Wald eine Idee, die er dann Zuhause niederschreibt. «Das beste Publikum für meine Bücher sind die Kinder. Ich liebe es, wenn sie beim Lesen oder Zuhören ihre strahlenden Gesichter und glänzenden Augen zeigen.»

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