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«Bye Bye Ep» im Soundcheck
Bild/Illu/Video: Thomas Murrer

«Bye Bye Ep» im Soundcheck

«Es gaht um» eröffnet mit einem ziemlich pumpenden Beat und schnell wird klar, um was es wirklich geht in der Musik von Freshe. Mit humorvollen Lines und erfrischenden Metaphern legt der Zuger los und beweist, warum er auf jeder Rapparty ein gern gesehener Gast ist. Seine Balance zwischen humorvollen Momenten und Ernsthaftigkeit überzeugt komplett und sorgt zusätzlich für viel Unterhaltung. Bereits jetzt ist es der Zuhörerschaft klar, dass dieser Sound für ihn nicht bloss ein Hobby, sondern viel mehr eine Bestimmung ist.  


Da kommt etwas Gefährliches auf uns zu. «Monster im Schrank» mit dem Bündner Gast SM ist ein ziemliches Brett. Hier wird porträtiert, dass irgendwelche Hitparadenplatzierungen verglichen mit dem Respekt der Szene eben doch eher nur Seifenblasen sind. Das ist verdammt real und die Paarung der zwei Grössen harmoniert hervorragend. Cool!  


«Sones Hobby» trieft vor Nostalgie, was mir sofort sehr gefällt. Wieder wird der Lebensstil Hip Hop zelebriert und viele Erinnerungsfetzen pappen direkt vor meinem inneren Auge auf. Auch wenn es aus kommerzieller Sicht wohl nie viel abwerfen wird, geht Freshe gewissenhaft und mit viel Herzblut an die Sache ran, was dann eben zu solch eindrucksvollen Songs wie dem hier führt.


«Via Milchstrass» ist wie es der Titel des Tracks schon sagt, ein Klangerlebnis ausserhalb der Erdatmosphäre. Ich denke, ein Lied wie dieses kann für jüngere Hörer auch immer einen gewissen Lerneffekt haben, da Freshe nicht bloss irgendwelchen Stuss von sich gibt. Das humoristische Werk hat eine gewisse Tiefe und klingt trotzdem wundervoll jugendlich verspielt.


Schlussfazit:
Die «Bye Bye Ep» von Freshe ist eine echte Erfrischung und zeigt, dass der Sommer ohne Festivals durchaus auch zur Produktion von grossartiger Musik genutzt werden kann. Der Zuger beweist auf den vier Songs, warum Rap für ihn eben mehr als «Sones Hobby» ist und warum es sich lohnt mit Leidenschaft an seinen Skills zu schmieden. Eine kurzweilige, aber sehr hörenswerte Angelegenheit, die definitiv Lust auf mehr macht und Futter für die ausgehungerten «Rapfan-Seelen» liefert.

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