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Nachgefragt bei Stämpf
Bild/Illu/Video: Christian Ritz

Nachgefragt bei Stämpf

Heute ist deine neue Single «Lost and found» erschienen. Wie nervös bist du bezüglich der Reaktionen deines Publikums?

Nein, nervös bin ich nicht. Ich habe jetzt schon sehr viele positive Feedbacks zum Song bekommen. Das freut mich natürlich sehr. Anscheinend haben die Leute jetzt auch mehr Zeit Musik zu hören. Das ist natürlich ein erfreulicher Aspekt.


Dein letztes Album erschien 2013. Avancierst du immer mehr zum Perfektionisten oder warum veröffentlichst du so selten neue Musik?

Etwas so gut wie möglich zu machen ist immer mein Credo. Dass es aber so lange gedauert hat, hat nichts mit Perfektionismus zu tun. Ich konnte in dieser Zeit auch mehrheitlich für meine Kinder da sein und schauen wie sie gross werden. Diese Zeit kann man nicht zurückdrehen und darum bin ich dankbar, dass ich diese Zeit hatte.


Wie klingt Stämpf 2020?

Stämpf klingt auch 2020 erdig und rockig. Das Ganze ist immer mit viel Melodie gespickt,  aber auch Gitarrensound pur. Also für jeden Fan der ehrlichen handgemachten Rock-Musik ein Muss.


Deine aktuelle Formation ist relativ frisch. Wie viel Einfluss hatten die Jungs auf deinen Sound?

Eigentlich nicht mehr viel. Ainga hat noch ein paar Gitarrensolis und andere Gitarrenparts neu eingespielt und Dani hat noch die hohen Backingvocals eingesungen.


Du warst lange Zeit bei QL und damit ziemlich erfolgreich. Gibt es Momente in denen du dieser Zeit nachtrauerst?

Nein, das würde ich nicht sagen. Ich hatte mit QL eine wirklich tolle Zeit und die Jungs sind immer noch gute Kumpels von mir. Ich musste einfach weiterkommen in meinem kreativen Schaffen. Was ich mir bis heute nicht reuig bin.


War Mundart für dein Soloprojekt nie eine Option?

Vielleicht mal zwischendurch für ein Projekt. Für meine Songs kommt es nicht in Frage. Weil ich mit amerikanischer und englischer Rockmusik aufgewachsen bin und das heute immer noch feiern kann.


Ziemlich häufig trifft man dich live mit «The Trail» oder «The 2nd Trail» an. Wie hart betroffen seid ihr von den Konzertabsagen wegen dem Coronavirus?

Mit The2ndTrail waren es vier Konzerte mit über 1000 Zuschauern, die abgesagt wurden. Was wir natürlich schade finden, aber in einer Situation die wir jetzt haben, ist es mehr als verständlich, dass diese Massnahmen getroffen worden sind. Hier gilt, dass wir die betroffenen Risikogruppen und auch uns selbst schützen müssen. Jeder Mensch sollte dieses Verantwortungsbewusstsein haben.


Du lebst von der Musik. Wie einschneidend sind solche finanziellen Einbrüche?

Die sind schon einschneidend. Stell dir mal vor, wenn du von Heute auf Morgen deinen Lohn nicht mehr bekommst. Das macht schon etwas aus. Vor allem für uns selbstständig erwerbende Künstler im Profibereich ist dies eine schwierige Situation. Aber ich will hier nicht jammern. Es gibt immer Lösungen und Unkraut vergeht bekanntlich ja nicht.


Vorausgesetzt das Veranstaltungsverbot ist durch, wo und wann sind die nächsten Konzerte von dir geplant?

Das ist schwierig zu sagen im Moment. Die Veranstalter halten sich im Moment auch zurück mit dem Buchen von Terminen, die sogar erst im Herbst stattfinden. Aber sobald ich mehr Infos habe, kann man die bei mir auf der Webseite natürlich nachschauen. Oder am besten ist es, wenn die Leute gleich meinen Newsletter abonnieren. Dann sind sie immer top informiert.

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