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Nachgefragt bei Katja Alves
Bild/Illu/Video: Anita Affentranger

Nachgefragt bei Katja Alves

Wenn man Sie googelt und die Einträge auf Wikipedia durchgeht, dann stellt man fest, dass Sie schon sehr viele (besonders Kinder und Jugendbücher) auch unter grossen deutschen Verlagen publiziert haben. Weshalb haben Sie sich für Ihr neustes Werk für einen eher kleineren Schweizer Verlag- den da bux Verlag entschieden?

Das eine schliesst das andere nicht aus. Ich denke, die meisten Autor*innen sind für mehrere Verlage tätig. Ich auch. Ich hatte für da bux bereits das Jugendbuch «Erwischt» geschrieben. Eine tolle Zusammenarbeit mit diesem kleinen aber sehr professionellen Verlag.

Als mich Alice Gabathuler dann gefragt hat, ob ich eine Kindergeschichte für da bux schreiben würde, war ich sofort Feuer und Flamme. Die Idee für die Geschichte hatte ich schon seit geraumer Zeit und als dann alles stillstand und sämtliche Lesungen wegfielen, hatte ich plötzlich ganz viel Zeit, um am goldenen BMX zu arbeiten.


Der da-bux Verlag steht für moderne Jugendbücher. Ihr neustes Buch – Das goldene BMX ist das erste Kinderbuch unter diesem Verlag. Es richtet sich an jüngere Leser (Mittelstufe), denen das Lesen noch etwas schwerer fällt. War das eine besondere Herausforderung, oder lief alles frei und flüssig aus der Feder?

Der Text ist reduziert und in einem reimlosen Versformat geschrieben. Durch den Rhythmus fällt das Lesen einfacher. Dabei galt es für mich zu beachten, dass kein Wort zuviel ist und keines zu wenig. Und natürlich, dass die Geschichte spannend bleibt und die Handlung vorangetrieben wird. Gut, während ich das schreibe merke ich, dass ich letzteres eigentlich bei jedem meiner Bücher verfolge.


Der Titel des Buches lässt erahnen, dass es sich um ein BMX Rad dreht. Möchten Sie mit diesem Buch eine besondere Zielgruppe ansprechen, oder ist es auch für LeserInnen interessant, die vielleicht nicht BMX fahren zu Ihren Hobbys zählt?

Es ist auf jeden Fall keine Anleitung für BMX-Fahrer*innen. Vielmehr geht es um Wünsche und was man bereit ist dafür zu riskieren. Und Nunos sehnlichster Wunsch ist es eben ein BMX zu besitzen. Und ja, mehr verrate ich natürlich nicht. Aber wir haben tatsächlich lange am Titel herumgetüftelt. Zwischendurch gab es immer wieder andere Vorschläge. Ich habe dann während einer Lesetour Kinder zu Rate gezogen und der Titel «Das goldene BMX» stiess sofort auf grosse Begeisterung.


Zum Schluss noch eine persönliche Frage: Welches Buch liegt aktuell auf Ihrem Nachttisch und warum gerade dieses?

Ich habe immer stapelweise Lektüre auf meinem Nachttisch. Die aktuelle Auswahl ist:

Diverse portugiesische Magazine, die mir Bänz Friedli netterweise aus Portugal mitgebracht hat.

Jamaica Kincaid, Mister Potter, Kampa Verlag (netterweise ausgeliehen und empfohlen von Julia Ann Stüssi, der Pressebeauftragten des Nord Süd Verlags.

Walter Benn Michaels, Der Trubel um Diversität, Edition Tiamat (empfohlen von meiner Agentin).

Eva Rottmann, Mats und Milad, Jacoby und Stuart (lese ich für die Programmkommission JuKiLi der Solothurner Literaturtage).

Oh, und dann gibt es noch den E-Reader. Da lese ich Kalmann, von Joachim B. Schmidt, Diogenes Verlag

Und zum Schluss:

Vielen Dank für die Fragen und viel Spass mit dem goldenen BMX

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