Musikperlen: «Churer Gschichta» (2017)
Bild/Illu/Video: Cover

Musikperlen: «Churer Gschichta» (2017)

Als ich an meinem ersten Album «Mondlandig» 2013 arbeitete, erschufen neben mir im Studio vier Jungs ein Werk, welches den schlichten Titel «Churer Gschichta» trug. Damals wusste ich nicht, dass es so dermassen lange gehen würde, bis ich die Platte endlich in den Händen halten würde. Sie erschien nach fast vier Jahren, dann im März 2017 doch noch. Leider konnte ich an der Plattentaufe damals nicht teilnehmen, da ich meine grosse «Tröim gross»-Tour in Buchs startete. Es ist doch einiges passiert, aber schauen wir mal ein wenig zurück.


Um die ganze Geschichte dieses Tonträgers zu erklären, müssen wir die Zeit ein happiges Stück zurückdrehen. Wir schreiben das Jahr 2008. Im August begann ich nach bereits zwei abgebrochenen Ausbildungen mit der Lehre als Detailhandelsfachmann im Media Markt Chur. Ich selbst hantierte gerade mit Tyrolis an meinem ersten Plattenvertrag für die erste Bock uf Rock-Scheibe. Zeitgleich lernte ich einen Typen namens Livio Biondini kennen. Er war damals schon so etwas wie eine Raplegende, denn er hatte 2008 gerade den Sommer seines Lebens. Neben Gimma, Orange, Cigi und weiteren war er Mitglied bei der ominösen Rapcrew OBK, die mit ihrem «Scheiss auf alles»-Werk «America is back» die Schweizer Hitparade auseinandernahmen. In dieser Zeit drängte mich Livty fast ein wenig dazu sein Album «Abgrund» zu kaufen. Ich war damals noch nicht wirklich ein Fan von Rapmusik und abgesehen von Eminem oder Fanta 4 hatte ich keine solcher CDs zu Hause im Regal. Doch LIV und seine Inputs eröffneten mir eine neue Welt. Bald darauf kaufte ich alles, was irgendwas mit Rap, respektive vor allem Schweizer Rap, zu tun hatte. Livty wusste immer geniale Insidertipps und meine CD-Sammlung verdreifachte sich monatlich. Allgemein gab er mir viele Tipps auf den Weg, wie man in dem Business zu Recht kam. Unvorstellbar, was ich alles an Acts verpasst hätte ohne ihn: Tommy Vercetti, DaMos, Chlyklass, Wu Tang und so weiter. Doch der Tag kam, als Livio im Media Markt den Hut nahm und ich ihn sehr lange nicht mehr sah.


Erst drei Jahre später, als ich bereits schon einige Rockkompilation draussen hatte, kam mir die Idee unbedingt einen Rapsampler auf die Beine zu stellen. Als erstes kam mir dann Livio wieder in den Sinn. Er schickte prompt einen Track mit Marcus Aurelius zusammen, welchen ich bis heute eine der besten Nummern finde, welche die beiden gemeinsam produziert haben.


Im Jahr darauf, also 2012, legte ich die zweite Bock uf Rap-CD auf und wieder war LIV mit einem Track gesetzt. Die CD kam und wurde im Kulturhaus getauft. Diese legendäre Rapnacht verfestigte sich in meinem Gedächtnis als ein Meilenstein, denn ich lernte nicht nur Milchmaa dort persönlich kennen, es gab auch mit Livty nach ewig langer Zeit ein Wiedersehen. An diesem Abend trat auch ein junger Churer Nachwuchs-Rapper auf, den heute ziemlich alle in der ganzen Schweiz kennen: ALI. Es war wirklich ein denkwürdiger Abend für mich, denn ich hatte es geschafft auf der CD «Bock uf Rap Vol. 2» einen Rohdiamanten zu platzieren und im Kulturhaus setzte ALI sogar noch einen drauf. Ach, dieses Konzert war episch. Es spielten neben LIV und Jones Burnout, Marten und Sniff, die ich noch aus der Schule kannte, Marcus Aurelius, Microphorme, Danubio, ALI, Immaculate Steez und ein völlig betrunkener Hans Nötig, der dank Freigetränken zu neuen Höhenflügen im Freestylerap ansetze. Der 1. September 2012 war eines der besten Festivals, die ich jemals auf die Beine gestellt habe, ohne Witz. Wichtig war es neben dem Mammutprogramm voller denkwürdiger Auftritte nicht nur weil ich YT dort zum ersten Mal traf, sondern viel mehr weil ich dort eine Person kennenlernte, die mein Leben wie kaum ein anderer in den folgenden Jahren prägen würde: Andrea Ivo Gees, den Meisten sicherlich besser bekannt als Geesbeatz.


