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Bild/Illu/Video: Sandra Peters

Kristallhöhle Kobelwald – Ein Abenteuer für jedes Wetter

Es gibt drei kostenlose Parkplätze, mit unterschiedlich langen Wegstrecken zur Kristallhöhle. Unser Plan war den nächstgelegenen zu nehmen, doch vor Ort hatte Petrus den Regen eingestellt und wir entscheiden uns für die mittlere Wegstrecke, die laut Wegweiser 15 Minuten dauern soll. Eine Schotterstrecke führt recht steil hinauf, doch unser Lauftempo entspricht exakt der Zeitangabe. Beim Eingangstorbogen angekommen, begegnen uns einige Familien, die bereits auf dem Heimweg sind.


Wir lösen unsere Tickets für die Führung durch die Kristallhöhle im neu renovierten Panoramaraum, der Ticketschalter und Souvenir-Shop zugleich ist. Beim Buchen werden wir auf eine tagesaktuelle Besonderheit hingewiesen. Aufgrund der aktuellen Hochwassersituation ist leider nur der vordere Teil der Höhle für Besucher:innen geöffnet. Als Entschädigung reduziert sich der Eintrittspreis für Erwachsene um die Hälfte, Kinder zahlen 2 Franken weniger.


Führungen finden normalerweise im 25 Minuten-Takt statt. Aufgrund der verkürzen Tour, müssen wir daher nicht lange warten, bis wir von einem netten jungen Mann zu unserer Tour durch die Höhle abgeholt werden. Auf Nachfrage erfahre ich, dass alle Höhlenführer jugendlichen Mitglieder eines Ortsvereines sind und diese Aufgabe in ihrer Freizeit übernehmen. Sie machen das nicht ganz ehrenamtlich, sondern erhalten dafür ein kleines Taschengeld.


Wir erfahren gleich zu Beginn der Führung, wie die Höhle entdeckt und erschlossen wurde. Immer tiefer hinein geht es dann, bei rauschendem Wasser, konstanten 8 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit funkeln die Kristalle und verbreiten damit einen ganz eigenen Charme.


Kurz bevor es für uns wegen des Hochwassers leider nicht mehr weiter ging, entdecken wir mitten im Wasser ein Eichenfass, das irgendwie nicht wirklich zu dieser Höhlen-Kulisse passt. Unser Führer lüftet das Geheimnis und erklärt uns, dass hier ein spezieller «Höhlen-Whisky» der Brauerei Sonnenbräu entsteht, der eine Reifezeit von 8 Jahren benötigt.


Mit dem Rückweg dürfen wir uns Zeit lassen, die wir für Fotos und Fragen nutzen. Überrascht bin ich über die Info, dass die Kristallhöhle bei schlechtem Wetter noch mehr Besucher:innen anlockt, als bei strahlendem Sonnenschein.


Unser Fazit:

Wir werden garantiert wiederkommen und beim nächsten Mal auch die Umgebung rund um die Kristallhöhle erkunden. Wer Lust bekommen hat, selbst diese einmalige Kristallhöhle zu besuchen, findet die Informationen hier: Kristallhöhle Kobelwald | Tauchen Sie ein in das Höhlen-Abenteuer. (kristallhoehle.ch)

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