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Bild/Illu/Video: Roland Steffen

Martin Bühler erzählt seine Geschichte

Der zweite Dokumentarfilm der Reihe beginnt früh am Morgen und dementsprechend ruhig. Protagonist Martin Bühler zeigt seinen Rückzugsort in den Fideriser Heubergen und erklärt, wie viel ihm das Maiensäss seines Vaters und das urchige Leben ohne Strom und warmes Wasser zusagt. Es ist ein spannender Kontrastpunkt zum öffentlichen Bild von Martin Bühler, der während der Coronapandemie als Krisenstabschef des Kantons zu einer der gefragtesten Personen überhaupt avanciert ist und auch durch seine Wahl in die Bündner Regierung in den nächsten Jahren sicher ein ziemlich öffentliches Leben führen wird.

Ein etwas anderer Lebensweg
Martin Bühlers Eltern stammen aus Fideris und Jenaz und doch ist seine Lebensgeschichte für das Prättigau eher unkonventionell. Das Licht der Welt erblickte er nämlich im Triemlispital in Zürich, wo sein Vater Ueli arbeitete. Als Bühler in den Kindergarten kam, wanderte seine Familie nach Gabun aus, wo sein «Ätti» ebenfalls in einem Spital wirkte. Als Martin in die erste und sein älterer Bruder in die zweite Klasse kamen, zog es die Familie wieder zurück ins Tal. Nach der obligatorischen Schule, absolvierte er das Lehrerseminar. Zu diesem Lebensabschnitt kommt im Film der ehemalige Rektor der EMS Schiers, Johannes Flury, zu Wort, welcher ihn als Schüler und auch später miterlebt hat. Ein paar Augenblicke später erzählt Martin Bühler, wie er erstmals mit der Politik in Berührung kam, und auch der aktuelle EMS-Rektor, Hans-Andrea Tarnutzer, plaudert ein wenig aus dem Nähkästchen zu seinem Kollegen Martin. Bald auch ausserhalb der Chlus Roland Steffen gelingt es in seinem Dokumentarfilm das bewegte Leben von Bühler als Militärbeobachter und Projektleiter im Nahen Osten, auf dem Balkan und in Afrika, mit Führungspositionen im Militär, an der Pädagogischen Hochschule und als Amtsleiter und Chef des Kantonalen Führungsstabs Graubünden kompakt aufzuzeigen. Er porträtiert Martin Bühler, den viele nur aus den Medien kennen, als nahbaren Politiker und Menschen, der sicher einiges für Graubünden in Gang setzten wird. Als nächster Teil der Reihe «Status: Bündner:in» folgt im Dezember die Dokumentation über die Maienfelder Schauspielerin Eliane Barth. Somit kommt auch die Bündner Herrschaft bei der Filmreihe zum Zug. Die bisher publizierten Dokumentationen mit Ladina Bordoli und Martin Bühler sind auf dem Youtubekanal von Qultur einsehbar.

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