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Selbstportrait eines Wortjongleurs
Bild/Illu/Video: zVg.

Selbstportrait eines Wortjongleurs

Auf den ersten Blick ist Coroni ein Original. Doch bei näherer Betrachtung hat er ein Idol! Igor, die Ratte. Jearman und Schaad schufen sie einst für den «Nebelspalter». Ich vermisse sie heute noch! Die Ratte freute sich über das seltsame Treiben der Menschen und wenn sie wieder einmal etwas «verbockten», profitierte Igor davon. Coroni ergeht es nicht anders. Auch er freut sich über unsere «Pannen». Aber es ist keine Schadenfreude. Bösartigkeit ist Coroni fremd. Aber er vertritt seine eigenen Interessen und das ist sein Recht.


Der Weg zu Coroni war lange. Erst im zarten Alter von 56 Jahren habe ich einen Zugang zu Humor in meinen Texten gefunden. Coroni ist also eine späte Premiere! Aber er soll nicht nur unterhaltsam sein. Wenn er den einen oder anderen Augenblick des Nachdenkens auslöst, könnte ich sehr gut damit leben. Das gilt übrigens auch für Kritik. Satire ist immer noch das Salz in der Suppe der Gesellschaft. Satire macht vieles erträglicher, das offensichtlich schief läuft - als kreatives Ventil.


Beruflich prägte vor allem der Journalismus mein Leben. Die eigene Medien- und PR-Agentur war kreativ ein Erfolg, aber Kreativität kann man bekanntlich nicht essen, wenn die Preise für Dienstleistungen «im Keller sind». Auch in der Werbung habe ich mich versucht, aber es war eine krachende Bruchlandung. Meine Welt ist das Sein, nicht der Schein. 30 Jahre habe ich so beruflich in der Ostschweiz verbracht.


Eine Zwischenstation auf dem Weg zu Coroni war die Phase als Buchautor. Drei Bücher sind fertig: «Unterwegs - Reisegeschichten geschrieben vom Leben», «Taubenmann» und «Aus dem Leben eines Sensenmannes». Vielleicht schafft es Coroni einen Verleger oder einen Literaturagenten für mein Schaffen zu begeistern, damit diese Bücher ebenfalls ihr Publikum finden. Dafür würde ich meinen Kumpel dann auch zum Nachtessen einladen.


Doch eines haben Coroni und Bücher gemeinsam, sie sichern keine Existenz. Nicht einmal annähernd. Mein tägliches Brot verdiene ich als PR-Redaktor. Und wenn ich nicht arbeite oder schreibe, dann fahre ich Motorrad. Mein Wohnort passt ganz gut dazu: Appenzell. Allerdings gehe ich nicht wirklich als Appenzeller durch. Spätestens beim Dialekt falle ich als als «Frömde» auf, aber die Innerrhoder sind toleranter als ihr Ruf. Sie beissen nicht! Ich kann es bestätigen.


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Coroni, der Verschwörungtheoretiker


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