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Nachgefragt bei Ovidiu Tell
Bild/Illu/Video: zVg

Nachgefragt bei Ovidiu Tell

Seit kurzem seid ihr unterwegs mit dem Circus Maramber. Wie reagiert das Publikum auf deine Nummer?

Sehr gut. Man merkt beim Publikum diesen Wow-Effekt.

Wie bist du ursprünglich zum Schiessen gekommen?

Mein Onkel Guy Tell machte die Nummer schon 1970, er war die Nummer eins der Kunstschützen auf der ganzen Welt. Diese Nummer beeindruckte mich sehr und er inspirierte mich dazu dieses Erbe anzutreten.

Was ist die grösste Schwierigkeit beim Bedienen einer Armbrust? Die Schwierigkeit besteht darin seinen Körper genau unter Kontrolle zu haben. Wenn man als Beispiel einen Scharschützen nimmt muss dieser sowie auch ich, beim schiessen einatmen und ganz ruhig bleiben, damit ich nicht zittere und mein Ziel nicht verfehle.

Wie oft trainierst du deine Fähigkeiten?

Das ist so wie Fahrradfahren wenn man damit beginnt, muss man es jeden Tag üben. Mittlerweile habe ich das nach so vielen Jahren  im Gefühl. Jede Show ist anders. Die Wetterverhältnisse und Temperaturen spielen eine sehr grosse Rolle, somit ist auch jede Show eine Herausforderung und Training für mich

Du spielst mit deiner Nummer sehr auf die Schweizer Volkssage von Willhelm Tell an. Was fasziniert dich an dieser Geschichte bis heute?

An Wilhelm Tell faszinieren mich bis heute seine Nerven aus Stahl, als er den Apfel vom Kopf seines Sohnes geschossen hat, unter dem Druck der damaligen Behörden. Ich als Ovidiu Tell möchte aber nicht das Leben eines Anderen riskieren, deshalb riskiere ich mein eigenes und schiesse mir den Apfel selber vom Kopf.

Wann und wie ist bei dir der Schritt vom Schiessstand in die Manege passiert?

Mein Onkel Guy Tell ging 2007 in Pension und dann wechselte ich, als die neue Generation meiner Familie in die Manege.


Was empfiehlst du jungen Leuten, die auch davon träumen mal mit einem Zirkus auf Tour zu gehen?

Das Zirkusleben und das private Leben, sind sehr unterschiedlich. Im Zirkus ist jeden Tag was Neues und jeder Tag ist eine neue Lektion fürs Leben.

Was macht den Circus Maramber für dich so einzigartig?

Der Respekt untereinander, es ist egal ob Arbeiter, Artist oder Direktor es wird jeder gleich und auf demselben Niveau behandelt. Ausserdem gefällt mir sehr, dass Arbeit und Privates stets voneinander getrennt werden.  


Ab kommenden Mittwoch gastiert der Circus Maramber in Maienfeld. Weitere Informationen und Tickets gibt's hier.

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