Wir wurden uns vorgestellt und wenig später schrieb ich ihm. Durch blosse Naivität fragte ich ihn, ob er nicht auch Beats produzieren würde für mich. Zu meiner totalen Überraschung lud er mich ins legendäre Abndaun Chur ein und wir nahmen innerhalb von wenigen Tagen drei Songs auf. Das war für mich wie ein Befreiungsschlag, denn ich war mit meinem Debütalbum in eine regelrechte Sackgasse geraten. Anfangs war ich ein hundsmiserabler Rapper und kaum jemand bot mir die Chance auf seinen Beats zu rappen. Mein Stammproduzent Toni White war ausgewandert und ich wollte doch unbedingt meine ersten Solotracks rausbringen. Gees bot mir die Chance, was mich ewig in seiner Schuld stehen lässt. Aus diesen ersten Tracks wurde rasche eine inspirierende Freundschaft, die bis heute Bestand hat. Nicht nur einige meiner besten Songs stammen aus seiner Feder, auch einige grandiose Clips stammen von ihm. Der Mann mit der der Engelsgeduld, ist die treuste Seele, die man sich im Leben wünschen kann. Er zeigte mir wie man rappt und holte im Notfall noch einen LIV mit ins Boot. Ohne ihn wäre ich wahrscheinlich immer noch peinlich für die Öffentlichkeit und wüsste bis heute nicht, was einen echten Freund ausmacht. Danke! Ebenfalls in dieser Zeit lernte ich Marco Möhr aka SM kennen. Ursprünglich über einen Track von Liv, später im Studio persönlich. Auch dort klappte es perfekt und wir schufen einen ziemlich coolen und zeitlosen Song zusammen.


Mein Album erschien, ihres bei dessen Produktion ich mit grossen Augen daneben sass und alle Techniken wie ein Schwamm aufsog, liess weiter auf sich warten. Zuerst stand nämlich noch das Solodebüt «Bluat und Träna» von SM auf dem Plan. Dort bot sich mir die einmalige Chance etwas Aussergewöhnliches dazu zu lernen und eine CD von Grund auf raus zu bringen. Das geschah auch und der Tonträger wurde ein voller Erfolg. Auch SM ist so ein herzensguter Typ und als es ans Eingemachte für «Dunkelblau» ging, wusste ich zügig, bei welchem Jungs, ich diese Scheibe produzieren wollte: QR7000!


Die Aufnahmen starteten und kurz darauf lernte ich noch den vierten Maestro im Kreise kennen: Daniel Buschauer aka Dbeatz. Mit ihm schrieb ich noch viel mehr Songs als je zuvor und er machte «Dunkelblau» zu einem echten Ohrenschmaus. Diese CD erschien 2015 und von der «Churer Gschichta»-Scheibe war immer noch nichts zu hören. Im Herbst, als wir mit GRHeute unser Jubiläum feierten, klopfte ich wieder bei den Jungs an und siehe da, die CD würde doch noch kommen. Das Interview mit ihnen machte mir grossen Spass und ich bin ziemlich froh, dass es doch noch geklappt hat mit dem Tonträger. Die zwei kleinen Wermutstropfen an der ganzen Geschichte sind nur, dass es sehr lange gegangen ist, bis sie endlich erscheint und dass ich keinen Part auf dem Longplayer ergattern konnte. Ich versuchte sie ohne Witz jahrelang zu bestechen doch noch ein paar Zeilen darauf zu platzieren, doch QR bleibt QR, Jenaz bleibt Jenaz. Als Dank für die intensive Aufbauarbeit der Jungs, habe ich dann aber wenigstens auf meinem Hitparadenalbum «ZooM» einen Song von Gees platziert, der ihm hoffentlich auch heute noch ein wenig Cash einschenkt.


Doch genug zur Geschichte, legen wir die Musikperle auf den Plattenteller:


Intro

Ein wunderschönes, heimeliges Soulsample eröffnet die CD. Hier fühlt man sich wohl. Dann folgt ein erstes Zitat von einer Schallplatte mit dem Titel «Chur 1900-1960 – Erinnerungen». Ein witziger Start der Lust auf die Scheibe macht.


