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Wie das tägliche Vergleichen schaden kann
Bild/Illu/Video: Stefan Schwarz

Wie das tägliche Vergleichen schaden kann

Zudem stehen wir auch ständig unter Beobachtung anderer Leute – beispielweise Vorgesetzen – welche uns unbewusst auch mit anderen vergleichen. Ganz ohne Vergleiche würde unser Wirtschaftssystem wohlmöglich gar nicht funktionieren, jedoch kann sich jeder für sich ein bisschen aus den Konkurrenzgedanken des Alltags zurückziehen.


Das Vergleichen beginnt schon früh, spätestens in der Schule werden regelmäßig Prüfungen durchgeführt. So beginnt man, die Leistung in der Schule mit den Mitschülern zu vergleichen. Wer ist der beste? Wer ist der schlechteste? Manche haben damit kein Problem und andere wiederum setzen sich damit stark unter Druck. Auch unter Arbeitenden wird verglichen. Der «bessere» erhält vielleicht eine Beförderung oder ähnliches.


Nicht nur in der Berufswelt wird verglichen, in vielen Freizeitaktivtäten ist dies auch der Fall. Aus meinen Erfahrungen ist gerade die Leichtathletik ein gutes Beispiel dafür. Wer rennt am schnellsten/springt am weitesten/wirft am weitesten? Dies ist keinesfalls immer schlecht, jedoch sollte man darauf achten, dass das Hobby auch wirklich Spass macht und man mit sowas umgehen kann.


Instagram bietet eine optimale Plattform, um sich selbst schlecht zu fühlen, indem man schädliche Accounts verfolgt. Warum sieht er/sie so gut aus auf diesem Bild? Wieso kann diese Person sich so teure Ferien leisten? Oft stellt man sich solche Fragen unbewusst und merkt es nicht mal mehr. Das gleiche kann passieren, wenn man durch die Stadt läuft. Gerade wenn man ein schlechtes Selbstbild hat, vergleicht man sich ständig mit anderen, was die Situation noch zusätzlich verschlechtert.


Statt ständig auf andere zu schauen, wäre es sinnvoller sich auf seine eigenen Stärken oder Fähigkeiten zu fokussieren. Jeder kommt in seiner Entwicklung unterschiedlich schnell voran und das ist auch total normal. Es ist also nicht förderlich, sich aufgrund anderer schlecht zu fühlen. Wenn man jedoch andere für ihre Leistungen bewundert, könnte man diese Personen als Inspiration für seine eigenen Ziele verwenden.


Durch vergleichen schadet man sich unter dem Strich nur selbst – so entstehen auch all die neidischen Gedanken. Man kann selbst entscheiden, wie man auf andere Personen reagiert. Eine Möglichkeit wäre, sich permanent schlechter zu machen. Die andere, weitaus bessere Variante wäre, sich auf sich selbst zu fokussieren und sich immer wieder bewusst zu machen, was man selbst gut kann. Jeder hat persönliche Stärken und genauso auch Schwächen. Dies zeichnet einen Menschen aus.


Es wird immer welche geben, die andere in einem bestimmten Gebiet weitaus überragen. So kommen wir Menschen auch in Kontakt miteinander, denn wenn jeder alles gleich gut könnte, wären wir viel weniger auf andere angewiesen. Sehen Sie also die unterschiedlichen Stärken als wichtigen sozialen Aspekt und nicht als Vergleichspunkte.

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