«Die Welt ist nicht kleiner geworden.»
Bild/Illu/Video: Nasa

«Die Welt ist nicht kleiner geworden.»

Wann ist die Volksschule zur Pflicht geworden? Warum versuchen die Eltern nicht ihr Kind selbst zu unterrichten, zu lehren was sie wirklich wissen müssen fürs Leben. Wenige Eltern wollen die Kinder selbst schulen – wollen sie es versuchen, hindert sie der Staat daran. Ohne Zweifel ist die Schule gut genug für die meisten. Wenn man allerdings möchte, dass das Kind die eigenen Werte ins Leben mitnimmt, muss man diese privat beibringen, nach der Schule oder das Kind ganz aus der Schule nehmen und so mehr Freiraum lassen.


Obwohl wir alle unterschiedlich begabt sind, müssen wir alle zur Schule und lernen alle das Gleiche. Tun wir etwas, dass nicht der Norm entspricht, erregen wir Aufmerksamkeit. «Sieh nur, das ist doch nicht normal.» Warum fühlt sich das Leben für manche von uns so leer und bedeutungslos an? Warum sind die Menschen nicht zufrieden, der Wohlstand ist höher denn je?


Ganz einfach: Wären wir zufrieden mit dem was wir habe, kommt die Wirtschaft zum Erliegen. Wir alle sind dem Kaufzwang ausgesetzt. Werbung überall. Die Wirtschaft geht es gut, heisst es in den Nachrichten. Es heisst viele Menschen hätten Arbeit. Die Arbeitslosenrate ist so tief wie schon lange nicht mehr. Was für glorreiche Neuigkeiten! Es gibt da etwas, das nenne ich das «Geschäft mit der Angst» - die Versicherungsbranche.


Hätte, wäre, könnte … Versicherungen sind aus meiner Sicht eines der grössten Übel der Welt. Obwohl oder vielleicht gerade deshalb, weil ich in der Versicherungsbranche tätig bin, denke ich so. Eine Versicherung dient lediglich für den möglichen Fall von… nützlich. Die Krankenkasse übernimmt auch die Kosten einer selbstverschuldeten Krankheit oder eines Unfalls, weshalb sollte man sich dann noch um die eigene Gesundheit kümmern? Jetzt zahle ich schon seit Jahren diese hohe Prämie ein, da könnte ich doch wirklich einmal krank werden und endlich das Geld zurückholen. Was sind das für Gedanken? Alles schon gehört im Job. Es macht mich krank. Unsere Gesellschaft ist krank und zwar im Kopf!


Sind wir in der Schweiz wirklich gesünder dank der obligatorischen Krankenversicherung, als Länder, welche nicht über ein solches Obligatorium verfügen. Das sollte die Frage sein und nicht «wie lassen sich die Kosten im Gesundheitssektor senken?». Sind wir gesünder, dank den Pillen und Sprays? Meiner Ansicht nach sollte jeder selbst die Verantwortung in die Hand nehmen und auf seine Gesundheit achten. Gäbe es in der Schule ein Fach «Gesundheit» könnte man dort dem Kind schon zeigen, was ungesundes Essen und wenig Bewegung mit dem Körper anstellt. Nie würde sich das Kind dann von ungesundem Essen ernähren und den ganzen Tag im Zimmer vor dem Fernseher sitzen. Nein, der Geschichtsunterricht und was vor dreihundert Jahren in Südspanien am Tag X geschehen ist, ist wichtiger als die Gesundheit der heute lebenden Menschen.


Andere Frage: Nehmen wir an ich hätte Krebs. Muss ich mir eine Chemotherapie antun, wenn ich bereits alt bin und ein erfülltes Leben gelebt hatte? Darf ich in Ruhe an meiner Krankheit sterben oder muss ich so lange wie möglich am Leben bleiben?


Von meiner Grossmutter habe ich gelernt, dass alles im Leben ein Versuch ist. Manchmal funktioniert’s, oftmals nicht. Man muss nicht alles tun, um ein Ziel zu erreichen, die Würde verlieren, sondern erkennen wann es Zeit ist einsichtig zu sein und es sein zu lassen.


Durch unseren konsumorientierten Lebensstil geht die Vielfalt des Planeten verloren. Regenwälder werden abgeholzt, damit wir jährlich die Küche neu einrichten können. Es werden kilometerweise Boden versiegelt, damit wir in unseren riesigen Stahlkarrossen geebten Weges zur Arbeit fahren können um dort in einem Beruf, den wir hassen, Geld zu verdienen, um damit Dinge zu kaufen, die wir gar nicht wollen und sowieso nicht brauchen.

Das ist die Wahrheit, war das zu viel?

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