10 Lange Nacht der Museun 10 George 10 Maramber
Bild/Illu/Video: zVg

Watchdog Society mit neuer Single

Willkommen zurück. Wie glücklich seid ihr wieder ein paar neue Songs auf die Leute loslassen zu können?

Unglaublich happy! Wir hatten jetzt genügend Zeit, neue Songs zu schreiben und am Ende dieser Phase soll und muss ein Studiobesuch stehen. Darauf haben wir uns massiv gefreut und ist für uns immer ein absolutes Highlight. Wir sind mit dem Ergebnis von Hugo Gonzales vom Tonstudio Bluewonder und Lou Zarra von Klangstark extrem zufrieden. Die Burschen haben uns umgehauen!

Seit «The Great Together» haben wir uns etwas geändert, haben uns mehr in Richtung klassischer Rock bewegt. Prog Metal ist zwar immer noch unsere grosse Leidenschaft, aber schnelle Riffs kommen nur noch wenig vor. Auch haben wir in der Recording-Phase mehr experimentiert und Hugo ist ein wahrer Physiker, wenn es um Audiowellen geht! Drum und Bass haben wir zeitgleich live aufgenommen. Den Rest danach. Es war einfach fantastisch zu sehen, wenn Jan und Mäkka zusammenspielen, wie sich der Drive ändert.

Wie sind die ersten Reaktionen darauf?

Erfreulich positiv. Die Songs sind bis jetzt sehr gut angekommen. Es ist immer spannend, wenn wir neues Material zeigen können. Und die Leute haben gesehen, dass wir uns verändert haben. Und sie wertschätzen unser neues Ich. Das macht Laune auf mehr! Wir spielen jetzt einfachere Riffs, repetitive. Mehr Balladen, darauf stehen wir sehr!


Was habt ihr seit eurer letzten Veröffentlichung im 2017 so getrieben?

Zuerst den Drummer ausgewechselt (lacht). Luca hat Ende 2017 aufgehört und dazu kam Alain Liesch – ein fabelhafter Drummer. Im 2018 haben wir einige Gigs gespielt, aber hauptsächlich akustisch. Nur zwei verzerrte Gigs hatten wir. Leider. Es war auch mal schön, wieder mehr akustisch zu spielen, aber wir hätten echt den Drummer für harte Sachen gehabt. Seit Ende 2019 ist Alain nicht mehr bei uns. Offengestanden wollten wir komplett was anderes machen. «Reduce to the max». Wir sind älter und ruhiger geworden, schätze ich.

Ihr hattet immer ein wenig Probleme damit, den richtigen Drummer zu finden. Wie zufrieden seid ihr mit eurem aktuellen?

Ja, die lieben Drummer. Sie haben unseren Glauben auf die Probe gestellt (lacht). Mäkka ist der Hammer! Er hat Drive, er hat Charme und ist kreativ. Es macht riesigen Spass, mit ihm an neuem Material zu feilen. Seit er dabei ist, schreiben wir eigentlich nur neue Songs. Er musste nur wenige Lieder von «The Great Together» oder «Friendly Fire» lernen. Den Rest konnte er direkt mitschreiben. Der Elan war extrem spürbar – wir hatten nach sechs Monaten acht neue Songs und ein halbes Jahr später 12. Ich denke, wir hatten die «vorgegebene» Auszeit nötig. Auch, weil wir lange nur von Gig zu Gig geprobt haben und neues Material dabei untergegangen ist. Oder wir konnten nie so daran arbeiten, wie wir es gerne getan hätten. Nur noch Standard-Sets spielen macht auf die Dauer keine gute Laune. Darum macht es mit Mäkka riesigen Spass, uns neu zu finden.


Wie sehr hat euch das Livespielen gefehlt?

Ganz ehrlich? Nicht sehr (lacht). Natürlich haben wir es vermisst, draussen zu spielen, aber wir hatten im 2020 eine so tolle kreative Zeit, dass wir uns mehr auf ein neues Set konzentriert haben, als Trübsal zu blasen. Aber jetzt ist genug Zeit vergangen, jetzt wollen wir wieder auf die Bühne. Die Qultur hat gelitten und wir wollen helfen, sie wieder aufzubauen. Ich hoffe sehr, dass die Leute auch so denken: Wieder rausgehen, Konzerte erleben, Museen und Galerien besuchen. Die Qultur ist unser Fingerabdruck, unser Vermächtnis. Das müssen wir schützen!


Wo und wann kann man euch das nächste Mal live erleben?

Wir spielen im 2. Oktober 2021 im Palazzo Bowling, zusammen mit den Jungs von Toil. Das wird der Hammer, wir freuen uns sehr! Ein nächstes Konzert wird in Landquart sein, wenn ich richtig liege. Das Datum ist noch nicht fixiert. Danach ist wieder mal St. Gallen geplant, aber wann das sein wird, steht noch nicht fest. Freunde von uns nehmen zurzeit auch ein Album auf und wir wollen mit ihnen gemeinsam was organisieren.


Habt ihr noch weitere Tracks in der Hinterhand und ist eventuell sogar ein neues Album oder eine EP geplant?
Wir haben eigentlich nur noch Neues. Zwei, drei alte Songs spielen wir noch – vor allem die Balladen. Aber sonst ist nur neues Material am Start. Wir planen, bald schon die nächste Aufnahme-Session zu starten. Vermutlich wird’s dann direkt eine EP. Oder eine LP, wir müssen noch über die Termine. Auf jeden Fall schon bald.

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