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«Bliib dahai» - das Fabriggli kommt vorbei
Bild/Illu/Video: Flavio Strässle

«Bliib dahai» - das Fabriggli kommt vorbei

Wie ist die Idee entstanden ein Lockdown-Festival auf die Beine zu stellen?

Es war eine Mischung aus der Sehnsucht nach Theater/ Konzerten, der Motivation etwas für die direkt und indirekt betroffenen Menschen des Lockdowns zu tun und die Vorfreude auf die kommende Saison 20/21 zu wecken.


Wie funktioniert das bei den aktuellen Regeln?

Alles ist etwas komplizierter und aufwändiger als sonst. Zum Beispiel ist der Lichttechniker auf einem Podest ganz hinten im Raum, der Tontechniker für den Saal 4 Meter weiter vorne auf Höhe des Bodens, der Tontechniker für die Videoaufnahmen sitzt alleine im Fabriggli Backstage Bereich, die Interviews sind im Mehrzweckraum und so weiter. Getränke werden nur in Flaschen verteilt, es gibt genügend Desinfektionsmittel, keine Zuschauer… Dazu haben wir sehr viel Zeit eingeplant von der Abreise der einen Künstler bis die nächsten wieder kommen. Es treffen sich also nie zwei Acts im Fabriggli.

 

Wer wird im Fabriggli auf der Bühne stehen an diesem Wochenende?

Ein breites Spektrum mit allem was das Fabriggli auch unter dem Jahr zu bieten hat.

We are Ava (Pop Konzert), Peter Lenzin/ Saki Hatzigeorgiou (Jazz Konzert), Appenzeller Echo (Schweizer Volksmusik mit internationalen Einlagen), Markus Schönholzer (Musikalisches Kabarett), Ingo Ospelt (Theater), Figurentheater funkelDUNKEL (Kinderprogramm) und Tobey Lucas (Nashville Style in Switzerland). All diese Künstler (wie auch die Techniker, Bühnenbauer, Catering, Journalisten) haben ihre Wurzeln in der Region oder sind

hier heimisch.


Wie werden die Acts entschädigt?

Wir sind hier auf Spenden der Zuschauer und Freunden des Fabriggli angewiesen. Im Grundsatz erhält niemand eine fixe Gage. Vorschlag vom Fabriggli war, das eingenommene Geld zu gleichen Teilen zu verteilen, dies wurde ohne Verhandlungen von allen Beteiligten angenommen. Dies ist für mich auch ein Zeichen des gegenseitigen Respekts, der Anerkennung und Solidarität.


So einfach geht es:

Solidaritätsbeitrag bitte mit dem Vermerk «Bliib dahai» bis am 15. Juni 2020 auf das fabriggli Konto überweisen.

IBAN CH63 0483 5072 1226 7100 0, werdenberger kleintheater fabriggli, Schulhausstrasse 12a, 9470 Buchs


Ihr setzt auf qualitative Veröffentlichungen statt auf einen Livestream. Ist dies um dem Publikum länger etwas zu bieten?

Da wir die ganze Programmbreite unserem Publikum präsentieren möchten, ist es anders auch nicht möglich. Zudem dürfen unsere Zuschauer sich auf qualitativ hochwertige Ton- und Videoarbeit freuen, ohne dass das «Live-Feeling» dabei verloren geht. Logischerweise haben wir damit auch eine längere Präsenz und können den Zuschauern in regelmässigen Abständen einen Leckerbissen anbieten.


Wie viele der angesetzten Events musstet ihr absagen?

Es sind bis jetzt 12 Vorstellungen, die wir definitiv absagen mussten. Da wir aber mit keiner Wiederaufnahme der Spielzeit im Juni rechnen, werden noch zwei, drei dazukommen. Dazu mussten auch noch alle Proben von vier Altersgruppen im Theaterspielen abgesagt werden.  


Gab es auch Verschiebungen?

Dies ist auch vertragstechnisch jeweils die erste Alternative, bevor man eine Veranstaltung absagt. Beim Fabriggli wird dieses Jahr die Hauptversammlung schriftlich durchgeführt, die Abende mit Markus Schönholzer, Black Sea Dahu und weiteren Künstler finden im Herbst statt. Einige sind schon auf www.fabriggli.ch ersichtlich. Unser Programm in der zweiten Jahreshälfte ist unglaublich dicht und vielseitig. Wir freuen uns darauf und hoffen sehr, dass wir zu einem normalen Theaterbetrieb zurückkehren dürfen.

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