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Band Noxx veröffentlicht «mimimi»
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Band Noxx veröffentlicht «mimimi»

Nervös sei er nicht, dass das Album, welches er erstmals komplett mit Band eingespielt hat, endlich erscheint, sagt Tamino Weggler. «Vielleicht kommt das noch. Klar hoffe ich, dass das Album möglichst vielen Leuten gefällt, aber momentan überwiegt noch die Erleichterung zu wissen, dass das Ding bald endlich mal draussen ist.» Einige Vorabsingles hat die Basler/Bündner-Band bereits digital veröffentlicht, wobei sich die Reaktionen darauf noch in Grenzen gehalten habe. «Grundsätzlich wurden die Lieder positiv aufgenommen. Es ist jetzt aber nicht so, dass uns täglich Leute schreiben und sagen wie gut oder schlecht sie eine der Singles finden. Allzu viele Reaktionen haben die Songs bisher nicht provoziert.»


Ein Alternativprogramm für alle

Und doch gebe es zwei Stücke, die herausstechen. Einerseits sei die brandaktuelle Nummer «Maskapflicht» ein Favorit der Hörerschaft, ausserdem könne das humorvolle «Heimatlied» mit dem Titel «Calanda isch Leba» auch beim Publikum punkten. Das seien auch die beiden Stücke gewesen, die am intensivsten beworben worden seien. Gefeiert werde die Veröffentlichung des «Debütalbum» als Band gleich mit zwei Plattentaufen und wieder hat Covid19 dafür gesorgt, dass die Agenda ein weiteres Mal gezückt werden musste. «Die beiden Konzerte mussten wir jedoch in den Frühsommer verschieben und hoffen, dass wir sie dann mit Publikum und sorgenlos durchführen können.» Für alle die sich nicht so lange gedulden wollen, hat sich die Band etwas ganz Spezielles einfallen lassen. «Glücklicherweise haben wir ein sehr cooles Alternativprogramm. Wir dürfen nämlich am Samstag, 22. Januar eine kleine online Plattentaufe bei radio15.ch machen. Auf diesem Internetradio-Sender werden wir ab 20:00 ein kleines Live-Konzert inklusive Interview geben. Das Ganze kann auch als Live-Stream mit Bild auf der Website von radio15.ch verfolgt werden. Wenn da ein paar Leute einschalten und das toll finden, ist das für uns ein sehr würdiger Ersatz für die aufgeschobene Plattentaufe.» Und wie heisst es doch so schön: Aufschoben ist nicht aufgehoben.


Die Basler Band mit Bündner Texten

Als Newcomerband in Pandemiezeiten grundsätzlich an Konzerte zu kommen, sei ein eher schwieriges Unterfangen, wie Tamino Weggler sagt. «Allerdings kann es ja auch sein, dass wir uns einfach enorm blöd anstellen und es eigentlich gar nicht so schwierig ist. Auf jeden Fall konnten wir leider seit unserer Gründung 2019 während den zwei Jahren Pandemie nie als ganze Band irgendwo spielen. Drum nehmen wir mit den beiden Plattentaufen und dem Radio-Konzert die Sache selbst in die Hand.» Der Frontmann ist ein wenig unschlüssig, ob sein Bündner Dialekt bei der Basler Newcomerband eher für Verwirrung sorgt oder beim Publikum Pluspunkte generiert. «Es ist wohl beides. Es ist schon ungewöhnlich, dass eine Band ausserhalb der Region entsteht nach der sie tönt. Aber für die die uns kennen, ist das mittlerweile normal. Leute die uns noch nicht kennen, sind vielleicht am Anfang etwas verwirrt. Aber das legt sich schnell wieder.»


Mehr Bindung statt vorgesetztem Algorithmus

Bei der ersten Albumproduktion habe es ein paar Stolpersteine gegeben, wie Weggler sagt. «Alle Schritte der Albumproduktion, bei der alle Bandmitglieder physisch involviert waren, hätten von Anfang an im Sommer geplant werden müssen. Wir hatten zum Beispiel den ersten Recording-Termin im 2020 kurz vor Weihnachten angesetzt. Wie du dir vorstellen kannst, war das keine gute Idee. Aber das ist eher ein Geheimtipp aus unserem neuen Buch: ‘How to record an album during a bleep pandemic.’» Für die Finanzierung hat sich die Band Noxx hat sich zur Finanzierung für ein Crowdfunding entschieden. Für sie sei der Einbezug des Publikums durchaus relevant. «Als junge Band hat es sehr viele Vorteile, das Publikum in Form eines Crowdfundings einzubeziehen. Im Idealfall haben Unterstützer:innen dann einen engeren Bezug zur Musik, weil sie sie selbst mitfinanziert und somit ermöglicht haben. Das ist sicher eine speziellere Bindung als zu Musik die man einfach von Spotify algorithmisch vorgesetzt bekommt.» Doch neben vielen Vorteilen, sei so ein Crowdfunding immer auch sehr zeitintensiv wie Weggler sagt. «Für so ein Starter-Projekt wie unseres war’s jedoch die beste Wahl.»

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