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Sagenhafte Premiere im Kiwi
Bild/Illu/Video: Christian Imhof

Sagenhafte Premiere im Kiwi

Zum Start der Premiere reihten sich einige der wichtigsten Protagonisten des neuen Films, sowie der Kopf des Leidenschaftsprojekts Rolf Hösli auf der Bühne des Kiwi-Kinos nebeneinander auf. Überglücklich, den Film, welcher zwischen 2018 und 2019 gedreht wurde, endlich der Öffentlichkeit zu zeigen, bedankte sich Hösli bei den insgesamt 104 Darstellerinnen und Darsteller. Ein solches Projekt zu realisieren wäre ohne sie ziemlich unrealistisch gewesen. Ihre Leidenschaft für das Mittelalter, sowie die selber mitgebrachten Kostüme der Leihendarsteller seien von unschätzbarem Wert für die «No-Budget»- Produktion gewesen. Schon vorab bat er um Verzeihung bei denjenigen Personen, die gedacht hätten, man würde sie mehr im Film zu Gesicht bekommen. Dies habe keine persönlichen Gründe. Oft habe er es erst im Schnitt bemerkt, dass bei ernsten Sequenzen vielleicht jemand im Hintergrund gegrinst habe, weshalb auch Szenen dem Schnitt zu Opfer gefallen seien. Trotzdem könne er aus voller Überzeugung sagen, dass ohne die vielen guten Seelen im Hintergrund keinen Film geben würde.


So passiert oder gut erfunden

Wie immer mit den Sagen ist auch die Geschichte des letzten Ritters von Hohen Rätien nicht 100 prozentig belegt, was beim Film zum Start auch angeschnitten wurde. Doch da diese Sage in der Ostschweiz sogar an mehreren Orten erzählt wird, werde hier in etwa nachgezeichnet, wie sich das Ganze zugetragen haben könnte, erklärte die Erzählstimme. Dies schien auch für die Zuschauer schlüssig, denn auch wenn sich die Geschichte nicht wirklich so zugetragen hat, war sie wenigstens gut erfunden.


Das Leben von Cuno

Hauptfigur des kurzweilige Mittelalterstücks ist der herrische Ritter Cuno, dargestellt vom Wangser David Grünenfelder. Dieser verliebt sich an einem Reitturnier im Weiler in die junge Anna, dargestellt von Miriam Küpper, welche er von seinen finster dreinblickenden Schergen auf die Burg verfrachten lässt und dort in den Kerker wirft. Da dies beim gebeutelten Volk das Fass zum Überlaufen bringt, bleibt dem letzten Ritter nur noch eine Möglichkeit: Die Flucht vor der wütenden Menge aus dem Tal. Diese führt ihn mit seinem Pferd über den Hügel direkt hinunter in die tödliche Viamalaschlucht.


Familiäre Stimmung beim Cast

Dass die 104 mitwirkenden Leihenschauspieler ziemlich viel Spass bei den Aufnahmen hatten, ist dem Film und vor allem auch dem darauffolgenden Making Of ziemlich anzusehen. Regisseur Hösli hat mit dem Werk etwas erschaffen, dass die Mittelalterbegeisterten in der Region verbindet. Für dieses Kunststück, die malerischen Landschaftsaufnahmen und die ganze Umsetzung der Geschichte, erhielt er reihenweise Komplimente von seinen Darstellerinnen und Darsteller. Er nahm diese lieben Worte dankbar an und hatte für jede und jeden seiner Mitwirkenden Zeit für einen kurzen Schwatz. So drückte er seine Dankbarkeit aus und zeigte zugleich auf, was alles möglich ist, wenn man engagierte Personen sich vor der Kamera ausleben lässt. Der Film ist nicht nur ein tolles Souvenir für alle Darsteller, sondern auch ein Werk, welches einer altbekannten Sage neues Leben einhaucht und sie für die Nachwelt konserviert.

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