Endlich wieder Lange Nacht der Museen
Bild/Illu/Video: Werner Micheli

Endlich wieder Lange Nacht der Museen

Stellvertretend für alle teilnehmenden Häuser präsentierten das Stadtmuseum Dornbirn, die erstmals teilnehmende Privatsammlung Arche Noah – Sammlung Kunst und Natur und das Motorradmuseum Wüst-Rheintal in der Schweiz ihr Programm.


Wie das grenzenlose Projekt Kunstbegeisterte miteinander verbindet, wie es ist nach der Coronapause endlich wieder zurück zu sein und vieles mehr, erfahrt ihr hier im Interview mit Projektkoordinatorin  Julia Weger.


Am kommenden Samstag ist es endlich soweit. Wie gross ist die Vorfreude auf die Lange Nacht der Museen?

Die Freude ist natürlich gross. Bis zuletzt war ja nicht klar, ob dieses traditionelle Qulturevent überhaupt stattfinden kann.

Auch das trotz der erschwerten Bedingungen in diesen Zeiten weit über 80 Häuser mitmachen, stimmt mich sehr froh.


Wie mühsam war es für euch, dass ihr wegen Corona pausieren musstet?

Natürlich war es nicht schön. Aber in der Situation in der wir letztes Jahr um diese Zeit waren, war die Absage das einzig richtige. Wir hatten ja stattdessen eine Museumswoche initiiert.


Wie hart war die Pandemie für die teilnehmenden Museen?

Für die Museen war die Zeit sicherlich nicht angenehm. Die Menschen in der Kunst und Qulturbranche hatten mit sehr viel Unsicherheiten und Widrigkeiten zu kämpfen.  Daher glaube ich, dass es ganz besonders wichtig ist, dass wir jetzt wieder Räume schaffen, in denen Kunst und Qultur wieder möglich wird.  


Wie viele Personen werden circa erwartet?

Das ist sehr schwer zu sagen, da wir heuer doch eine komplett andere Ausgangsituation haben. In den letzten Jahren waren aber immer rund 5.000 Menschen unterwegs.

In diesem Jahr sind diverse neue Museen neu mit am Start. Wie cool ist es für euch zu sehen, dass das Projekt immer weiterwächst?

In Liechtenstein ist das heuer das Haus zum Pfandbrunnen neu mit dabei. Ein Privathaus, dass sonst nicht zugänglich ist. Und in der Schweiz erwartet alle Motorradliebhaber:innen im Motorradmuseum Wüst-Rheintal eine besondere Privatsammlung.

Es freut uns immer, wenn das Angebot der «Langen Nacht» mit neuen Häusern aufgefrischt wird. Das belebt und zeigt, wie vielfältig die Qulturlandschaft in der 4-Länder-Region ist. Und so ist auch für die alteingessesenen Nachtschwärmer:innen immer etwas neues dabei.  


Die Lange Nacht der Museen funktioniert über die Grenzen hinaus. Was ist euer Erfolgsrezept?

Liechtenstein ist ja schon von Beginn an dabei. Das war immer besonders und uns besonders wichtig. Das zeigt auch die langjährige Kooperation mit Radio Liechtenstein.


Mir war es immer ein großes Anliegen, dass wir den gesamten Qulturraum des 4-Länder-Ecks abbilden. In dieser Nacht soll sich die Grenze – die in vielen Fällen im Kopf noch da ist – auflösen. Der Rhein ist schließlich leicht zu überwinden und dies- und jenseits der Grenze warten wirklich oft erstaunliches auf uns.

Dank engagierter Partner:innen wie zum Beispiel der MUSA oder dem Qulturverein nebelfrei in Rorschach mit Richard Lehner oder ambinitierten Museumsbetreiber:innen in Tettnang ist uns das gelungen.


Kooperation auf Augenhöhe stehen auf jedem Fall im Mittelpunkt.  


Was macht das Museum so magisch für dich?

Museen sind deswegen magisch, weil sie uns die Augen öffnen, Neues kennen lernen lassen und den Horizont erweitern. Man taucht ein in eine andere Welt bzw. lernt neue Welten kennen.

Was sind die schönsten Rückmeldungen, die euch nach der Langen Nacht erreicht haben?

«Ich habe den Abend traurig begonnen und bin glücklich nach Hause gekommen».


Weshalb sollte man unbedingt die Chance nutzen und bei euch vorbeischauen?

Es gibt einfach ganz viel zu entdecken und Kunst und Qultur kann wieder erlebt werden.

Wer es aber dennoch nicht zur LNDM schafft ist natürlich herzlich eingeladen, die Museen auch nach diesem Abend jederzeit zu besuchen.


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