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«Pearlsonic Vol. 2» im Soundcheck
Bild/Illu/Video: Cover

«Pearlsonic Vol. 2» im Soundcheck

«Action» klingt wie aus einer Seifenoper und passt darum wahrscheinlich auch so perfekt ins Programm von ein paar Formatradios in der Region. Das «Feel-good»-Stück fährt in die Beine und zeigt, dass in der regionalen Szene hin und wieder ein paar Stücke Musik entstehen, die sofort Klick machen und eine ungeheuer positive Atmosphäre verteilen.

In eine ähnliche Kerbe schlägt das Lied «I wanna know», welches einen catchigen Groove vorweist. Ein wenig schade, dass Sänger Alessandro Rosi hier ein paar Klangeffekte zu viel auf seine sonst recht starke Stimme legt. Das erinnert leider ein wenig an Cher. Das ist schade, denn sonst hat das Trio einen ganz eigenen Sound gefunden, der bei der breiten Masse ankommt.


«Baby Blue» ist ein wenig melancholischer als seine beiden Vorgänger und strahlt trotzdem viel Hoffnung aus. Der Refrain ist wahnsinnig eingängig und kann, respektive muss fast deshalb schon beim ersten Durchhören lautstark mitgesungen werden.


«Someone to dance» ist die Disconummer schlechthin und hat ein ziemlich angezogenes Tempo. Eine tolle Melodie, viel kleine musikalische Spielereien, sowie ein Rhythmus bei dem es mächtig in den Beinen zwickt. Gelungen!

«There’s something in your Eyes» ist eine wundervoll emotionale Geschichte, die sofort ans Herz geht und dort für ein wohliges Gefühl sorgt. Die Popnummer sorgt für viel Freude, da hier das Musizieren als Band im Fokus steht und die vermittelten Gefühle ohne Umwege zur Zuhörerschaft gelangen.

Schlussfazit:

«Pearlsonic Vol. 2» ist ein toller kurzer Einblick in das Werk der Buchser Band The Pearlbreakers, der ihr abwechslungsreiche Schaffen eindrücklich porträtiert. Das Songwriting ist eingängig angelegt und auch thematisch funktionieren die von ihnen gedrückten Knöpfe definitiv bei einem breiten Publikum. Was mir ein wenig fehlt, sind die warmen und holzigen Klänge, wie sie beispielsweise in der neuen Single «There’s something in your Eyes» kurz aufblitzen. Man merkt es bei jedem Song, dass alle Musiker des Trios Koryphäen an ihren Instrumenten sind, weshalb es schade ist, dass bei diesem Werk die Produktion so dominant ist. Ich freue mich nun definitiv auf die nächste EP und finde es gerade ein wenig schade, dass momentan keine Konzerte veranstaltet werden. Ich könnte mir nämlich vorstellen, dass die Musik der drei Jungs live mit ziemlich viel Druck daherkommt und mich so definitiv begeistern könnte.

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