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Vom babyblauen Fiat zum Alitalia

Schon als Schuljunge fasziniert Gianni Pippia das Herumbasteln an Autos. Für ihn war dies anfangs ein Hobby. Heute ist er seit bald 40 Jahren selbständig und hat sich einen grossen Kundenkreis aufgebaut. «Aus der ganzen Schweiz kommen sie angereist, um meine Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen», sagt Gianni stolz. Seine Wurzeln hat der Italiener in Sirnach im Thurgau. Als er seine Lehre 1981 absolvierte, wusste er schon damals ganz genau, dass er sich später selbständig machen möchte. «Ich bin auch heute noch mit Leib und Seele Automechaniker. Ich hatte das Glück, mein Hobby zum Beruf machen zu können.» Dass Gianni Pippia beliebt ist und von den Kunden weiterempfohlen wird, ist für ihn überhaupt nicht selbstverständlich. In der Gianni Autoservice Garage stehen die Kunden und deren Zufrieden ganz oben, was dem Chef ein wichtiges Anliegen ist. Seine Garage ist gut zu finden, denn die Werkstatt liegt an der Dorfstrasse 1, direkt im Herzen von Oberglatt.


Eigene Garage im Rheintal

In den 90er Jahren war er noch bei Pneu Matti im Industrie Gebiet in Buchs angestellt, doch sein Traum von der Selbstständigkeit liess ihn nie los. Später machte Pippia sich selbständig und eröffnete in der Gemeinde Grabs seine eigene Autogarage. Zuletzt war seine Werkstatt hinter dem Marktplatz in Buchs beim Minigolf Platz. Auch in der Garage im Rheintal gab es spezielle Erlebnisse, welche er nie mehr vergessen wird wie zum Beispiel, als er einen Toyota Corola 16er mit 200 Ps komplett von Grund auf in einen richtigen Rennwagen umgebaut hat. Selbst der Hinterspoiler hat Gianni selbst entworfen, welcher durch ein eigenes Klappsystem sich verstellen liess. Mit diesem Toyota hat sein Kamerad Michael in Österreich der zweiten «SESO» - Meister gemacht. Für das Auge fürs Detail und sein feines Händchen ist Gianni im ganzen Land bekannt.

Keinen zweiten Gianni in Buchs
Inzwischen ist er seit rund 20 Jahren im Kanton Zürich ansässig. Für rund 7 Jahre hat er in der Gemeinde Rümlang gelebt. Heute ist er im kleinen Dorf Oberglatt zuhause. Auch noch heute, 20 Jahre später, erinnern sich viele ehemalige Kunden im Werdenberg an den Automeister. Seine besonderen Dienstleistungen wurden von vielen geschätzt und nicht selten, werden in einer kleinen Runde Anekdoten aus einer anderen Zeit ausgetauscht. «Einen Gianni wird es hier in Buchs nie mehr geben,» so ein ehemaliger Kunde von ihm, «er hatte für jedes Problem sofort eine Lösung.» Auch viele Gross-Automarken-Vertretungen in der Umgebung wussten seine langjährige Erfahrung zu schätzen und holten bei ihm regelmässig Rat ein.


Projekt Transformation

Schon immer haben der Fiat 131 Alitalia Abarth und der Lancia Stratos Gianni inspiriert. Die beiden Autos waren früher als offizielle Rally Fahrzeuge im Einsatz, so dass ihm irgendwann die Idee für den Nachbau kam.  Es ist ein Projekt, welches wohl das Herz von so manchem Italiener höherschlagen lässt, denn Gianni hat aus einem ursprünglich babyblauen Fiat 500, einen AlItalia nachgebaut. «Ein Hingucker ist dieses Auto bestimmt, denn ich habe solch eines noch nie auf Schweizer Strassen gesehen», erzählt der Sirnacher mit Stolz. Bereits früher hat Gianni Pippia schon aus einem Fiat 128 3P mit Baujahr 1985 und einen Fiat 128L (1987er) eine AlItalia gebaut. «Die beiden Autos waren aber lackiert», wie er abschliessend erklärt.  

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