Bild/Illu/Video: Rita Rohner

Summerdays Arbon Eröffnungstag

Sie eröffneten den Reigen der älteren Generation und vermochten es auch jüngere Zuhörer in Fans zu verwandeln.


Wishbone Ash wurde vor 50 Jahren gegründet und versteht es noch heute die Leute für sich zu gewinnen. Die Herren schaffen es, dass man sich abgeholt fühlt und versetzten einem zurück in die eigene Jugend. Am Freitagnachmittag war es doch eher die «Baby Boomer», die sich das Spektakel nicht entgehen lassen wollten.

Dass da auch Procol Harum nicht fehlen darf, ist selbstverständlich! Auch hier liegt der erste grosse Erfolg über 50 Jahre zurück. Das Set wurde clever aufgestellt, in dem zuerst das neue Material gespielt wurde, um dann zurück zu «Homburg» und «A Salty Dog» zu springen. Procol Harum und «A Whiter Shade Of Pale»gehört zusammen und war zugleich das von allen erwartete Schlussstück. Von der Ursprungsband sind nur noch Gary Brooks und der Texter Keith Reid übrig. Doch als Live Band, wie sie nun besteht, sind sie immer noch sehr sehens- beziehungsweise hörenswert.

Bonnie Tyler liess sich nicht lumpen und legte eine Performance hin, bei der kaum jemand dachte, dass sie bereits seit einem halben Jahrhundert auf der Bühne steht. Bonnie Tyler dankte ihrem Mann für 50 Jahre Ehe und Unterstützung in ihrer Karriere.


Die Frau war unglaublich gut und eine super Einheizerin vor Grönemeyers Konzert. Bonnie hatte ein gutes Zeitfenster, da zu dieser Zeit das Gelände voll besetzt war. Nun hatten es auch diejenigen auf den Platz geschafft, die noch arbeiten mussten.


Dann kam die Stunde der Deutschen Musiklegende. Herbert Grönemeyer liess das Gelände regelrecht erzittern! Wahnsinnig wie er die Menschen immer wieder mitreisst und mit welcher Energie er seinen Auftritt hinlegt. Wie «Gumpibölle» wirbelte er auf der Bühne herum und liess einen Hit nach dem anderen auf das begeisterte Publikum nieder. Aus seinem grossen Repertoire hat er «Flugzeuge im Bauch», «Mensch» und andere Rock- Balladen hervorgekramt, die beim Publikum auf grosse Ressonanz stiessen. Zugleich konnte er es nicht lassen auch Zeit kritische Songs zu bringen. Halt eben typisch Grönemeyer.

Nach seinem Konzert gönnte das Publikum sich und dem Boden vor der Bühne eine kleine Auszeit und verschwand für einen Moment.


Als dann die lokalen Helden vom Saint City Orchestra ihre ersten Irish-Rock-Klänge anstimmten, füllte sich der Platz vor der Bühne wieder in Windeseile. Trotz fortgeschrittener Stunde zeigten die St. Galler, wie in der Ostschweiz gefestet wird und wie man als junge Band neben Legenden bestehen und eine eigene Fussnote hinterlassen kann.  

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