«Leben und leben lassen»
Bild/Illu/Video: Sandra Peters

«Leben und leben lassen»

Christina, wie lange bist du schon mit deinem jetzigen Ehemann zusammen?

Wir sind seit über 15 Jahren ein Paar. Zusammengekommen sind wir noch in der Schule. Ich war damals knapp 15, jetzt bin ich 30.


Wie habt ihr die Jahre in der Pubertät, mit dem Erwachsenwerden in der Partnerschaft zusammen gemeistert?

Glücklicherweise war ich selber nicht sehr stark pubertierend. Klar, man verändert sich mit den Jahren, entdeckt neue Seiten am Partner. Aber gerade weil wir so jung zusammengekommen sind, konnten wir gemeinsame Zukunftspläne schmieden. Wenn man älter ist, weiss man schon eher was man will. Da kann es eher passieren, dass das Gegenüber dann nicht zusammenpasst. Die grundsätzliche Lebenseinstellung teilen wir noch heute. Natürlich hatten wir Höhen und Tiefen, wir sind durch einige Krisen gegangen, aber wir beide wollten nie einfach so aufgeben. Die Krisen haben uns als Paar immer stärker gemacht.


Heute seid ihr verheiratet und habt ein gemeinsames Kind. Wie funktioniert eure Partnerschaft heute?

Eine Beziehung, eine Ehe bedeutet immer Arbeit. Unser Kind ist jetzt eineinhalb Jahre alt. Wir haben lange nicht mehr so viel Zeit als Paar wie vorher. Aber wir sind beide der Meinung, dass wir die Zeit als Familie geniessen möchten und andere Zeiten kommen werden, in denen wir wieder mehr für unser Pärchen Leben tun können.


Was ist das Geheimnis eurer gut funktionierenden Beziehung?

Leben und leben lassen, ist mein Motto. Ich finde es wichtig, dass wir uns gegenseitig Freiheiten lassen, sei es die eigenen Interessen zu verfolgen wie zum Beispiel in den Turnverein zu gehen, oder Ähnliches. Miteinander reden ist wichtig. Manchmal auch das «Füfi grad stoh loh». Und trotzdem mitzuteilen, was einem wichtig ist und was einem stört.


Die Liebe wird mit der Zeit zum Alltag. Ist dir die Liebe zu deinem Mann ein täglicher Begleiter, oder geht sie im Alltag auch einmal unter? Anders gefragt; wie merkst du, dass du deinen Mann noch liebst?

Die Liebe zueinander wird zur Normalität. Das ist schon so, sie wird Alltag. Aber es gibt immer wieder diese kleinen Momente, zum Beispiel wenn mein Mann mit dem Kleinen spielt, in denen ich das Glück spüre. Oder Momente in denen ich meinen Partner sehr schätze, wo wir einander sehr schätzen. Wichtig ist einfach nur, dass beide dasselbe wollen: Einander nicht aufgeben.

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