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Mit Rückschlägen besser umgehen
Bild/Illu/Video: Stefan Schwarz

Mit Rückschlägen besser umgehen

Nicht umsonst haben Fitnessstudios zu Beginn des Jahres die höchste Anzahl an Neukunden. Dies klingt erstmal schön und gut, jedoch hört man immer wieder, dass nach wenigen Monaten schon wieder aufgegeben wird, da es einfach nicht klappen will. In diesem Beitrag geht es darum, wie man mit Rückschlägen besser umgeht und auch versteht, weshalb diese geschehen.


Eine Umstellung braucht Zeit. Es ist nämlich viel bequemer, einfach so weiterzumachen, wie bisher. Da dies nicht immer der beste und gesündeste Weg ist, entschliessen sich viele zu Beginn des neuen Jahres, etwas zu verändern. Allein die Entscheidung ist schon der erste Schritt in die richtige Richtung, dessen sind sich viele nicht bewusst. Die ersten Tage – vielleicht auch Wochen – verlaufen meist gut, angetrieben durch ein klares Ziel vor Augen.


Doch dann kommt ein Tag, an dem man Streit mit dem Partner hat, die Kollegen auf der Arbeit einem nerven oder anderes Stress verursacht. Schneller als man erwartet, verfällt man in die alten Muster zurück, da dies für uns gewohnt ist. So wird der Stressfaktor, für welchen wir selbst sorgen, beseitigt. Eine Umstellung bedeutet meistens auch Stress, jedoch wird dieser mit der Zeit weniger und die ersten positiven Resultate lassen sich sehen.


Beim ersten Rückfall in alte Muster, reagiert man vielleicht noch gelassen, denn perfekt ist sowieso keiner, sagt man sich. Geschieht dies mit der Zeit jedoch öfter, da man bequemer wird und die Motivation möglicherweise nachgelassen hat, trifft es die betroffene Person meist härter. In diesem Fall aufzugeben, ist jedoch der falsche Weg. Es ist leichter gesagt als getan, doch mein erster Ratschlag lauter: Nach vorne schauen. Es bringt nichts in der Vergangenheit zu weilen und in Grübeleien zu versinken, denn dies ändert auch nichts an der Tatsache. Hat es Sie jemals weitergebracht, über etwas nachzudenken, dass Sie nicht ändern können? Ich denke mal, danach fühlt man sich eher noch schlechter als zuvor.


Statt sich selbst wegen einer vermeintlichen Niederlage fertigzumachen, bietet es sich an, das Positive am ganzen zu sehen. Jeder einzelne Tag, an dem man den neuen Vorsatz umgesetzt hat, ist ein Tag mehr als im Vorjahr. Seien Sie stolz und dankbar auf die Tage, an denen Sie Erfolg hatten. Je mehr man sich auf das konzentriert, was einem gut gelungen ist, desto eher wiederholt es sich in der Zukunft.


Was mir jeweils enorm hilft, ist es, mir morgens fünf Minuten Zeit zu nehmen und mir meinen Zielen nochmals genau bewusst zu werden. So startet man mir genügend Motivation in den Tag und ist auf allfällige Schwierigkeiten besser gewappnet. Zudem ist jeder Tag ein neuer Anfang!


Mein Motto lautet nach wie vor: Aus Fehlern lernt man! Wenn man sich die Rückschläge und die damit verbundenen Situationen und Emotionen beispielsweise notiert, kann man über einen gewissen Zeitraum Fehler entdecken, die zum Misserfolg geführt haben. Es macht Sinn, sich eine Strategie zu überlegen, solche Situationen zu vermeiden oder zumindest vorbereitet zu sein.


Und zu guter Letzt: Seien Sie nicht zu streng mit sich selbst! Niemand muss perfekt sein. Es ist normal, sich an manchen Tagen von Launen und Gelüsten treiben zu lassen. Wenn Sie sich dies erlauben, dann fällt es Ihnen auch leichter, an den anderen Tagen durchzuhalten. Auch wenn man sich zu viel auf einmal vornimmt, kann schnell einmal etwas schiefgehen. In kleinen Schritten kommt man vielleicht langsamer, aber sicherer ans Ziel.

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