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Mit russischen Klängen das Jahr eingeläutet
Bild/Illu/Video: Christian Imhof

Mit russischen Klängen das Jahr eingeläutet

Mit der Nummer «Das grosse Tor von Kiew» eröffnete das Orchester Con Brio kurz nach halb Acht ihr Neujahrskonzert. Die beschwingten Komposition von Modest Mussorgski wurde lautstark willkommen geheissen und zeigte zum Start in welche Richtung die Reise geht.


Im breiten und irgendwie ziemlich sympathischen Glarnerdialekt begrüsste Vorstandsmitglied Christoph Benninger die zahlreich erschienenen Gäste aus nah und fern. Ihre kurze Konzerttour führe sie nach den Stationen Glarus, Jona und Pfäffikon zum Abschluss nun nach Flums und es sei schön, dass sich so viele Musikinteressierte die Zeit genommen hätten mit ihnen auf das neue Jahr anzustossen. Das Orchester Con Brio unter der Leitung vom Dirigenten Stefan Zindel und der Konzertmeisterin Caroline Thoma, studiere jeweils alle zwei Jahre gemeinsam ein Neujahrskonzert ein. In diesem Jahr hätten sie sich für die musikalische Reise von Russland nach Österreich entschieden. Zu hören gebe es im ersten Teil ausschliesslich Musik von russischen Komponisten und das Konzert gehe gleich weiter mit dem Dreiteiler Maskerade von Aram Katschaturian.


Klassische Musik und Headbanger
Während der erste Teil mit der schlichten Bezeichnung «Walzer» beschwingt ins Publikum tänzelte, suhlte sich der Teil «Romanze» in einer gewissen Nachdenklichkeit. Der abschliessende Teil namens «Mazurka» suggerierte Frühlingsgefühle, als das Con Brio Orchester jugendliche Klänge voller Spielfreude ins Rennen schickte. Dann folgte ohne Ansage der «Tanz der Ritter» von Sergej Prokofjew, welcher einigen im Publikum irgendwie bekannt vorkam. Für den Aha-Moment sorgte Benninger, der erwähnte, dass Heavy Metal Bands wie Deep Purple und Iron Maiden diese Komposition auch schon als Soundtrack für das Betreten der Bühne auserkoren hätten. «Wahrscheinlich wollten sie sich einmal wie Ritter fühlen.», flachste der gewitzte Showman. Das nächste Stück von Aram Katschaturian sei ein eher schnelleres, weshalb sie als Orchester anschliessend eine kurze Verschnaufpause brauchen würden. Danach sei ihr Russlandaufenthalt schon zu Ende und sie werden die Zuhörer gestärkt in Wien begrüssen.  

Fast wie eine Familie
Ob bei dem Klassiker «Säbeltanz» oder bei den grandiosen Strauss-Werken nach der Pause, die 40-köpfige Formation erschien als grosse Einheit, die gemeinsam etwas Einzigartiges auf die Beine gestellt hatte und es nun voller Vorfreude der Öffentlichkeit zeigen durfte. Dirigent Stefan Zindel strahlte stellvertretend für sein ganzes, vom Alter bunt durchmischtes, Orchester wie ein Honigkuchenpferd und machte mächtig Stimmung. Man spürte, dass der Verein eher ein familiäres Gebilde ist und alle eine Begeisterung für diese Musik haben, welche ansteckend wirkte und vom Publikum mit minutenlangen Applaussalven gespiegelt wurde.    

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