5 Kino Apollo 5 CDC
«Planets» im Soundcheck
Bild/Illu/Video: Cover

«Planets» im Soundcheck

«Jellybean» hat im Intro eine Melodie, die wahnsinnig catchy klingt und einem zum Start der CD gleich umarmt. Es ist allgemein ein Wohlfühlsound, den das Quartett hier zelebriert. Die Instrumente klingen sanft und holzig, zeitgleich aber auch beschwingt und mit viel Drang nach vorne. «Come and be with me» - wenn auch die anderen Lieder so klingen, sehr gerne.


«Pay as u go» ist Ballade, welche durchtränkt mit Melancholie aus den Boxen tropft. Das Abschiedslied hat eine tröstende Ausstrahlung und wirkt wie eine warme Decke in einer Gewitternacht. Wunderschön, wie The Unshakeables hier ein Lied gezimmert haben, welches direkt ans Herz geht und bei alten Narben zumindest nochmals anklopft.


«Things I never said» ist funky und sehr tanzbar. Es ist einer der Songs, der direkt in die Beine fährt und trotzdem auch hier ein paar blaue Noten versteckt hält.  Man hört der angenehmen Stimmfarbe vom Frontsänger gerne zu, denn sie passt perfekt auf das tighte Fundament seiner Kollegen. Sehr cool!


Zwischenzeitlich habe ich mal auf die spannende Entstehungsgeschichte der Bands geschaut, welche sich zum Glück dazu entschieden hat, dass sie mit ihrem englischen Kollegen Jamie R. Hawkins gemeinsame Sache machen und dass grosse Songs eine verbindende Wirkung haben können. «Not going anywhere» ist ein Song, der ziemlich unter die Haut geht und zeigt, was passieren kann, wenn alle Stärken gebündelt werden und mit viel Leidenschaft und Lebenserfahrung musiziert wird. Wunderbar.


«Planets» ist der Titelsong des Albums und beeindruckt durch eine akustische Gitarre, Schnippen und eine fantastische Erzählung. Man kann jetzt lange hin und her schreiben, was hier noch spektakulär ist, aber am einfachsten ist ein solch aussergewöhnliches Lied wie dieses schlicht mit drei Buchstaben zu benennen: Hit!


Schlussfazit:
Die EP «Planets» von The Unshakeables zeigt, wie Musik verbindet und federleicht Grenzen einreissen kann. Das kurzweilige Werk klingt trotz der jungen Geschichte der Formation sehr reif und stimmig. Die Spielfreude der Herren springt von Anfang an auf den Hörer über und begeistert bis ganz zum Schluss. Der Band ist aber etwas ganz anderes gelungen an dem viele andere sich über Jahre hinweg die Zähne ausbeissen: Das Werk klingt nach einer EP einer eingespielten Band und nicht nach einer CD von einem Star und seinen Begleitmusikern. Für dieses Kunststück gebührt ihnen mein grösster Respekt und ich freue mich jetzt schon auf den Tag, wenn ihr erster Longplayer in meiner Stereoanlage rotiert. Mehr davon!  

Themenverwandte Artikel

Dabu Fantastic’s «Schlaf us» im Soundcheck
Bild/Illu/Video: zVg.

Dabu Fantastic’s «Schlaf us» im Soundcheck

Läärguet’s «Gsehsch mi?» im Soundcheck
Bild/Illu/Video: Cover

Läärguet’s «Gsehsch mi?» im Soundcheck

Mü Man’s «Nachtblind» im Soundcheck
Bild/Illu/Video: Cover

Mü Man’s «Nachtblind» im Soundcheck

Empfohlene Artikel