Open Air Chapella: «Wir geben Acht auf Natur und Umwelt.»
Bild/Illu/Video: Martin Kägi

Open Air Chapella: «Wir geben Acht auf Natur und Umwelt.»

Kein anderes Bündner Openair gibt es so lange wie euch. Was ist das Erfolgsgeheimnis vom Chapella?

Das Chapella Open Air hält seit 38 Jahren an den gleichen Werten fest. Wir möchten «echt bewegend» sein und geben Acht auf Natur und Umwelt. Unser Ziel ist es für jeden Gast den Musikgeschmack zu treffen. Die einzigartige Stimmung in toller Atmosphäre und Umgebung, qualitativ hochstehende Musik und das ganze Herzblut, dass in das Familienfestival gesteckt wird, zeichnet das Chapella Open Air seit Beginn aus.


Als eines der wenigen Openairs verkauft ihr keine alkoholischen Getränke. Wie kam es zu dieser Philosophie?

Das Chapella Open Air entstand in den frühen 80er-Jahren aus der Engadiner Jugendbewegung. In den ersten Jahren war die Musik ein Teil des Jugendfestivals, welches gemeinsam mit den Gründungsmitgliedern durch die Engadiner Pfarrer organisiert wurde, wodurch in den Anfängen kein Alkohol verkauft wurde.

Geblieben ist ein reines Musikfestival. Wir möchten keinen Gewinn mit dem Open Air erzielen, und dadurch auch explizit nicht durch den Alkoholverkauf. Die friedliche Atmosphäre auf den Festivalgelände gibt für uns zur Zeit keinen Anlass, den Alkoholverkauf einzuführen. Solange wir das Chapella Open Air ohne Alkoholverkauf finanzieren können, werden wir darauf verzichten. Selbstverständlich dürfen alle Besucher ihren Alkohol selber mitnehmen, egal ob in Glas-, Alu- oder PET-Verpackungen.


Was macht für euch ein stimmiges Familienopenair aus?

Unsere Besucher und Helfer sind schon lange mit dabei. Ich selber bin ein OK-Mitglied aus zweiter Generation. Mein Vater ist ein Gründungsmitglied und ich bin mit dem Chapella Open Air aufgewachsen. Unser Publikum ist bunt durchmischt – von 0 bis über 80 Jahren haben wir jedes Jahr mehrere Generationen auf dem Festivalgelände, was zu einer tollen Familienatmosphäre führt. Das Open Air ist zu einer grossen Familie zusammengewachsen. Wenn man am Sonntagnachmittag in die strahlenden bemalten Kindergesichter sieht, gibt das uns enorm viel zurück und man erinnert sich an die eigene Kindheit. An welchem Open Air sonst kann man seine Kinder unbesorgt über das Festivalgelände oder in den Kindergarten schicken?


Roland Vögtli alias Cha da Fö spielte schon einige Male bei euch und ist auch dieses Jahr wieder dabei. Wie ist es für euch, dass er bei jedem Heimspiel noch etwas berühmter zurückkehrt nach S-Chanf?

Roland Vögtli war schon mit diversen Formationen am Chapella Open Air, er engagierte sich als Helfer und war auch schon als Besucher da. Es ist für uns schön, dass er immer wieder zurückkommt und ich denke, es fühlt sich für ihn sowohl für uns als ein schönes Stück Heimat an. Auch dies zeigt, dass wir sowohl bei den Helfern, bei den Musikern sowie bei den Besuchern eine grosse Familie sind.


In diesem Jahr habt ihr wieder ein reichhaltiges Programm auf die Beine gestellt. Auf welche Acts freust du dich selbst am meisten?

Für mich hat es an jedem Festivaltag Leckerbissen mit dabei. Chapella Open Air startet bereits am Freitag fulminant mit der tollen Stimme von Martina Linn und geht bunt durchmischt weiter, bis am Sonntagnachmittag mit Pinguins mit toller Tanzmusik das Festival bereits wieder zu ende geht. Ich freue mich auf jeden Fall auf jede einzelne Band. Besonders stolz bin ich, dass wir auch dieses Jahr mit dem Roland Schwab Duo wieder einen Kinderact am Sonntagmorgen auf der Bühne haben. Man kann auf jeden Fall auf die Darbietungen gespannt sein.


Mehr Informationen zum 38. Open Air Chapella gibt's hier.

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