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Ostern: Eine unglaubliche Sache!
Bild/Illu/Video: Pixabay

Ostern: Eine unglaubliche Sache!

Wenn uns jemand sonst so eine Geschichte erzählt, würden wir diese als Märchen abtun. Wir würden vielleicht lächeln und dann ganz schnell wieder vergessen.


Aber bei der Geschichte um die Auferstehung von Jesus ist das anders: Wir feiern Jahr für Jahr dieses unvorstellbare Ereignis! Und warum? Vor 2000 Jahren wurden die Menschen so von dieser Sache gepackt, dass sie hinausgezogen und auf der ganzen Erde von der Auferstehung berichteten.


Ich finde es sehr spannend, dass die Evangelisten erst gar nicht versucht haben dieses spezielle Ereignis in Worte zu fassen. Der Moment selbst, also jener von der Auferstehung, wird nicht direkt beschrieben. Vielleicht auch deshalb, weil wir sonst noch viel mehr danach suchen würden, was der Trick an der ganzen Sache sein könnte.


Aber es ist eben nicht einfach ein Zaubertrick. Nein, es ist etwas Unfassbares, etwas Gewaltiges!


Im Evangeliumstext von Matthäus erfahren wir, dass Maria Magdalena und die andere Maria zum Grab von Jesus gingen. Und es kam zu einem gewaltigen Erdbeben. Doch das Erdbeben ist vor allem in den anwesenden Frauen geschehen. Diese werden regelrecht durchgerüttelt. Wachgerüttelt: Hey schaut! Da ist viel mehr als ihr euch vorstellen könnt! Jesus ist auferstanden! Jesus ist da, er redet sogar mit euch!


Aus der grossen Trauer – und wahrscheinlich auch gespickt mit einer Enttäuschung, dass Jesus, ihr Retter, an den sie so stark glaubten, einfach gestorben ist – Wir nun ein grosses Staunen und Freude.

Wir werden uns gerade in diesen Tagen der Corona-Krise bewusst, wie endlich unser irdisches Leben ist. Wir können den Tod dank Medizin manchmal hinauszögern oder sogar verschieben, aber am Schluss doch nicht verhindern.


Am Osterfest dürfen erkennen, dass Gott unser Leben mit uns teilt. Er ist mit uns und lässt uns nicht allein. Von Karfreitag lernen wir, dass auch Jesus für uns gelitten hat. Durch ihn erlebte auch Gott diesen Schmerz. Er weiss, wie es ist einen sterbenden Menschen loszulassen. Wir dürfen uns ihm deshalb immer wieder im Gebet anvertrauen.


Die Christen glauben, dass Jesus den Tod besiegt hat und Gott alle hineinnimmt in das ewige Leben.

Wir dürfen keine «Zaubertricks» erwarten. Unser lieben Verstorbenen werden nicht einfach wieder so auf der Erde auftauchen. Nein, dass ist Ostern nicht. Ostern ist viel mehr. Glauben wir daran und bringen wir die Hoffnung in die Welt hinaus: Christus ist auferstanden. Halleluja!


Ich wünsche allen gesegnete Ostern

Lars Gschwend, Religionspädagoge



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