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«Two of a Kind» im Soundcheck
Bild/Illu/Video: Cover

«Two of a Kind» im Soundcheck

«Fall in Love» beginnt mit einem sanft dahingleitenden Gitarrenlick. Die ein wenig später dazu kommenden Stimmen harmonieren bei der soften Countrynummer hervorragend und fahren direkt ziemlich unter die Haut. Der Chorus ist einfach zu merken und kann dadurch auch zügig mitgesungen werden. Es ist ein Opener von dem definitiv was hängenbleibt und ich bin schon jetzt ganz verzückt von dem Duo, das sich wunderbar gegenseitig ergänzt.


«Wait up» erinnert mich ein klein wenig an «Lady Antebellum», die sich inzwischen übrigens nur noch «Lady A» nennen. Es begeistert mich sehr, dass Känzig und Lucas sich die Strophen untereinander aufteilen und so die unterschiedlichen Stimmfarben komplett ausspielen. Schön, gibt es jetzt auch ein «Need you now» aus der Schweiz.


«Slow Dancing» ist eine Pianoballade, die wie es der Titel schon vermuten lässt, zum langsamen Tanzen einlädt. Es ist eine Geschichte mitten aus dem Leben und angenehm zu hören, wie Tobey Lucas ab der zweiten Strophe mit seiner Gitarre ein paar Akzente setzten und die Zuhörerschaft auf ein wundervolles Solo einstimmen kann. Wow!

Das Lied «What you made me do» passt perfekt in die Reihenfolge des Albums, denn hier pusht das groovige Gitarrenriff den ganzen Song nach vorne. Es ist eine Midtempo-Nummer, die hoffentlich rasch in jeglichen Heavy Rotations landet, denn dies ist der Ort, wo sie definitiv hingehört.


Beim Song «Nowadays» kommen sofort nostalgische Gefühle auf. Die beiden Kreativen haben es geschafft, jugendliche Gefühle und Anekdoten von früher in einen Text und Noten fliessen zu lassen und ins Hier und Jetzt zu transportieren. Dabei gelingt es ihnen, nicht ins Kitschige abzudriften, sondern ein Lied zu schreiben, welches als idealer Soundtrack dient, wenn man mal in einer ruhigen Minuten an früher denken möchte.


«I wanna grow old with you» ist ein rockiges Stück, welches vom ersten Augenblick sofort fesselt und auch gut ins Solorepertoire vom rockigen Tobey Lucas gepasst hätte. Einziger Minuspunkt sind die Backingvocals im Refrain, die mich irgendwie mehr irritieren, als dass sie der sonst tollen Nummer dienen.


«Rough Times» ist ein leise aus den Boxen tröpfelndes Stück Musik, welches einem zu verzaubern vermag. Genau solche Lieder sind in der heutigen Zeit mit Corona, dummen Politikwerbungen und auch anderen kruden Geschichten sehr wertvoll, da sie eine Oase der Ruhe schaffen und einem durchatmen lassen.


«Young and Restless» ist eine Ode an den Werdegang der beiden Protagonisten, die einem mitnimmt auf eine Reise zurück in der Zeit. Spannend, wie sie ihre «Sturm und Drang»-Phase einfangen und packend in Musik verwandeln. Dieser Hit hätte für mich deutlich weiter nach vorne gehört auf dem Longplayer.


«Something called love» bringt Wild-West-Romantik, einen Refrain, den jedes Kind sofort mitsingen kann, sowie eine Liebesgeschichte, die zum Träumen einlädt. Hin und wieder passieren magische Dinge, wenn man seiner Kreativität freien Lauf lässt. Hier ist auf jeden Fall eine echt wunderschöne Nummer entstanden!

Einzig mit den Stimmen startet der Abschlusssong «Meant to be», der noch einmal aufzeigt, weshalb die Beiden zusammen Musik machen. Sie harmonieren nicht nur wahnsinnig gut, sie ergänzen sich und erweitern das Repertoire des Gegenübers um zahlreiche verzaubernde Lieder. Dieses hier hat etwas von einem Gospel und setzt dem sehr gelungenen Tonträger noch die Krone auf.

Schlussfazit:
«Two of a Kind» von Anna Känzig und Tobey Lucas ist ein verzauberndes Werk, welches einem in den aktuell schwierigen Zeiten zur Ruhe kommen lässt. Auffällig ist dabei das grandiose Zusammenspiel der beiden Kreativen, sowie auch die eingängigen und mitsingbaren Melodien. Es ist viel Pop im Spiel und trotzdem schimmert hin und wieder ein wenig Country und auch eine Prise Rock durch. Auch wenn momentan noch die Hitze unseren Alltag dominiert, mit dieser CD seid ihr perfekt vorbereitet für die kälteren Tage. Die Lieder schaffen eine wohlige, umarmende Atmosphäre und versprühen Wärme, die viele Menschen in diesem schwierigen Jahr sicher gut gebrauchen können.

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