Wo beginnt der Krieg?
Bild/Illu/Video: Emilia Schwarz

Wo beginnt der Krieg?

Ich kenne mich nicht wirklich mit dem ganzen Kriegsgeschehen auf dieser Welt aus und habe auch von der Politik noch zu wenig Ahnung, um hier Stellung zu nehmen. Jedoch beginnt der Krieg im Kleinen und meistens handelt es sich um einen Streit, einen grossen Streit um es so auszudrücken. Jeder kennt Streitsituationen und wenn wir nicht in der Lage sind unsere kleinen, unwichtigen Streits friedlich zu klären, wie sollen es dann die Präsidenten, Staatsoberhaupte und Führer der Nationen schaffen?


Doch wie kommt es überhaupt zu einem Streit? Wenn zwei Menschen unterschiedliche Meinungen haben und absolut keinen Kompromiss finden können, dann entsteht ein Streit. Man kann sich über alles Mögliche streiten – Geld, politische Meinungen, bei Kindern sind es oft Spielzeuge usw. Man sagt so schön, zum Streit gehören immer zwei, aber natürlich kann er auch hauptsächlich von einer Person ausgelöst werden.


Wenn jeder an seiner Position festhält und absolut nicht nachgeben möchte, dann kann man den Streit auch nicht friedlich lösen. Ich würde sagen, der Egoismus der Menschen führt oft zum Streit, denn wenn jeder nur an sich denkt, hat jeder das Gefühl, nur das Beste für sich herausholen zu müssen. Schiebt man den Egoismus beiseite und versetzt sich in andere Personen hinein um ihre Situation auch wirklich zu verstehen, ist man eher in der Lage, Fehler bei sich selbst zu entdecken und einen friedlichen Kompromiss zu finden.


Dann würde man auch merken, wie sich das Gegenüber fühlt, denn Streit kann auch sehr verletzend sein. Und ist es wirklich dein Lebensziel andere zu verletzen? Kein Baby kommt auf die Welt und ist böse. Wir waren alle mal friedliche, kleine Wesen, die niemandem was Böses wünschten. Durch falsche Vorbilder entwickelten sich manche aber dazu.


Gerade in der Jugendzeit entwickelt man sich zu selbstständigen, selbstdenkenden Menschen und wenn man sich da an falschen Vorbildern orientiert, ist es schwierig das Gedankengut wieder aufzulösen. Es ist bekannt, dass gerade die Jugendlichen leicht zu Gewalt neigen, aber Krieg, Streit und Gewalt ist ein gesellschaftliches Problem, das alle betrifft.


Wenn alle auf ihrer persönlichen Ebene ihr Bestes geben und mehr Empathie aufbringen würden, dann könnte man vielleicht in kleinen Schritten zum allgemeinen Frieden vordringen. Das Problem ist eben, dass viele das nicht können, wie gesagt, der Egoismus ist im Weg. «Ist doch nicht mein Problem, betrifft mich ja nicht.», «Soll sie/er selber schauen, wie sie/er das hinbekommt.» Solche Aussagen hört man leider oft und sie zeigen eben dieses Problem der Menschen gut auf.


Das klingt jetzt alles so einfach, wie ich das schreibe, aber wäre es das wirklich, dann hätten wir den Weltfrieden ja schon erreicht. Wahrscheinlich wissen viele, woran es liegt, aber es nur zu wissen bringt nichts. Man muss es auch umsetzten und an sich arbeiten.


Und jetzt erkläre einmal einem egoistischen, machtsüchtigen Diktator, er soll an sich arbeiten und ein bisschen mehr Empathie aufbringen. Vielleicht schmunzelst du jetzt, so ist es mir beim Schreiben dieses Satzes jedenfalls ergangen, aber lustig ist es keinesfalls.

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