Kultur im Ort startet in die dritte Saison
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Kultur im Ort startet in die dritte Saison

Drei Jahre «Kultur im Ort» - hättet ihr beim Start gedacht, dass die Eventserie so viel Anklang findet?


Wir dachten schon, dass es ein Programm ist, welches das Publikum begeistern könnte. Vor allem das Verhältnis der Eintrittspreise zu den Bands, die wir buchen können, ist natürlich interessant. Da haben wir zum Start schon ein wenig erwartet, dass es funktioniert, aber ein Risiko und ein gewisses Kribbeln ist immer vorhanden. Genau gleich ist dies jetzt ebenfalls im dritten Jahr. Auch wenn es schon zwei Mal gut gelaufen ist, wenn man als Veranstalter etwas auf die Beine stellt, ist man immer ein wenig nervös und verspürt ein gewisses Kribbeln im Bauch. Man kann nur das bestmögliche geben, damit der Event ein Erfolg wird und das versuchen wir jedes Mal von neuem.


Was hat sich seit der ersten Ausgabe alles verändert?


Seit der ersten Ausgabe hat sich sicher verändert, dass wir inzwischen ein Organisationskomitee mit drei Leuten sind. Zuvor habe ich es alleine organisiert, was ich auch so wollte, um das Ganze ein wenig besser kennen zu lernen. Das mache ich immer gerne am Anfang, denn nur so sieht man die Schwierigkeiten und Krankheiten und kann sie ausbügeln. Jetzt im dritten Jahr bin recht glücklich darüber, dass ich gewisse Dinge abgeben kann. Ich habe zwei super Mitglieder im OK, die mich in jeglicher Hinsicht unterstützen.


Einerseits das Marketing, das von Bianca Wüst organisiert wird und die Gastrobetriebbetreuung, sowie das Ticketing, welches von Kerstin Alt auf die Beine gestellt wird. Dies hilft mir natürlich enorm, mich mehr auf die Bookings konzentrieren zu können.


Sonst hat sich nicht viel geändert. Wir arbeiten immer noch mit dem gleichen Konzept. Es hat funktioniert, gewisse kleine Sachen wurden geändert, aber dies fällt dem Gast an und für sich gar nicht auf, da dies eher im Hintergrund stattgefunden hat. Das Konzept hat super funktioniert, weshalb wir auch keine grossen Änderungen angeschoben haben.  


Booker Adrian Siegrist bei einem Auftritt seiner Band Z-Promis

















Was waren in den vergangenen Jahren die grossartigsten Momente bei «Kultur im Ort»?


Das ist immer schwierig etwas speziell hervor zu heben, wenn man eine Eventserie organisiert mit so vielen Stilrichtungen. Aber ich würde sagen, Baba Shrimps im ersten Jahr oder auch William White im Schlosshotel – das sind sehr schöne Konzerte gewesen. Damian Lynn, der im vergangenen Jahr im Giessenpark gespielt hat, war sehr, sehr cool. Aber auch Nevada, die Countryband, war ein ganz anderer Event, was wirklich super angekommen ist. Immer wieder Poetry Slam und Philipp Maloney– Es sind einfach alles so spezielle Events, die einzigartig sind, was ein Vergleichen schwierig gestaltet.


Das grossartigste für uns ist aber, dass die Eventserie solch einen Anklang bei der Bevölkerung und den Menschen findet. Wir haben Stammgäste, die immer wieder kommen und alle Events besuchen. Es ist ausserdem die Stimmung an der Serie, die mich beeindruckt und die ich cool finde. Es sind eigentlich genau diese Sachen, die ich mit dem Event erreichen wollte. Die Leute kommen raus am Donnerstag, statt daheim TV zu glotzen, gehen an ein Konzert oder eine Vorstellung und haben einfach eine gute Zeit. Das als solches empfinde ich als das grosse Highlight.  


Auf welche Acts freust du dich in diesem Jahr speziell?


Diese Frage geht in eine ähnliche Richtung. Es gibt so viele Bands, die ich gerne höre. Ich buche nur Bands und Künstler, die ich selbst cool finde, weshalb ich mich grundsätzlich auf alle freue. Speziell herauszuheben ist in diesem Jahr sicher Anna Rossinelli, die ich wieder einmal verpflichten konnte. Ich durfte sie in der Vergangenheit bereits an anderen Events buchen und habe dort realisiert, dass sie eine ganz spezielle und einzigartige Künstlerin ist.

Bubi Eifach empfinde ich zudem als saucoole Band. Das sind einfach gute und freche Typen, genau wie Pablo Infernal, die durch ihre eigene Art richtig geile und unvergessliche Auftritte hinlegen.


Ein ganz spezieller Act ist für mich zudem der Schweizer Reaggaekünstler Elijah. Da kommen «Badierinnerungen» bei mir auf. Als er damals seine ersten Karrierehöhepunkte feierte, haben meine Kollegen und ich seinen Sound jeweils in der Badi gehört. So Schweizer Reaggaeklänge wie Phenomden, das fand ich einfach geil. Er hat jetzt eine neue EP draussen und kommt Ende Juli zu uns, was für mich ein wenig ein «Back to the roots»-Moment wird.


Beim diesjährigen Programm hat es natürlich auch noch die Standup Comedy Nights im Grand Ressort mit Rob Spence und viel weiteres.
Aber eben, wie schon erwähnt, freue ich mich eigentlich auf alle.


An wie vielen Veranstaltungen wirst du selbst anwesend sein?


Ich werde an allen Veranstaltungen anwesend sein, was ja auch Sinn macht.

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