Kerzen auf dem Friedhof
Bild/Illu/Video: Lars Gschwend

Kerzen auf dem Friedhof

Als Christen unterscheiden wir zwischen dem Leib und der Seele. Bei Matthäus 10,28 heisst es: «Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können.»


Dieser Satz kann uns Trost sein, denn wir können beim Tod nur den Körper sehen. Und dieser führt uns vor Augen, dass das menschliche Leben hier auf der Erde endlich ist. Der Körper wird eingeäschert und / oder begraben. Der Leichnam wird sich nie mehr bewegen.  


Doch die Seele lebt weiter. Jesus erzählte immer wieder vom ewigen Himmelreich. Glauben wir also seinen Worten, so ist der Tod nicht das Ende. Dies ist in unserem menschlichen Dasein kaum vorstellbar, da wir es mit unseren Sinnen nicht wahrnehmen können. Aber, und davon berichten Menschen auch immer wieder, gibt es Situationen, da spürt man, dass da mehr sein muss als wir uns jetzt vorstellen können. Mehr als wir wissenschaftlich beweisen können. Eine andere Dimension.


Und so bleibt es nicht nur beim Anzünden einer Kerze. Das Gebet bleibt nicht einfach ein Monolog. Es wird zum Dialog. Durch Jesus Christus, dem Sohn Gottes, wurde eine Brücke zwischen den Menschen hier auf Erden und dem Reich Gottes geschaffen. Das Gebet findet einen Adressaten. Nämlich die Menschen, die wir so sehr vermissen.


Auf den Friedhöfen treffen wir auf eine Wiese mit Kreuzen und Grabsteinen, welche Namen von Verstorbenen tragen. Es ist doch sehr erstaunlich, wie friedlich es auf diesen Friedhöfen in der Regel ist. Und gleichzeitig leben diese Orte: Mit unseren Erinnerungen, die diese Menschen wieder aufleben lassen. Sie sind nicht einfach tot. Und so wird der Friedhof ein Ort voller Leben.


Der Abschied tut weh, aber die Hoffnung lebt. Die Hoffnung auf ewiges Leben.

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