Deception

Es folgt kein Trap, denn Churer machen klassischen Rap voller Nostalgie und Liebe für die Verständlichkeit. Immer wieder frisch, wie LIV triolisch geformte Beats bearbeitet. SM steht ihm in nix nah. Eine nette Vorstellungsrunde ohne Floskeln, dafür mit viel Emotionen.


Altstadtblues feat. Milchmaa

Oh yeah. Bei dem war ich dabei, als er entstand. Die Erinnerung an diesem Nachmittag im Abndaun in Chur zaubert einem ein Lächeln auf die Lippen. Den haben sie live auch schon x-mal gespielt und doch freut es mich immer wieder ihn zu hören. Ein erster richtiger Klassiker, den es nun auch schon um die vier Jahre gibt, der aber immer noch sehr frisch und tight rüberkommt. Endlich kommt auch der geniale Part von Milchmaa auf einen Tonträger. Von ihm hat man nämlich auch schon länger nichts mehr gehört.


Hip Hop

Hier ist eine Liebeserklärung an die Kultur Hip Hop. Wunderschön, verspielt mit genialem Samy Deluxe-Sample in der Hook. Sehr gelungen.


Last Men standing

Nun kommt auch noch ein wenig Rock ins Spiel. Die letzten Churer, die von Anfang an dabei waren, sind sie tatsächlich. Denn über die Jahre hinweg haben immer wieder Mcs ihre Mikrophone an den Nagel gehängt. Gut, das Churer Gschichta doch weiter machen, ohne Einbussen für den Kommerz oder für den Trend. Nein, hier entsteht Musik mit Bestand und Herzblut.


Sutt ind Schnorra (Skit)

Hier kommt wieder eines dieser Zitate, welches sich perfekt auf den Tonträger einfügt. Sehr unterhaltsam.


Fatal feat. Lord Lhus

Der internationale Gast Lord Lhus ist ein Biest am Mikrophon, der Feuer spuckt über den klassischen Geesbeat. Der Ami, der öfters in Chur zu Gast ist, fügt sich gut in das Album. Er animiert LIV und SM zu neuen Höchstleistungen. Was für ein Headbanger!


Neus Kapitel feat. Ali

Der neue Churer King zeigt seine Wurzeln und macht das klassisch im Boom Bap-Style. Egal wie alt die Parts sind, Ali war schon vor fünf Jahren seiner Zeit weit voraus. Zusammen mit den Churer Gschichta-Jungs hat er einige prachtvolle Lieder schon erschaffen. Dieser hier ist wieder mal ein bounciger Kopfnicker-Track, bei dem leider der Livty fehlt.


Luftschiff

Doch LIV kommt solo, emotionsgeladen und entschlossen mit einem Solotrack. Eine seiner grössten Stärken neben dem Battlerap sind seine malerischen Erzählungen, die hier weich unterlegt durch eine Ballade sehr gut zur Geltung kommt. Sehr gelungen ist auch das Video zu dieser Nummer.


Illusiona

Bei diesem Track geht’s magisch und virtuos weiter. Die Battle-Hymne ist pures Feuer und wirft mit Metaphern rund um die Zauberei nur so um sich, was zum Teil ein Schmunzeln auf die Lippen zeichnet.


I bliba so feat. Calandaholics

Auf einen neuen Track von den Calandaholics hat man fast schon so lange wie auf diese Platte gewartet. Sehr schade, dass dort nicht mehr geht. Denn die Jungs haben grosses Potenzial. Die Hook von Gianni ist Weltklasse! Mehr davon!


Gnuag

Der Song klingt nach Abschied, steht aber eigentlich für Aufbruch. Der ist mir irgendwie zu beliebig.


Wenn’s dunkel wird feat. UGR

Dafür kommt hier eine tolle Ode an die Nacht und seine düsteren Gesellen. Für ein solches Vorhaben ist es natürlich ideal die Jungs von UGR als Gäste zu empfangen. Feinster Untergrundrap, wie er schon vor 10 Jahren in Chur am besten gemacht wurde.


Quartierbandena (Skit)

Wieder eine kleines Zwischengespräch von dem oben erwähnten Zeitdokument. Sehr gut gewählte Skits.


Bruaderschaft feat. Paco, Dario, Denoth und Lou

Auf einer guten Bündner Rap-CD darf der Hookkönig Lou Geniuz natürlich nicht fehlen. Das Lied malt ein Bild einer Bruderschaft, die nur jemand kennt, der selbst Musik macht. Nur die Harten kommen in den Garten. Hier versammeln sich diverse Legenden. Sehr hörenswert.


