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Eine Ode an das Leben
Bild/Illu/Video: Christian Imhof

Eine Ode an das Leben

Während die Medien vom schlimmsten berichten, weil das bekanntlich am meisten Aufmerksamkeit generiert, ist das Leben wunderbar. Wir sind freie Menschen, wir dürfen tun und lassen was wir wollen. Wir können nützliche Mitglieder der Gesellschaft sein, indem wir uns gegen den Strom stellen und damit Aufmerksamkeit erzeugen und die Mitmenschen zum Nachdenken bringen. Es geht im Leben doch gar nicht darum steht's auf das Schlimmste vorbereitet zu sein. Es geht doch vielmehr darum glücklich zu werden. Ein erfülltes Leben zu führen. Fülle macht das Leben aus. Ist eines Menschen Leben nur eine Aneinanderreihung von sinnlosen Tätigkeiten ohne Zweck, dann ist es nichts wert. Die Fülle macht das Leben aus. In der Imperfektion die Perfektion zu sehen. Auch mal mit einem ungekämmten Wuschelkopf zur Arbeit erscheinen, einfach um zu zeigen, dass wir gar nicht perfekt zu sein brauchen. Wir sind alle so sehr mit uns selbst beschäftigt, dass wir die anderen Menschen gar nicht mehr zur Kenntnis nehmen. Ich kann auch ungekämmt, unrasiert und schlecht gekleidet im Büro auftauchen, es interessiert niemanden. Habe es getestet.


Wenn wir das Leben so hinnehmen wie es ist, wird sich eine neue Welt auftun. Eine Welt voller Wunder und neuen Möglichkeiten. Einen Sonnenuntergang zu beobachten ist doch viel schöner als Nachrichten über Mord und Totschlag zu lesen. Das Leben ist kein Drama, es ist ein Spielplatz. Leider gibt es auf unserem Spielplatz haufenweise Menschen, welche der Meinung sind, die übrigen Mitspieler kontrollieren und in gesellschaftliche Normen drücken zu müssen, damit sie selbst glücklich werden. Manche von uns haben verkannt was das Leben zu bieten hat, wenn man ihm mit Güte begegnet.


Betrachtet man die Natur: Alles ist perfekt ausbalanciert. Wo der Mensch nicht ist, blüht die Natur auf. Wo der Mensch nicht ist, gibt es Wunder, die zu bestaunen es sich lohnt. Das Leben ist für uns Menschen doch letztlich ein Versuch etwas zustande zu bringen worauf wir stolz sein können, worüber wir uns freuen können. Wenn wir unsere Verpflichtungen für einen Moment beiseiteschieben, nicht mehr daran denken, was wir alles tun sollten, erscheint die Welt in einem ganz neuen Licht. Wer auch mal das Smartphone beiseitelegen kann, wird bemerken, dass das Leben sich auf einmal langsamer anfühlt. Tage dauern länger. Man scheint mehr Zeit zu haben, für das was wirklich zählt.


Manchmal wir einem langweilig, weil das Leben nun langsamer vorbeigeht. Doch das Aushalten von Langeweile gehört zum Leben. Jedes Gefühl hat seine Vor- und Nachteile, das sollten wir niemals vergessen. Wenn wir unseren Gedanken nachhängen und Nichtstun, kommen uns die besten Ideen in den Sinn. Da soll nochmals einer sagen: «Müssiggang ist aller Laster Anfang». Untätigkeit ist keine Sünde, auch wenn die Arbeitswelt uns dies weismachen möchte. Untätigkeit ist Teil dieser Welt wie alles andere. Untätigkeit kann zu blühender Kreativität führen und die schönsten Gedanken formulieren. Manchmal müssen wir alles sein lassen, ganz im Moment leben und alles geniessen oder es zumindest versuchen, um wieder zu Verstand zu kommen. Wir arbeiten nicht um irgendwann nicht mehr zu arbeiten, wir arbeiten um Erfüllung zu finden.


Was Erfüllung bringt, ist letztlich gar keine Arbeit, sondern das reinste Vergnügen. Das Leben vergeht in den schönsten Zeiten am schnellsten, in den traurigen und einsamen Zeiten manchmal ganz langsam. Wir können beides geniessen. Beides ist ein Bestandteil des Lebens, ob es uns nun passt oder nicht!


Geniessen wir das Leben, egal was es bringt.

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