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Das Open Air Malans feiert Jubiläum
Bild/Illu/Video: Kaufbar

Das Open Air Malans feiert Jubiläum

Was war der ausschlaggebende Punkt für eine Durchführung?

Wie alle Veranstalter*innen mussten wir lange bangen, ob eine Durchführung dieses Jahr möglich wird. Wir haben alle Pressekonferenzen der vergangenen Wochen mitverfolgt und auf so ein Signal wie in der vorletzten Woche gewartet.


Wichtig war für uns immer schon, einen sicheren Rahmen bieten zu können, um das diesjährige Open Air durchzuführen. Dass der Bund nun für Veranstaltungen mit über 500 Personen ein Covid Zertifikat vorschreibt, hat uns nicht überrascht. Da mit dem Zertifikat aber auch die Sicherheit am Festival deutlich steigt, haben wir uns dafür entschieden diesen Weg zu gehen. Es steht noch eine Menge Arbeit vor uns, aber wir sind sehr motiviert das zusammen anzugehen und Lösungen zu finden. Wir wollen einfach endlich wieder zusammen Musik geniessen und Spass haben. Auch wollen wir endlich unsere Versprechen einlösen und den Musiker*innen ihre Bühne liefern und an Lieferant*innen und Partner*innen wieder Bestellungen aufgeben. Zudem waren wir in der Planung bereits so fortgeschritten, dass es sehr frustrierend gewesen wäre, dieses Jahr wieder abzusagen.


Wie sind die Vorgaben vom BAG?

Wir setzen das Covid-Zertifikat um, das heisst nur getestete, genesene oder geimpfte Personen erhalten dieses Jahr Zugang zum Festivalgelände. Super ist natürlich, wenn die Gäste schon so ein Zertifikat mitbringen oder sich vorab testen lassen, weil wir einfach nur begrenzte Testmöglichkeiten vor Ort haben werden.

Vor der Eintrittskontrolle gilt zudem noch Maskenpflicht, danach sind die Besucher*innen frei. Keine Maske und keine Sitzpflicht bei der Konsumation. Das Gelände wird komplett eingezäunt und Desinfektionsmittel stehen zur Verfügung. Weiter gibt es Stand heute nichts zu beachten.


Wie hoch sind die zusätzlichen Kosten?

Wir wissen noch nicht, wie hoch die zusätzlichen Kosten ausfallen werden. Aber wir werden mehr finanzielle Aufwände für die Umzäunung, für Sicherheitspersonal, für Fachkräfte und die Infrastruktur fürs Testen haben. Der Mehraufwand ist es uns aber auf jeden Fall wert und wir hoffen, dass wir finanziell am Ende nicht schlechter dastehen als heute.


Was wäre ein Punkt für euch gewesen, das Festival abzusagen?

Wir hatten das bereits im Herbst 2020 besprochen, als wir uns an die Planung machten. Für uns wäre eine generelle Maskenpflicht ein Hindernis gewesen. Das konnten wir uns damals schon nicht vorstellen und so hätten wir wohl absagen müssen. Auch konnten wir uns damals nichts vorstellen, eine Teststation vor Ort einzurichten, einfach weil es viel mehr Aufwand ist, personell wie auch finanziell. So kurz vor der Durchführung haben wir aber entschieden, dass wir das jetzt doch machen wollen. Einfach damit wir wieder einmal ein Open Air Malans durchführen können und all die Gagen ausbezahlt werden können. Wir machen das alles ja nicht nur für uns, da sind eine ganze Reihe an Personen involviert, die sich ebenfalls darauf gefreut haben.


Wie weit seid ihr schon mit der Planung?

Im Schlussspurt. Zurzeit arbeiten wir unter Hochdruck daran einen Partner zu finden, um vor Ort zu testen. Der Rest läuft planmässig wie immer. Wenige Wochen vor dem Festival gibt es einfach viel zu tun.


Wie wichtig war der Generationenwechsel für euch?

Es war bereits seit längerem klar, dass es einen Wechsel geben wird. Jedoch waren vom jetzigen OK bereits vier Teammitglieder im alten OK, d.h. es war nicht ein totaler Wechsel, was sonst sicher schwierig gewesen wäre. Nach vielen Jahren der Präsidentschaft hat André Senften seine Position an Armanda Capaul abgegeben. Sie hat sich zuvor jahrelang als Helferin beim Open Air engagiert, daher war ihr das Open Air und das OK auch sehr vertraut.


Wie wichtig ist es für euch allgemein, dass das Open Air weiter existiert?

Natürlich sehr wichtig! Das war mitunter auch ein Grund, weshalb es einen Wechsel im OK gegeben hat. Es mussten junge Leute nachkommen, die eingearbeitet werden konnten. Sonst wäre das Open Air vielleicht irgendwann gestorben. Nun sind wir eine junge motivierte Truppe, die sehr viel dafür arbeitet, ein tolles Festival auf die Beine zu stellen.


Warum muss man das Open Air Malans unbedingt einmal erlebt haben?

Wir sind ein kleines Open Air im schönen Weinbaudorf Malans. Wir haben jedes Jahr ein wirklich tolles Line up. Vielleicht kennt man nicht immer jede*n Künstler*in, aber die Musik ist immer super. Die Stimmung ist sehr familiär und friedlich. Es ist der Treffpunkt, bei dem man alte Freund*innen wieder trifft und zusammen ein Bier geniessen kann.


Was ist dein persönliches Highlight am nächsten Open Air?

Dieses Jahr feiern wir das 20-jährige Jubiläum. Dafür haben wir diesen Frühling eigenhändig einen alten Lastwagenanhänger zu einer Bar umgebaut. Die Terrasse wird grandios! Wir freuen uns riesig, die Bar unseren Gästen am Open Air Malans vom 6. – 7. August das erste Mal vorzuführen und Drinks zu servieren. Aber natürlich freue ich mich auch ganz besonders auf Andrea Bignasca, der live wirklich einfach nur super ist!


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