Scho richtig so

Jetzt wird’s nach dem schwermütigen Vorgänger fast ein bisschen fröhlich. Ich fühle mich ein wenig an die Beginner erinnert. Leichte Unterhaltung voller Nostalgie und Liebe zur Materie.


Musik wo’d fühlsch feat. SBS

Auch ein nicht so Output-starker Rapper ist der Prättigauer SBS. Schön, dass die Jungs da wieder Rapper aus allen Ecken, aus ihren Löchern und Bandräumen ziehen. Das Nuscheln von Sir Beni Styles hat mir fast ein wenig gefehlt. Huara khul!


Zmitzt ins Gsicht feat. Hans Nötig

DAS Battlerapmassaker mit dem Exil-Aargauer und Lieblingskunden vieler Churer Beizer Hans Nötig. Die Raplegende wirft hier mit Zeilen um sich, die einem die Spucke wegbleiben lässt. Liv doppelt nach und selbst SM haut mal richtig auf die Kacke. Instant classic in your face! Übrigens von dem gibt’s ein Remix, der sich gewaschen hat und anlässlich des Adventskalenders von Livty veröffentlicht wurde.


Nur für mi

Der Freetrack und Youtubehit von SM kommt hier auf dem Tonträger richtig gut zur Geltung. Kommt da eigentlich endlich mal ein zweites Album?


Alles

Nichts bereuen und alles wieder gleich machen und gleichzeitig ein bisschen Liebe für QRCT verteilen. Gefällt mir sehr gut.


Macht nüt feat. Hyphen (Breitbild)

Ziemlich lange habe ich gebraucht um zu merken, dass hier «Nothing else matters» von Metallica gesampelt wird. Es ist eben auch ziemlich verzogen. Ein Meisterwerk, triolisch solide berappt. Hyphen von Breitbild rundet das Werk ab. Einer meiner Alltime-Favoriten, wenn es um Bündner Musik geht.


7000 Gründ feat. ALI

Ali kommt ein zweites Mal zum Handkuss und der König liefert erneut. Die Vorfreude auf sein zweites Album steigt mit jeder Zeile, die ich von ihm höre. Die Churer und ihre Postleitzahl sind ein nie endendes Thema. Sie ist wirklich ein schöner Flecken und wird hier mit einer weiteren Lobhymne hochgepriesen.


Falsch oder richtig feat. Cigi

Ja, genau eine Legende hat noch gefehlt. Mein Lieblingsitaliener, der an seinen Konzerten jeden Saal zu einem Irrenhaus verwandeln kann, gibt sich die Ehre. Das interessante am inzwischen in Luzern wohnhaften Cigi ist, dass er nicht bloss ziemlich gute Sommersoundtracks liefert, sondern auch deepe Zeilen schreiben kann, die Gänsehaut von Kopf bis Fuss bewirken können. Genau hier funktioniert das perfekt. Eine schöne Ballade, welche die Zerrissenheit der menschlichen Psyche thematisiert.


Dr letschti Willa

Noch ein tiefgründiger Song. Wow, der geht direkt unter die Haut. Wahnsinns-Sample, perfekt gesetzte Zeilen. Ein heisser Kandidat um dazu die Feuerzeuge zu schwenken.


Outro

25 Tracks sind eine echte Hausnummer, doch der Ausklang mit dem Zitat rundet den Silberling perfekt ab.


Schlussfazit:

Geesbeatz, Dbeatz, LIV und SM haben mit dem Album «Churer Gschichta» eine facettenreiche Boom-Bap-Platte produziert. Balladen voller Gefühl reihen sich an Banger, zwischendurch gibt’s alte Geschichten direkt von der Schallplatte, was einem immer wieder schmunzeln lässt. Wer das Moderne sucht, ist hier schlecht bedient, doch wer einen Sinn für Herzblutmusik hat, findet hier die Platte des Jahres. Die Produktionen legen ein Fundament für Geschichten aus dem Leben in der Kantonshauptstadt, getränkt mit Nostalgie und vielen kleinen feinen Anekdoten. Es gibt einige Perlen auf dem Werk, welches an der Menge der Lieder kaum zu überbieten ist. Ganz zum Schluss verwandelt sich das Werk von blosser Musik zu einem Zeitzeugen oder einem Audio-Geschichtsbuch. In dem man wie bei einem Fotoalbum immer wieder gerne einzelne Momente nachhört. Gut Ding will Weile haben und hier spürt man die jahrelange Leidenschaft die in die Noten geflossen ist.

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