«Sunkissed» im Soundcheck
Bild/Illu/Video: Cover

«Sunkissed» im Soundcheck

«Rollercoaster» ist ein kleines Groovemonster, das vor allem durch satte Drums, einer schnittigen Gitarre und viel Gefühl überzeugt. Das Stück, bei dem ein kleines bisschen Vintage-Charakter mitklingt, ist sehr tanzbar und wurde bereits als Videosingle ausgekoppelt. Ob das Stück euch auch direkt in die Beine fährt, könnt ihr hier ausprobieren.

Die erste Vorabsingle «Lie to me» kam kurz vor dem Interview am FL1Life raus und ist eine wundervoll entspannte Angelegenheit, die ziemlich zum Mitsingen anregt und begeistert. Wunderbar, wie viel Platz Fusaro’s Stimme eingeräumt wird, ohne dass der Groove darunter leidet. Sehr angenehm ist auch die Tatsache, dass hier ein kurzes, aber gefühlvolles Gitarrensolo stattfindet, welches dem Track einen «handwerklichen» Charakter verleiht und zeigt, dass hier eine Musikerin und kein Retortenbaby am Werk ist.

Auf dem Lied «Hello old friend» zeigt die Thunerin, wie sie auch als One-Woman-Show es schafft, die Hörerschaft an die Hand zu nehmen und sie zu verzaubern. Die balladeske Nummer fasziniert durch Veronica’s starke Stimme, einer sanften Gitarre und eine feine, aber auf den Punkt gebrachte Begleitung. Dies ist so eine Nummer, die sich sehr gut für Konzerte mit ihrer Loopstation eignen. Sehr gelungen.

«Run my mind» ist ein bisschen mysteriös und würde ganz gut auf einem Soundtrack zu einem Gangsterfilm funktionieren. Mit viel Drang nach vorne hat Fusaro wieder mal einen ordentlichen Midtempo-Hit geschrieben, der direkt in die Beine geht und ebenfalls zum Mitsingen animiert. Gibt’s da echt auch noch ein Video dazu?

Die Abschlussnummer «All I ever wanted» ist ein ziemlich emotionaler Lovesong, der irgendwie vertraut und warm wirkt. Eine schöne Nummer, die viele musikalische Feinheiten bereithält und einem irgendwie direkt umarmt. Wunderbar.

Schlussfazit:
Die neue EP «Sunkissed» von Veronica Fusaro ist eine ziemlich runde Angelegenheit, denn die Thunerin zeigt, wie moderner Pop zu klingen hat, ohne dabei ihre Wurzeln zu vergessen. Drei der fünf Nummer bleiben sofort im Ohr haften, was eine unglaublich hohe Hitdichte für eine EP ist. Fusaro begeistert durch viel Gefühl in ihrer Stimme und einer unverkennbaren Eigenständigkeit. Die vielen Konzerte, welche die junge Dame in den letzten Jahren gespielt hat, hört man sofort heraus, denn sie schafft es federleicht durch ihre Melodien viel Wärme zu transportieren, was wir alle in den kommenden kalten Tagen ausgezeichnet gebrauchen können.  

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